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Dieses Thema hat 175 Antworten
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 Österreichische Politik
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Gray Offline

Theophor


Beiträge: 2.786
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18.11.2010 23:39
#46 RE: Studentenproteste antworten

Arbeit und Freizeit hab ich schon immer ganz klar voneinander getrennt^^


You're not the contents of ... hey, where's my wallet?!

Sassa Offline

Theophor


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18.11.2010 23:41
#47 RE: Studentenproteste antworten

Eh, da spricht ja nichts dagegen ^^

Nur haben Koks und Nutten nur mehr was mit Freizeit zu tun, wenn das der Moment ist, ab dem du von den Zinsen lebst.


Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten.- Karl Kraus

Gray Offline

Theophor


Beiträge: 2.786
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18.11.2010 23:42
#48 RE: Studentenproteste antworten

näh, das kommt berufsbegleitend mitm anwalt/managerdasein.


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Sassa Offline

Theophor


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18.11.2010 23:47
#49 RE: Studentenproteste antworten

Cool. Sag das meinem Dad.

Der muss froh sein, wenn er gegen 20 Uhr heimkommt und es bis zum Bettgehen um 22 Uhr schafft, sein Nasen-Zucken abzustellen. Nicht wegen dem Koks, sondern wegen Stress. Nix Koks oder Nutten. Alles was der sieht, ist seine unterbelichtete fette Sekretärin, die mit den anderen Tussen rumsteht und sich 1 mal am Tag dazu bewegt, etwas zu tippen.^^


Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten.- Karl Kraus

Hitti Offline

Theophor


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18.11.2010 23:51
#50 RE: Studentenproteste antworten

Ich seh das wie die Epikureer. Ein Mensch ist umso glücklicher, je geringer seine Ansprüche an das Leben sind. Habe ich nun mehr Geld, als für ein finanziell gesichertes Leben notwendig wäre, verändert sich meine Erwartungshaltung, und die Ansprüche steigen. Ich kann diese Ansprüche auch leichter befriedigen, dennoch werde ich dadurch nicht glücklicher werden. Wieso? Weil der Mensch sich an positive Zustände gewöhnt. Wertvolles verliert seinen Wert. Ein reicher Mensch kann sich an keinem materiellem Besitztum mehr erfreuen, da er für ihn bedeutungslos, und jederzeit ersetzbar wäre.

Konkret: Leiste ich mir einen neuen Laptop, habe ich enorme Freude daran, weil ich weiß, dass ich ihn mit Blut, Schweiß und Tränen bezahlt hab. Er ist für mich etwas Besonderes, und ich gebe gut darauf Acht, weil er Wert hat.
Hätte ich das Geld, um ihn jederzeit ersetzen zu können, hätte er keine Bedeutung für mich. Es wäre einfach ein Ding, das noch so gut, noch so schön sein kann, seinen Wert für mich aber durch seine Ersetzbarkeit verloren hat. Grad reiche Menschen müssen umso deutlicher erkennen lernen, dass Geld wertlos ist. Inflation eben.

Ich will also nicht reich werden. Es mag nicht zwangsläufig unglücklich machen, aber glücklich machts sicher ned.


"Die soeben ausgesprochene nähere Beschaffenheit des Erstaunens, welches zum Philosophieren treibt, entspringt offenbar aus dem Anblick des Übels und des Bösen in der Welt, welche, selbst wenn sie im gerechtesten Verhältnis zu einander ständen, ja, auch noch vom Guten weit überwogen würden, dennoch Etwas sind, was ganz und gar und überhaupt nicht sein sollte."
-Schopenhauer

Sassa Offline

Theophor


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18.11.2010 23:54
#51 RE: Studentenproteste antworten

Diogenes in der Tonne... er hat auf die Leute gewichst, aus seiner Tonne raus und war glücklich.

Zitat
Dabei handelt es sich vermutlich um einen Übersetzungsfehler eines von Seneca geprägten Ausspruches, dass ein Mann mit derart geringen Ansprüchen ebenso gut in einem Pithos, einer „Tonne“, leben könne. Wirklich in einer Tonne gelebt hat Diogenes wohl nie.


Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten.- Karl Kraus

stahlwollvieh Offline

Emofaggot


Beiträge: 2.155
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18.11.2010 23:58
#52 RE: Studentenproteste antworten

Zitat
Ich hab mir überlegt: wenn ich mal sauarschreich bin, kann ich mir alles leisten, was ich will und muss nicht arbeiten, hab also unendlich viel ressourcen um alles zu tun, was ich will. Alles!

Ws weißt du dann eh nix anzufangen mit dem ganzen Geld.^^

Zitat
Ich seh das wie die Epikureer. Ein Mensch ist umso glücklicher, je geringer seine Ansprüche an das Leben sind.

