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Dieses Thema hat 108 Antworten
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 Körper & Geist
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Hitti Offline

Theophor


Beiträge: 1.042
Punkte: 1.130

27.10.2010 21:58
#46 RE: Mens sana in corpore sano antworten

Zitat
werts wirklcih intelligent ist, ist anpassungsfähig, kann natürlich sein und dennoch soziale muster annehmen, rollen tauschen und dabei glücklich sein.


Wer wirklich intelligent ist, wird laut Darwin von den anderen Affen verprügelt und aufgefressen.
Na, ernsthaft: Ich sprach von einem "Genie", und nicht von begabten, überdurchschnittlich intelligenten Menschen. Da du ja Quellen verlangst, kann ich dir diesen Link anbieten: http://www.psychosoziale-gesundheit.net/seele/genie.html
Es gab wohl kaum jemals ein psychisch gesundes Genie, das is keine bloße Annahme oder Behauptung, sondern eine kulturhistorisch anerkannte Beobachtung. Psychisch Kranke sind zu den von dir erwähnten sozialen Interaktionen nicht fähig.

Zitat
"wer für sich lebt muss sozial leben"


Nein, kenn ich nicht, und wirkt auf mich so, wies da steht, auch etwas seltsam. Wer ist Urheber des Sagers und in welchem Zusammenhang steht er?

Zitat
herumphilosophieren ist ja schön und gut, aber irgendwelche annahmen machen und in schöne worte ausdrücken ist einfach nicht zielführend und völlig sinnlos.


Das finde ich nicht. Ich verstehe nicht, wieso meine Ansätze (wenn auch von geringerer wissenschaftlicher Qualität) zur Erklärung weniger zielführend und sinnvoll sein sollten, als deine sportpsychologisch herausgearbeiteten Hypothesen. Beides hat dieselbe Beschaffenheit: Die einer Hypothese.

Ich will mal auf meine Aussagen eingehen:

Zitat
-intelligente leute sind sozial inkompetenter


Zitat
Je nachdem, wie ein Kind mit seiner Hochbegabung umzugehen lernt, wird es mehr oder minder große Schwierigkeiten im zwischenmenschlichen Bereich haben. Als gleichermaßen negativ wären Entwicklungen zu werten, bei denen sich das Kind aufgrund dauernder Frustration bzw. dem Gefühl, anders zu sein, mehr und mehr isoliert, oder sich andererseits zu viel auf seine vermeintliche geistige Überlegenheit einbildet.


vgl. http://www.stangl-taller.at/TESTEXPERIME...hochbegabt.html
Aber ganz ehrlich, zu diesem Thema findest du tausende Quellen im Internet.

Zitat
-leute mit hohem iq sind koordinativ unfähiger einfache sportliche übungen auszuführen (alter, gehts noch?)


Auch in diesem Zusammenhang sprach ich nur davon, dass es Menschen mit sehr hohem IQ (Geniegrenze is btw 140) gibt, die nicht mehr in der Lage sind, ein normales Leben zu führen, oder entsprechende Tätigkeiten angemessen durchzuführen. Sie können nicht am Straßenverkehr teilnehmen und wären in einem Fitnessstudio wohl schlechter aufgehoben, als sie es sonst irgendwo sein könnten.
Der Grund dafür ist oftmals eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Form autistischer Verhaltensweisen. Autismus korreliert nebst vieler weiterer psychischer Krankheiten (Schizophrenie, Asperger,...) mit hoher Intelligenz, und daher gibt es (im Übrigen nicht wenige) geniale Menschen, die zu vielen Dingen im Leben nicht in der Lage sind. Etwas anderes habe ich nie behauptet, bitte lies genauer.
vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Hochbegabun..._St.C3.B6rungen

Zitat
-bodybuilding ist im trainingsaufbau kompliziert.


Das mag natürlich Ansichtssache sein, aber recht einfach find ichs ned. Man muss ja gewissermaßen sein ganzes Leben ändern, wenn mans ernsthaft betreiben will. Ich hab schon andere Sportarten in meiner Vergangenheit ausgeübt, aber nichts hat mich bei der Planung und beim Aufbau des Trainings so sehr intellektuell gefordert.

