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Dieses Thema hat 136 Antworten
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 Gesellschaft
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Sigi_2 Offline

Theophor


Beiträge: 1.879
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05.11.2011 10:48
#121 RE: Militärdienst VS Zivildienst antworten

Zitat von Hitti
Wohl so gut wie jeder Mann könnte sich all diesen Herausforderungen stellen, wenn er es müsste.



Das bezweifle ich ganz stark, weil den meisten der Wille sowie entsprechende Disziplin & Geduld fehlen. Und sind diese Sachen nicht gewährleistet, na dann gratuliere.

Zitat von Hitti
Wieso sollte ich (selbst aus neurologischer Sicht) unangenehme Dinge tun, die mir nicht wirklich starke, ausgleichend gute Gefühle geben, wenn diese unangenehmen Dinge nicht zwingend notwendig sind? Es ist bekannt, das Menschen grundsätzlich nur dann Handlungen setzen, wenn sie sich irgendeinen Vorteil davon versprechen. Wieso sollte es gerade hier anders sein?



Mir gefällt es, unangenehme Dinge zu tun, sei es mit 35kg Gepäck zu rennen oder in diversen Haltungen auszuharren. Mit der Zeit lernt man, den Schmerz nicht mehr als solchen wahrzunehmen und führt einfach die gegebenen Befehle schnellstmöglich & präzise aus.
Und ich muss sagen, egal was wir hier machen, es kommt mir physisch & psychisch sicherlich zu gute und wird auch in Zukunft von nutzen sein.

Gray Offline

Theophor


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05.11.2011 11:10
#122 RE: Militärdienst VS Zivildienst antworten

du hast gesagt du willst nich unbedingt auf die MilAk... wohin sonst?


You're not the contents of ... hey, where's my wallet?!

Sassa Offline

Theophor


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05.11.2011 12:58
#123 RE: Militärdienst VS Zivildienst antworten

Ich sehs so: Sinnlose Plagerei KANN manchmal befriedigend sein.

Wenn mir 100 Stück Wattestäbchen im Badezimmer auseinanderbirsten und in alle Richtungen davon fliegen, dann könnt ich auch schnell drüber fahren und allesamt in den Mülleimer kloppen. Aber nein, ich nehm das Plastikkistchen und sammle alle Stäbchen wieder brav und ordentlich ein. Ich könnte um 90cent ein neues Teil mit 100 Stück kaufen, aber ich sammle lieber die dreckigen Stäbchen.

hmmm.. obwohl... n guter Vergleich zum Bundesheer is des a ned. Mit der Musik aber schon:

http://www.youtube.com/watch?v=q-Rqdgna3Yw


Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten.- Karl Kraus

Sigi_2 Offline

Theophor


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05.11.2011 13:03
#124 RE: Militärdienst VS Zivildienst antworten

Ich hab mich für den EF-Kurs 2 für die Waffengattung Military Police beworben, da ist von 9.-14. Jänner in Graz Aufnahme-Assessment.

Mit 31. August bin ich dann fertig, hab dann den Rang Wachtmeister.
Danach will ich am MCI in Innsbruck Management und Recht studieren.

übrigens is das ein Schweinsvergleich

Sassa Offline

Theophor


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05.11.2011 13:19
#125 RE: Militärdienst VS Zivildienst antworten

Nicht, wenn ihr während eurer Plagerei diese Musik hören dürftet :P


Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten.- Karl Kraus

Sigi_2 Offline

Theophor


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05.11.2011 13:59
#126 RE: Militärdienst VS Zivildienst antworten

Musik gibts nur beim Kraft-Ausdauer-Sport, aber den Metal-Scheiß, den die Ausbildner dort spielen, der is für mich ein Horror. Das ist die ärgste psychische Belastung ...
Soldatenlieder singen ist aber erlaubt, wenn wir Marschieren^^

Kirk Offline

Theophor


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05.11.2011 14:45
#127 RE: Militärdienst VS Zivildienst antworten

Zitat
Metal-Scheiß, den die Ausbildner dort spielen, der is für mich ein Horror. Das ist die ärgste psychische Belastung


Kann ich gut nachempfinden.

Zitat
Soldatenlieder singen ist aber erlaubt, wenn wir Marschieren^^


Herrlich! :D Gray, du weißt schon welcher Link jetzt folgen muss! :D
http://www.youtube.com/watch?v=mIi4fZzseLo


Wie gut klingen schlechte Musik und schlechte Gründe, wenn man auf einen Feind los marschiert!
Friedrich Nietzsche - Morgenröthe

Hitti Offline

Theophor


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05.11.2011 15:32
#128 RE: Militärdienst VS Zivildienst antworten

Zitat
Ich denke nicht, dass ich von mir behaupten kann, in diesem Ausmaß meine Grenzen erforscht zu haben, es würde mich aber interessieren. Dich offensichtlich nicht.