Find ich auch nicht unbedingt überzeugend.
Nur, weil du deine Ansprüche erfüllt hast, heißt das nicht, dass du dauerhaft glücklich bist. Genau genommen stehst du dann ohne Sinn und Ziel im Leben.
Auch, wenn du dir den von dir erwähnten Laptop leistest - kurz erfreust du dich daran, nach 2 Tagen isser ein alltäglicher Gegenstand geworden und macht dich auch nicht mehr "glücklich".
Sicher passt du darauf auf, weil du dir nicht noch mal die ganze Arbeit und Sparerein antun willst, aber das heißt nicht, dass du deshalb permanent im 7. Himmel schwebst.

Hitti Offline

Theophor


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19.11.2010 00:22
#53 RE: Studentenproteste antworten

Zitat
Nur, weil du deine Ansprüche erfüllt hast, heißt das nicht, dass du dauerhaft glücklich bist. Genau genommen stehst du dann ohne Sinn und Ziel im Leben.


Ansprüche an das Leben =|= Ziele im Leben. Versteh also ned, worauf du hinaus willst.

Zitat
Auch, wenn du dir den von dir erwähnten Laptop leistest - kurz erfreust du dich daran, nach 2 Tagen isser ein alltäglicher Gegenstand geworden und macht dich auch nicht mehr "glücklich".


Das hängt eben sehr davon ab, wie man sich den jeweiligen Gegenstand erarbeitete. Ich hab an meinem Laptop immer noch Freude, und ich finds einfach schön, wenn ich daran denk, dass das meine Arbeit is, die es möglich gemacht hat, dass ich ihn benutzen kann. Klingt pathetisch, aber das ist Freude eben auch. So kurz ist die Freude also nicht, und der Punkt ist sogar vielmehr, dass, hätte ich zuviel Geld, die Freude nichtmal ganz am Anfang vorhanden wäre.

Zitat
Sicher passt du darauf auf, weil du dir nicht noch mal die ganze Arbeit und Sparerein antun willst, aber das heißt nicht, dass du deshalb permanent im 7. Himmel schwebst.


Natürlich nicht, das habe ich ja auch ned behauptet.


"Die soeben ausgesprochene nähere Beschaffenheit des Erstaunens, welches zum Philosophieren treibt, entspringt offenbar aus dem Anblick des Übels und des Bösen in der Welt, welche, selbst wenn sie im gerechtesten Verhältnis zu einander ständen, ja, auch noch vom Guten weit überwogen würden, dennoch Etwas sind, was ganz und gar und überhaupt nicht sein sollte."
-Schopenhauer

Hitti Offline

Theophor


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23.11.2010 22:40
#54 RE: Studentenproteste antworten

Heute hat unser Prof nen kleinen "Vortrag" gehalten, ging in etwa so:
"Ich merk übrigens schon, dass der Hörsaal immer leerer wird. Ich weiß auch, dass zahlreiche Leute bereits völlig das Handtuch geworfen haben. Ich hoff trotzdem, dass die meisten nur Spätaufsteher sind. Denn es bringt gar nichts, in die Massenstudienfächer abzuwandern. Da gibts später nämlich keinen Job, während man mit einem Bachelor in Mathematik schon eine gut bezahlte Arbeit findet."

Natürlich muss er, auf verlorenem Posten und vor einem halbleeren Hörsaal stehend, das Mathestudium in den Himmel loben. Aber mich beschleicht das Gefühl, dass er vielleicht mehr als nur Recht hat. Würd ich etwas Derartiges (wie Psychologie oder Publizistik, etc.) studieren, würd ich mir schon Sorgen machen. Ein sicherer Arbeitsplatz is heutzutage eh Rarität, und künftig wird das aufgrund der schlechten Zustände an den Unis auch bei den Akademikern Gang und Gebe sein.

Der Uni-Gipfel is gestern übrigens geplatzt.
http://diepresse.com/home/bildung/univer...&selChannel=500


"Die echten Schriftsteller sind Gewissenbisse der Menschheit."
-Feuerbach

Gray Offline

Theophor


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24.11.2010 01:01
#55 RE: Studentenproteste antworten

Er hat bestimmt recht; Mathematiker werden überall gebraucht und ihre Fähigkeiten sind weitläufig einsetzbar.

ABER: Wie immer gilt - wer nur sein Studium macht hat nicht viel davon. Das gilt ÜBERALL. Man sollte sich während des Studiums so gut es geht spezialisieren und außerhalb des Studiums weiterbilden (wenn man schon kein Zweitstudium macht), z.B. in Form verschiedener Kurse.