Edit:

Zitat
bodybuilding ist kein harter sport und schon gar nicht immer hölle


Also mein Training is immer Hölle, das kann Wolfi bestätigen.^^
Es hängt wohl sehr davon ab, mit welchen Voraussetzungen man das Training beginnt (Körperfett zb., da brauchts dann ohnehin etwas anderes, als Muskelaufbau). Einen "top-ausgestatteten" Körper bekommt sicher nicht jeder durch geringen Aufwand, denn sonst hätt ihn ja auch jeder.


"Wir werden in dies seltsame Dasein geworfen, das einem Traum mehr ähnelt, als wir uns eingestehen wollen, bringen dann unser Leben mit Schlafen und Essen, mit Freizeit und Arbeit zu, in einer stets ähnlichen Abfolge von Einheiten, die wir Tage nennen, lachen über Schönes und klagen über Schlimmes, werden auch bald wieder fortgerissen, sterbend im Bewusstsein, dass unsere Existenz völlig unbedeutend war, und ich kann mit Worten nicht einmal annähernd beschreiben, wie nüchtern ich dieses Schauspiel, dieses rätselhafte Sein betrachte und wie herzlich egal es mir ist."

stahlwollvieh Offline

Emofaggot


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28.10.2010 02:27
#47 RE: Mens sana in corpore sano antworten

Zitat
sowie boxen oder rudern, die als härteste sportarten zählen.

Naja, Boxen kann halt auch ned jeder machen. Mein Karatetrainer hat auch gemeint, er macht Thaiboxen nur sehr sporadisch, weil man es sich als Akademiker einfach nicht leisten kann, ständig eine auf die Birne zu kriegen.^^
Aber im Ernst, wennst intelligent bist dann wirst es mit Boxen ned lang bleiben...

Zitat
Also mein Training is immer Hölle, das kann Wolfi bestätigen.^^

Wie soll ich das machen bitte? Nur, weil du ständig rumsuderst, du alte Pussy du?^^
Aber zumindest was die Komplexität angeht kann ich Heep zustimmen. Ehrlich gesagt fühle ich mich selbst teilweise einfach krass überfordert, wenn ich mir Gedanken darüber mache, wie ich am besten ergänzendes Training zum Kampfsport gestalten könnte, weil es einfach so viehle Dinge gibt, die eine Rolle spielen, und ich einfach in einer Woche ned genug Zeit hab, das ALLES zu trainieren...
Beim Bodybuilding hast halt wirklich nur den Maximalkraftaspekt und das war's.

Gray Offline

Theophor


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28.10.2010 02:29
#48 RE: Mens sana in corpore sano antworten

Zitat
Naja, Boxen kann halt auch ned jeder machen. Mein Karatetrainer hat auch gemeint, er macht Thaiboxen nur sehr sporadisch, weil man es sich als Akademiker einfach nicht leisten kann, ständig eine auf die Birne zu kriegen.^^
Aber im Ernst, wennst intelligent bist dann wirst es mit Boxen ned lang bleiben...


Ein sehr berechtigter Einwand, allerdings nur, wenn man wettkampforientiert boxt. Boxt man hingegen nur als Training des Körpers, stellt es ein geradezu perfektes Ganzkörpertraining dar. Boxer winnen einfach.


Was glaubst du eigentlich, wer als Sieger aus dem Kampf Guter Karate-Kämpfer vs. Schwergewichtsboxer hervorgeht?