Das is wohl der Punkt, ja. Ich verspreche mir absolut keine Vorteil davon, da ich nicht glaube, dass durch diese Art von Tätigkeiten psychische und physische Fähigkeiten geschult werden, die ich (1) noch nicht habe, und (2) mir in meinem Leben wahnsinnig behilflich sein würden. Im Vergleich dazu würden die Belastung und das Unangenehme deutlich überwiegen und durch das Bewusstsein, dass alle Mühe umsonst und belanglos ist, nurnoch gestärkt werden. Sport ist damit aus meiner Sicht überhaupt nicht zu vergleichen, weder vom Ausmaß her noch was die Nutzen/Kosten-Rechnung betrifft.
Irrational nenne ich es, wenn ich mich auf etwas vorbereiten soll, das in meinem Leben mit großer Sicherheit nicht eintreten wird, oder wenn ich Fähigkeiten auf eine Weise schulen soll, die ich auf andere Art viel angenehmer und einfacher schulen könnte.
Ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass ich das von euch allen geteilte, wahnsinnig große Interesse, furchtbare Scheiße durchzumachen, um die eigenen Grenzen herauszufinden, oder irgendsowas, absolut nicht (mehr) nachvollziehen kann. Ich hatte Abschnitte meines Lebens, in denen ich an meine Grenzen gestoßen bin. Ich habe solcherart Fähigkeiten geschult, die mir im Ernstfall helfen würden, Schlimmes durchzustehen. Ich traue mir im Prinzip jede nur erdenkliche Form der Leistung zu. Gegenwärtig will ich aber einfach mal ein schönes Leben führen. Das is auch wichtig.


"Was ich weiß, kann jeder wissen. Mein Herz hab' ich allein."
-J.W.Goethe

Sigi_2 Offline

Theophor


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26.12.2011 20:11
#129 RE: Militärdienst VS Zivildienst antworten

Also der erste Teil meiner Bundesheerzeit ist seit 23. Dezember mit Ende des EF-Kurses 1 abgeschlossen.
Es waren extrem geile und anstrengende 3,5 Monate, auf die ich gerne zurückblicke. Wir, 59 Soldaten/innen und ich, haben dabei viel gelernt und dabei jede noch so unschöne und schmerzvolle Aufgabe gemeinsam gemeistert. Unser Gruppengefüge und der Zusammenhalt war einfach unbeschreiblich, im zivilen Leben in dieser Größe unvorstellbar. Ich habe persönlich viel gelernt, die Zeit hat mich in teilen meiner Einstellung Personen gegenüber, die ich nicht mag, ziemlich stark verändert. Es gab keinen Unterschied bei uns, ob man sich mochte oder nicht, man hat Zusammengehalten und den anderen dabei geholfen, falls es mal Probleme gab. Für mich war das eine der positivsten Errungenschaften, die ich aus dieser Zeit mitnehme. Natürlich war die Ausbildung am StG77, MG74, P80, LP57, Handgranate und RSpLad einfach nur der Hammer, das Scharfschießen jedesmal auf's neue ein Adrenalinkick. Auch der Kampf im urbanen Geländer war genauso ein Highlight wie die Alpinausbildung in der letzten Woche. In Sachen Führungsverhalten hat sich mein Horizont um einiges erweitert und ich bin auch zuversichtlich, dass mir das bei meiner weitern Ausbildung zugute kommen wird. Und körperlich bin ich in der besten Verfassung seit 5 Jahren, was auf die harte Gangart zurückzuführen ist.

Bei der Abschlussprüfung war ich zwar positiv, jedoch haben von 45 Personen nur 29 einen Kursplatz für den EFK-2 erhalten und da bin ich als 31. in der Reihung nicht vorgesehen. Für mich gehts jetzt noch für 2 Monate nach Salzbug, Restgrundwehrdienst vollenden und dann ist der Spaß auch schon wieder vor bei. Aber die ersten 4 Monate als EF-Soldat + die Beförderung von vorletzter Woche machen mich zu einem der bestverdienendsten Grundwehrdiener aller Zeiten :-)

Maringa Offline

Pneumatiker


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04.04.2012 08:24
#130 RE: Militärdienst VS Zivildienst antworten

Also mal kurzes Zwischenresumee. Bin jetzt seit 5 Monaten Zivi im Krankenhaus Vöcklabruck. Sitze fast am ganz Tag im Keller (mit Fenster, jedoch ohne direkter Sonneneinstrahlung) im Archiv und muss Krankenakten aussortieren. Die Arbeit ansich ist eigentlich ganz ok - kein Stress, nicht besonders anspruchsvoll - wenn da meine Kollegen nicht wären. Eine etwa 52jährige erzkonservative Katholikin, mit der Lebenseinstellung einer 100-jährgigen. Der größte Verbrecher der heimischen Politik ist Bundespräsident Heinz Fischer und sie ist total schockiert, "dass es mittlerweile schon Mädchen gibt die Alkohol trinken und fortgehen". Also das ich mal die Emanzipation der Frau verteidigen muss, hab ich mir nicht erwartet. Außerdem führt sie den ganzen Tag lang Selbstgespräche.