Wenn man als Mathematiker bei nem Unternehmen anfangen will und schon 3 Praktika gemacht und einen BWL-Einsteigerkurs gemacht hat, wird man auch mit einem 3er-Schnitt SICHER eher genommen als ein 1er-Student ohne derartige "zusätzliche Qualifikationen". Man sollte darauf achten, ein dreidimensionaler Arbeitnehmer zu sein, sodass sich der Arbeitgeber denkt: "Ja, der sticht hervor". Wenn man 20 Kandidaten hat und 10 davon haben einen 1er-Schnitt ist das schön für die 10, aber es haben halt ALLE von denen einen Einserschnitt und dadurch sticht keiner von ihnen hevor.


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Sassa Offline

Theophor


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24.11.2010 13:08
#56 RE: Studentenproteste antworten

Das beruhigt mich irgendwie.


Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten.- Karl Kraus

A.m.v.P Offline

Dissident


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25.11.2010 16:51
#57 RE: Studentenproteste antworten

Ein Mensch ist so glücklich, wie dien anderen im Verhältnis zu ihm glücklich sind.
Es kommt absolut nicht darauf an, wie viel man selbst hat, sondern darauf, wie viel die anderen im Verhältnis zu einem haben.



Oh my God!
It's WASABI!

Gray Offline

Theophor


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25.11.2010 17:15
#58 RE: Studentenproteste antworten

Öh, nicht, dass ich jez schon im Vorhinein widersprechen will, aber mir fehlt gerade der Zusammenhang zum Thread hier.


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stahlwollvieh Offline

Emofaggot


Beiträge: 2.155
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25.11.2010 19:55
#59 RE: Studentenproteste antworten

So ungern ich auch sonst Gray zustimme, he's got a point thar...

Hitti Offline

Theophor


Beiträge: 1.042
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25.11.2010 20:45
#60 RE: Studentenproteste antworten

Seh ich wie die andern.^^

Aber...

Zitat
Ein Mensch ist so glücklich, wie dien anderen im Verhältnis zu ihm glücklich sind.
Es kommt absolut nicht darauf an, wie viel man selbst hat, sondern darauf, wie viel die anderen im Verhältnis zu einem haben.


...ist natürlich falsch. Sag das mal einem Menschen, der wegen Serotoninmangel an Depressionen erkrankt ist. Es is völlig blunzn, wie unbeschwert und schön sein Leben in diesem objektiven Verhältnis wirken mag, ihm gehts trotzdem meistens total scheiße.
Glück ist objektiv nicht zu fassen, es ist ein VÖLLIG subjektives Gefühl. Ebenso Leid. Wenn in der ersten Welt jemand aufgrund eines Umstandes leidet, der im Vergleich zu den Problemen, mit denen Menschen in der dritten Welt zu kämpfen haben, geradezu lächerlich wirkt, dann hilfts nix; er leidet trotzdem, sofern er es nicht schafft, sich im Angesicht dieser Lächerlichkeit aufzuraffen. Das mag man kritisieren; aber da das Gefühlsleben aller Menschen eben völlig unterschiedlich is, isses eine Dummheit, auf diese Weise die Gefühle anderer Menschen zu analysieren. Wieso Dummheit? Weil man von Dingen spricht, von denen man absolut(!) keine Ahnung hat; in diesem Fall von der Intensität des Leids einer anderen Person. Ein Mensch leidet, genau soviel, wie er eben leidet, genau deswegen, weswegen er leidet. Und niemand weiß, wie groß dieses Leid ist, und wie es beschaffen ist, solange er selbst nicht dieser Mensch ist.

Wenn ein Kind leidet, weils kein Eis bekommt, dann leidet es. Wie mans auch bewerten mag, man hat keine Ahnung, was in dem Kind vorgeht. Es leidet. Das ist der springende Punkt. Und wenn ein Mensch leidet, der im Leben viel mehr erreicht hat, als die Leute in seiner Umgebung, dann kann ma nix machen. Glück und Leid sind subjektiv, und niemand weiß, wie glücklich er im Vergleich zu anderen Menschen ist, oder warum andere Menschen glücklicher sind. Aber alle tuns: Glücklich sein, oder leiden, und das nicht unter Rücksichtnahme darauf, wies anderen Menschen geht.

Das beste Beispiel ist jedem bekannt: Ein Streber, der einen 3er kassiert. Es is so egal, was die anderen hatten, und wenn sie trotzdem alle schlechter waren, es geht ihm einfach ned gut damit, und man mags lächerlich finden, aber es is eben so. Gern schließt man dann von sich selbst auf andere, in dem Fall auf den Streber; eine noch größere Dummheit. Menschen sind verschieden.


"Die echten Schriftsteller sind Gewissenbisse der Menschheit."
-Feuerbach

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