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stahlwollvieh Offline

Emofaggot


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28.10.2010 02:51
#49 RE: Mens sana in corpore sano antworten

S kommt immer drauf an.
Ein Problem ist wohl auch, dass Karate normalerweise ned darauf hintrainiert wird, den Gegner auszuknocken.
Allerdings kann mit guter Kickarbeit den Boxer ziemlich auf Distanz halten (hab in der Hinsicht vor kurzem mal nen ziemlich lustigen MMA-Fight gesehen, wo ein Typ, der eigentlich Boxer iss, gegen einen MMA-Kämpfer mit Ju-Jitsu-Hintergrund [glaub ich] angetreten ist und im Vorhinein noch groß herumgetönt hat, dass ein Boxer jederzeit jeden MMA-Kämpfer besiegen kann, und dass die endlich mal kämpfen sollen wir richtige Männer, anstatt sich da irgendwie schwul am Boden rumzuwälzen... im Endeffekt hat das Ganze so geendet, dass der MMA-Typ den anderen die ganze Zeit mit Kicks auf Distanz gehalten und bearbeitet hat, der Boxer nicht einen einzigen Schlag anbringen hat können und am Ende mit einem einzigen Tritt gegen den Kopf KO gegangen iss... war wirklich ziemlich unterhaltsam mit anzusehn...^^); anders sähe die Sache bei einem Straßenkampf aus, wenn man ned so aufgewärmt ist, die Hose vll auch noch die Beweglichkeit beeinträchtigt und man ohnehin den Konflikt schon in recht geringer Distanz beginnt ist der Boxer ws im Vorteil, weil er anzunehmenderweise einfach mehr das schnell, ansatzlose Schlagen trainiert und v.a. ws auch erheblich mehr fressen kann, am Kopf zumindest.
Auf der anderen Seite find ich's irgendwie recht lustig, dass Boxer offenbar oft Probleme mit den Handgelenk kriegen oder so, wenn sie zu lange auf den Boxsack eindreschen... es würd mich mal wirklich interessieren, wie sich eigentlich ein Boxer ohne Bandagen schlägt, die machen ja das Faust-machen schon fast überflüssig, und verändern vor allem auch die Fausthaltung grundlegend. Die resultierende Fausthaltung ist zwar sicher passend für einbandagierte Fäuste in Handschuhen, aber ohne diesen Faktoren wohl eher suboptimal.
Abgesehen davon wage ich die Ganzkörpertrainingsbehauptung anzuzweifeln.
Ein Boxer weiß einen Scheißdreck mit seinen Beinen anzufangen und kann sich im Bodenkampf sowieso schon mal eingraben. Abgesehen davon wird kaum ein Boxer eine gute Beweglichkeit haben, einen guten Gleichgewichtssinn und dergleichen. Es ist letztendlich eine recht einseitige Fixierung auf zwei der viehlen potenziellen Waffen, die dein Körper zur Verfügung stellt.
Wenn's dir hingegen nur um einen schönen, starken Körper geht ist Boxen ws wirklich ned schlecht.

Gray Offline

Theophor


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28.10.2010 02:59
#50 RE: Mens sana in corpore sano antworten

Ich glaube, dass sich die "Beeinträchtigung" aufgrund der Gewöhnung durch die Bandagen nur minimal auf das Ergebnis des Kampfes auswirkt. Außerdem hat ein Boxer bei vergleichbarem "Status" wie ein Kampfsportler (á la Karate) meist einen besser gebauten Körper und ist mehr ans "Einstecken" gewohnt. Insofern räume ich dem Boxer sehr gute Chancen ein.

Zitat
Abgesehen davon wird kaum ein Boxer eine gute Beweglichkeit haben, einen guten Gleichgewichtssinn und dergleichen.

GERADE eine gute Beweglichkeit ist das um und auf beim Boxen. Gibt ja verschiedene Stile, von denen einige sehr stark bewegungsorientiert sind (z.B. den In-and-Out Style, den ich genial find). Sieh dir mal Muhammad Ali an, dem kannst eine vorzügliche Beweglichkeit ebenfalls nicht absprechen. Warum der Gleichgewichtssinn schwächer ausgebildet sein soll als bei anderen Kampfsportlern, versteh ich nicht ganz. Schließlich ist ein wichtiger Basisfaktor beim Boxen ein sicherer Stand, sodass man bei platzierten Schlägen nicht ins Wanken gerät und sich schön auf die Verteidigung konzentrieren kann. Die Beinarbeit beim Boxen ist überhaupt nicht zu unterschätzen, die ist nämlich tlw. relativ komplex - oder sagen wir eher; schwer.