Dann gibts da noch meinen Zivikollegen. Dieser ausländerfeindlich bis rassistische Typ, ist der dümmste bzw. anstrengenste Mensch, den ich in meinen ganzen Leben getroffen hab. Also er weiß schon vieles, zb. über Technik, IT, Chemie etc. aber Hausverstand oder Verständnis von Politik hat der null. Das wichtigste in seiner kleinen oberflächlichen Welt ist das Politiker gut aussehen - weswegen auch er sich oft mit der Katholikin zusammentut, und kräftig über Fischer und seine Augenbrauen lästert. Er ist Pressefotograf und interessiert sich für sämtliche Misswahlen und Richard Lugner.Wenn man versucht mit ihm zu diskutieren, ist, als würde man mit einer durchgehend schreienden Wand reden. Er glaubt er weiß über alles und jeden Bescheid. (Er verfolgt zb. keinen Fußball, versucht aber mich mit gänzlich falschen Infos vollzumüllen).
Außerdem verliert er nach kurzer Zeit die Konzentration und führt sich auf wie ein 8-jähriger Bub mid ADHS.

Weiters hab ich noch 2 Kollegen die nur halbtags arbeiten - die sind total in Ordnung.

Fazit: Jeder einzelne Arbeitstag kostet mich echt viele Nerven. Von der einen Seite eine scheinheilige, zurückgebliebene alte Fotze und auf der andere Seite ein Typ der bei jeder Krankenakte eines Menschen mit ausländisch klingenden Namen wie ein Irrer herumspringt und schreit "krepieren soll er".


grün

Hitti Offline

Theophor


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04.04.2012 11:31
#131 RE: Militärdienst VS Zivildienst antworten

Klingt echt übel. Da du ja schon mehr als die Hälfte hinter dir hast, wirst du wohl bereits viele Wege gefunden haben, damit umzugehen. Halte dir vor Augen: Diese Leute siehst du danach nie wieder. Eigentlich spielt der ganze Zivi für dein späteres Leben keine Rolle. Alles, was dort passiert, ist völlig unwichtig.


"Was ich weiß, kann jeder wissen. Mein Herz hab' ich allein."
-J.W.Goethe

Maringa Offline

Pneumatiker


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04.04.2012 11:57
#132 RE: Militärdienst VS Zivildienst antworten

Ja schon, mittlerweile ignoriere ich das allermeiste Gequatsche und unterhalte mich vormittags meistens mit den beiden normalen Kolleginnen. Vor ein paar Monaten, als ich noch die Hoffnung hatte, mit ihnen vernünftig über Politik zu reden, war ich am Ende des Tages schon etwas KO.
Aber die Tatsache, dass das ganze zum Glück nur zeitlich begrenzt ist, lässt es mich schon auch iwie aushalten. Angenehm ist es nicht, aber wenigstens ist die Arbeit ok.


grün

Sigi_2 Offline

Theophor


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04.04.2012 22:03
#133 RE: Militärdienst VS Zivildienst antworten

Also ich bin mittlerweile seit 24. Februar arbeitslos, da meine 6 Monate Grundwehrdienst nach den letzten 2 Monaten in Salzburg vorbei waren.
Vom Bundesheer in Salzburg gibt es nur einen positiven Punkt, nämlich dass ich jeden Tag heimfahren konnte.
Ansonsten konnte ich mir ein sehr gutes Bild davon machen, warum alle schlecht über das Bundesheer reden. Faule, unqualifizierte Ausbildner, inkompetente und übergewichtige Offiziere, Gebäude, die sogar in Entwicklungsländern verachtenswert wären, im großen und ganzen einfach nur Müll.

Bin seitdem Arbeitslos, steh aber kurz vor einer Jobzusage ...

Hitti Offline

Theophor


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05.04.2012 23:40
#134 RE: Militärdienst VS Zivildienst antworten

Hast du nicht vor längerer Zeit vom Bundesheer geschwärmt, oder redest du da jetzt von etwas anderem? Blick' glaub ich nicht ganz durch.


"Was ich weiß, kann jeder wissen. Mein Herz hab' ich allein."
-J.W.Goethe

stahlwollvieh Offline

Emofaggot


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06.04.2012 11:07
#135 RE: Militärdienst VS Zivildienst antworten

EF =/= Grundwehrdienst.

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