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stahlwollvieh Offline

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28.10.2010 03:11
#51 RE: Mens sana in corpore sano antworten

Ich weiß ned, ob wir mit "Beweglichkeit" grad wirklich von ein und derselben Sache reden... "Beweglich" meine ich hier gerade im Sinne von "dehnbar".
Und ich glaub ned, dass ein Boxer viehl Wert darauf legt, seine Beine in Kopfhöhe bringen zu können.
Abgesehen davon: "Recht komplex" ist immer noch recht relativ und nicht damit zu vergleichbar, auf den Beinen zu bleiben, wenn man zB Kicks anbringt, die die Grenzen der Beweglichkeit schon ein wenig strapazieren oder wie zB beim Judo ständig seinen Schwerpunkt so zu verlagern, dass einen der andere nicht von den Füßen reißen kann. Insofern hat die Behauptung mit dem Gleichgewicht mMn durchaus ihre Berechtigung. Abgesehen davon finden Karate-, Judo- und eine Menge anderer Kampfsportwettkämpfe auf Matten statt, die es noch einmal erheblich schwerer machen, das Gleichgewicht zu halten.
Dass Boxer einen dMn "besser" gebauten Körper haben liegt glaube imho schlichtweg daran, dass die wichtigen und hautpsächlich beanspruchten Muskelgruppen anders verteilt sind.
Abgesehen davon ist es ohnehin schon mal lustig, einen Karateka statusmäßig mit einem Boxer zu vergleichen... was nimmst du da bitte vergleichsweise her als Kriterium?

Gray Offline

Theophor


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28.10.2010 03:24
#52 RE: Mens sana in corpore sano antworten

Beweglichkeit =/= Flexibilität. Flexibilität wird tatsächlich nicht groß geschrieben beim Boxen. Ist jetzt imho aber auch gar nicht so wichtig; beim Kampf benötigt der Boxer ja keine Tritte in Kopfhöhe (da nicht erlaubt).

Zitat
Dass Boxer einen dMn "besser" gebauten Körper haben liegt glaube imho schlichtweg daran, dass die wichtigen und hautpsächlich beanspruchten Muskelgruppen anders verteilt sind.


Ich behaupte jetzt mal ganz einfach sehr keck, dass ein durchschnittlicher Boxer mehr Muskelmasse haben als durchschnittliche Kämpfer klassischer Kampfsportarten.

Zitat
Abgesehen davon ist es ohnehin schon mal lustig, einen Karateka statusmäßig mit einem Boxer zu vergleichen... was nimmst du da bitte vergleichsweise her als Kriterium?


Alles mögliche - Zeitraum der Ausbildung, Maß der Angesehenheit bzw. des Könnens in Relation zu anderen Menschen, die den entsprechenden Kampfsport ausüben; eine halbwegs vernünftige Orientierungsskala halt. Gerade bei Kampfsport, wo man sich ja direkt messen kann in Form von Wettbewerben ist das ja nicht so problematisch.


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stahlwollvieh Offline

Emofaggot


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28.10.2010 03:33
#53 RE: Mens sana in corpore sano antworten

Zitat
beim Kampf benötigt der Boxer ja keine Tritte in Kopfhöhe (da nicht erlaubt).

Imho zB schon mal ein Defizit. Klar benötigt der Boxer das nicht, aber dann ist es auch ein wenig überheblich zu sagen, dass Boxen so ein tolles Allroundtraining wär...

Zitat
Ich behaupte jetzt mal ganz einfach sehr keck, dass ein durchschnittlicher Boxer mehr Muskelmasse haben als durchschnittliche Kämpfer klassischer Kampfsportarten.

Schon möglich, so what?
Ich bin kein Experte in der Hinsicht, ist es falsch zu sagen, dass sich Boxer doch in erster Linie auf ihre Armkraft verlassen...?

Zitat
Alles mögliche - Zeitraum der Ausbildung, Maß der Angesehenheit bzw. des Könnens in Relation zu anderen Menschen, die den entsprechenden Kampfsport ausüben; eine halbwegs vernünftige Orientierungsskala halt. Gerade bei Kampfsport, wo man sich ja direkt messen kann in Form von Wettbewerben ist das ja nicht so problematisch.

Alles ein bissl Wischiwaschi, aber wohl die beste Möglichkeit.^^
Das mit dem "besser" gebauten Körper ist ein wenig Ansichtssache, aber wohl korrekt, wenn man von landläufigen Schönheitsidealen ausgeht.
Das mit dem Einstecken stimmt ziemlich sicher, ist aber auf Dauer halt auch alles andere als gesund, das ist es mir ganz ehrlich ned wirklich wert, dass ich mir da ständig die Birne weichprügeln lass, um ans Einstecken gewöhnt zu sein, und dafür mich 40 einen Hirnschaden habe, dass mich meine Großmutter füttern muss bis zum bitteren Ende...

Gray Offline

Theophor


Beiträge: 2.786
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28.10.2010 04:02
#54 RE: Mens sana in corpore sano antworten

Zitat
Imho zB schon mal ein Defizit. Klar benötigt der Boxer das nicht, aber dann ist es auch ein wenig überheblich zu sagen, dass Boxen so ein tolles Allroundtraining wär...


Wieso? Du hast beim Boxen eben viele Aspekte viel stärker betont als bei anderen Kampfsportarten. Allen voran Muskelkraft und Ausdauer, die beide sehr intensiv drangenommen werden. Dann natürlich alle grundlegenden Sachen, die fürs Kämpfen wichtig sind (Schnelligkeit, Beweglichkeit, Präzision, schnelle Angriffe, gutes Blockverhalten, die damit einhergehende Verbesserung der Reflexe), dabei ist ein einfaches Boxtraining (nur für die Muskeln + Ausdauer/Cardio) sogar ohne Trainer, nur mithilfe eines Boxsacks und Handschuhen möglich. Das ist ein großer Vorteil.

Zusätzlich bleibt zu betonen, dass die "fehlende" Flexibilität absolut kein nennenswerter Makel ist, da man sich Flexibilität problemlos abseits vom Boxtraining (durch Dehnen vor/nach dem Training etc) aneignen kann.

Zitat
Ich bin kein Experte in der Hinsicht, ist es falsch zu sagen, dass sich Boxer doch in erster Linie auf ihre Armkraft verlassen...?

Armkraft ist nur ein Teil, der nicht einmal so wichtig ist. Wichtiger ist eine starke Brustmuskulatur und generell verschiedene Muskelgruppen beim Torso. Schließlich holst du die Power beim Schlag ja nicht rein aus dem Arm, sondern v.a. aus der Bewegung des Körpers/Torsos. Rückenmuskulatur kommt auch ned zu kurz. Beinmuskulatur auch ned, die richtige Trainingsweise (auch nur mit Boxsack verwirklichbar) vorrausgesetzt.


Zitat
Das mit dem "besser" gebauten Körper ist ein wenig Ansichtssache, aber wohl korrekt, wenn man von landläufigen Schönheitsidealen ausgeht.


Nicht nur schönheit, auch generelle Praktikabilität nach Maßstab der Effektivität. Durch Boxtrianing bekommst du einen Körper der stark ist, schnell ist, ausdauernd ist, beweglich ist - was will man mehr fürs Survival? Das verstehe ich unter "Allround". vor allem, das nochmal zu betonen, weil Boxen eben leicht und schnell zu erlernen ist und wichtige Boxübungen problemlos am Sack gemacht werden können.


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Heep Offline

Whistleblower

Beiträge: 80
Punkte: 80

28.10.2010 13:51
#55 RE: Mens sana in corpore sano antworten

@hitti: das zitat stammt von Ulrich Beck. Es steht im Zusammenhang mit der sozialpsychologischen Theorie der optimalen Distinktion unter selbstkonzept. -> googlen, gibt viel material, wennst es ned weißt. dass genies sozial inkompetenter sind glaub ich schon. genies hast aber erst du in deinem post zur diskussionsgrundlage gemacht.

wir sprechen hier von intelligenten personen, die geistig in der lage sind, ihren körperlichen und geistigen zustand zu reflektieren und diesen im sinne einer zielführenden intervention beeinflussen können. psych(isch)o(somatisch?) kranke genies haben weing mit dem thema zu tun. personen mit iq unter 130 sind noch immer hochintelligent und sollten kein problem damit haben, einen fuß vor den anderen zu setzen. und da wirds auch keine großen unterschiede zur breiten masse geben. dass autisten oder anderwertig kranke da rausfallen ist kein argument. und wie auch schon erwähnt: intelligente personen können sozial leben, wenn sie nur wollen. auch in unteren altersschichten. und auch intelligente personen haben sich mit den interessen von normalen personen deckende.

im vergleich zu anderen sportarten ist bodybuilding einfach im trainingsaufbau, und nicht anstrengend. alleine, dass in jeder schnellkraftsportart, und inzwischen sogar spielsport und teilweise sogar ausdauersportarten wie langlauf "bodybuilding" ein teil vom training ist zeigt doch, dass die anderen sportarten komplexer sind.

ich sprach von wissenschaftlichen hypothesen, hergeleitet und aus einer wissenschaftlichen fragestellung heraus generiert und die durch a paar komissionen durchgehen muss. das unterscheidet die deine doch grundlegend von den von mir dargestellten. mag schon sein, dass hier im forum wissenschaft nicht gültig ist, aber ich dachte mir, dass in dem fall doch aufgrund von vorhandensein von fundiertem, auf standardisierten studien basiertes wissen geschätzt wird und spekulationen damit wegfallen. wer spekulieren will, soll es weiterhin tun, aber das auch so bekannt geben.

@die anderen beiden: ich glaub der kampf wär a gutes unentschieden ;) ein boxer wird den karateka nicht erwischen, während dieser auch nicht in dessen reichweite kommen darf, weil die faust doch sehr schnell beschleunigt wird und ihn auf keinen fall treffen dürfen. wettkampfmäßig boxen ist tatsächlich nicht gerade intelligenzförderlich. jede kampfsportart ist ein tolles ganzkörpertraining, und boxen ganz besonders. die beinarbeit ist trotz nicht benötigter beweglichkeit sehr schnell und wendig und trainiert diese nunmal auf andere weise. boxen ist außerdem tatsächlich ausdauerlastiger als karate.

wenns wen interessiert, ich hab heute ein kleines anforderungsprofil für meine sportart, in dem fall sprint, erstellen müssen, das kann ich hier ja reingeben: (da geht es darum, welche faktoren bei der trainingsplanung berücksichtigt werden müssen)

Konditionelle Faktoren:
Kraft
Schnellkraft: Wichtigste Dimension der Kraft für Kurzstreckensprinter. Sowohl im Startphase als auch in fliegender Phase entscheidend.
Maximalkraft: Wesentlicher Faktor für die Beschleunigung des Körpers. Wesentlich für Schnelligkeit.
Reaktivkraft: den Dehnungs-Verkürzungszyklus zu nützen bringt zusätzliche Vortriebskräfte, die Bodenkontaktzeit verkürzen, um einen maximalen Kraftstoß in die optimale Richtung in optimaler Bodenkontaktzeit zu realisieren.
Kraftausdauer: als „Standvermögen“ wichtig, um Technik und Geschwindigkeit über 100m bzw. 200m aufrecht erhalten zu können
Stabilität: sowohl Rumpf als auch Beinachsenzentrierte Stabilität sind Voraussetzung für optimale Kraftübertragung und dienen auch der Verletzungsprophylaxe.
Ausdauer
Ausdauerleistungsfähigkeiten sind von geringerer Bedeutung, wenn zu beachten 2 Dimensionen:
Grundlagenausdauer: Zur verbesserten Regenerationsfähigkeit
Anaerobe Ausdauer: verbesserter laktazider Stoffwechsel - gewinnt mit Zunahme der Distanz an Bedeutung.
Konstitutionelle Faktoren
Beweglichkeit: Voraussetzung für optimale Technik
Koordinative Faktoren
Koordinative Fähigkeiten: als Voraussetzung zur besseren Trainierbarkeit. Spannungs/Entspannung timen, Bewegungsgenauigkeit in Laufbewegungen, sensorische Informationen, vor allem propriozeptiver und kinästhetischer Herkunft ideal verarbeiten können, Rhythmusfähigkeit
Bewegungstechnik: Schnelligkeit hängt wesentlich mit der Technik zusammen.
Gleichgewicht: weiter als Voraussetzung für optimale Technik
Schnelligkeit: als zentrales Element im Sprint.
Reaktionsfähigkeit: Akustisch, auf den Startschuss in kürzester Zeit reagieren
Sporttaktik
Taktische Fähigkeiten sind für Kurzstreckensprint von geringer bis keiner Bedeutung.
Psychische Faktoren:
Kognitionen: Aufmerksamkeit bzw. genauer Konzentration um in sehr kurzer Zeit sämtliche Erfahrungen aus dem Training umsetzen zu können und auf Startschuss optimal reagieren zu können.
Aktivierung/Emotionen: ideale Aktivierung vor Wettkampf um Bewegungstechnik optimal abrufen zu können. Evtl. Vorstartprogramm.
Motivation: ähnlich wie Aktivierung/Emotion. Zielsetzungstraining, Prognosetraining, Nichtwiederholbarkeit

Gray Offline

Theophor


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28.10.2010 14:12
#56 RE: Mens sana in corpore sano antworten

Zitat
ich glaub der kampf wär a gutes unentschieden ;) ein boxer wird den karateka nicht erwischen, während dieser auch nicht in dessen reichweite kommen darf, weil die faust doch sehr schnell beschleunigt wird und ihn auf keinen fall treffen dürfen. wettkampfmäßig boxen ist tatsächlich nicht gerade intelligenzförderlich. jede kampfsportart ist ein tolles ganzkörpertraining, und boxen ganz besonders. die beinarbeit ist trotz nicht benötigter beweglichkeit sehr schnell und wendig und trainiert diese nunmal auf andere weise. boxen ist außerdem tatsächlich ausdauerlastiger als karate.


Ich stimme deinem theoretischen Modell des Kampfes zu. Aber gehen wir davon aus, dass der Kampf so lange weitergeht, bis einer liegt; dann wird der Boxer wahrscheinlich gewinnen. Warum? Weil er, wie du richtig sagst, eine bessere Kondition hat als der Karateka (Gott is das Wort scheiße, das muss echt ma gesagt werden). Das heißt er wird im Endeffekt länger durchhalten als dieser und sobald sein Gegner körperlich schlappzumachen beginnt, wird auch dessen Schnelligkeit leiden, und die Gewalt des Boxers kann sich durchsetzen.

BTW: Warum sagst du "nicht benötigter Beweglichkeit"? Meinst du mit Beweglichkeit nun Beweglichkeit, oder - wie SWV - Flexibilität im Sinne des Bein-über-den-Kopf-kriegens? Falls du ersteres meinst, möchte ich behaupten, dass man nicht pauschal sagen kann, dass Boxer keine beweglichen Beine benötigen (eben aufgrund der teilweise sehr flinken Beinarbeit).


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Heep Offline

Whistleblower

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Punkte: 80

28.10.2010 14:27
#57 RE: Mens sana in corpore sano antworten

beweglichkeit=im weiten sinne dehnbarkeit des muskel-sehnen systems, eigentlich bezeichnet als gelenkigkeit. mit koordinativer wendigkeit (als deine "beweglichkeit) hast du natürlich recht.es ist nur einfach kein leistungsbestimmender faktor, einen spagat zu können. beim karateka schon ;-)
kondition=alle energetisch abhängigen körperlichen leistungen, incl. kraft. das was du meinst, ist schlicht "ausdauer".

Gray Offline

Theophor


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28.10.2010 14:51
#58 RE: Mens sana in corpore sano antworten

Zitat
kondition=alle energetisch abhängigen körperlichen leistungen, incl. kraft.


Was is das für eine komische Definition von Kondition? Wikipedia sagt jetzt: "im Sport das Leistungsvermögen bezüglich Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Ausdauer", was in unserem Fall (einem Kampf) ja eigentlich zutreffend ist, oder? Also als Grund, warum der Boxer auch bei Miteinbezug deines Szenarios über den Karateka (uhhh) eher siegen wird als umgekehrt.


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stahlwollvieh Offline

Emofaggot


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28.10.2010 15:11
#59 RE: Mens sana in corpore sano antworten

Lol, ich liebe diese sinnlose Karate vs. Boxing-Spekulation hier...^^
Ich kann grundsätzlich Heeps Szenario auch befürworten, möchte aber hinzufügen, dass es im Endeffekt hauptsächlich darauf ankommen wird, wie trittstark der Karateka ist, wie der Kampf ausgeht. Natürlich kosten Kicks und der vergleichsweise tiefere Stand mehr Energie als der hohe Stand und die Schläge des Boxers, dementsprechend dauern Karatekämpfe letztendlich auch nicht so lang wie Boxkämpfe. Nur stellt sich halt die Frage, ob sich das wirklich ergibt, dass die da dann eine halbe Stunde lang Fangen spielen, bis der Karateka eingeht.^^
Ich glaub zusammenfassend kann man sagen, dass bei fehlender zeitlicher Beschränkung der Kampf in erster Linie dadurch entschieden wird, ob der Karateka seinen Beinvorteil ausnutzen und ein paar entscheidende Tritte landen kann oder nicht.
Leider find ich den besagten MMA-Kampf nicht mehr, das war doch recht amüsant... ;)

Gray Offline

Theophor


Beiträge: 2.786
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28.10.2010 15:23
#60 RE: Mens sana in corpore sano antworten

Naja, die Spekulation ist interessant von einem kampfsportlichen Aspekt; und zwar welche Vor- bzw. Nachteile zwei komplett verschiedene Kampfsportarten haben.


Der vergleichsweise große Energieverlust beim Treten - das ja, wie wir festgestellt haben, die einzige sinnvolle Angriffsmöglichkeit für den Karateka (errrrrrrr) darstellt, ohne sich in höchste Gefahr durch Eintreten der Reichweite des Boxers zu begeben, verbunden mit der in unserem theoretischen Modell wahrscheinlich um einiges besseren Ausdauer des Boxers führen zu mehreren Möglichkeiten. Zuerst muss natürlich gesagt werden, dass es verschiedene Boxstile gibt, auch welche, die stark auf Beweglichkeit und weniger auf mörderisch explosive Schläge bauen, aber gehen wir hier nun von einem Angriffsboxer aus, der mehr auf seinen körperlichen Vorteil baut, und gehen wir außerdem davon aus, dass beide nicht durch Überheblichkeit oder Fehleinschätzung der Situation falsche Entscheidungen treffen (also der Karatekämpfer beginnt, offensiv und auf Nahkontakt zu kämpfen bzw. der Boxer andauernd versucht, heftige Schläge zu landen und dabei sinnlos Energie verschwendet).
a) Der KarateKAAAAA (buÄAH) versucht die ganze Zeit zu kicken und verbrennt dabei seine Energie, bis er am Schluss einen Nachteil hat aufgrund seiner fortschreitenden Erschöpfung.
b) Der Karateka (rrrrrraaaa) hat sich a) durch den Kopf gehen lassen und bleibt deshalb eher defensiv. Er versucht, platzierte Tritte zu setzen und bleibt ansonsten einfach durch seine Schnelligkeit ausserhalb der Reichweite des Boxers. Hierdurch wird der Ausgang des Kampfes weiter verzögert, weil der Karateka (YYYIIIII) seine Kräfte sinnvoller einsetzt, aber der Ausgang wird wohl der gleiche bleiben, da der Boxer gleich 2 Vorteile hat (seine bessere Grundausdauer und die höhere Energieeffizienz seiner sinnvollen Angriffsmöglichkeit)

fällt noch wem was ein?


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