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Dieses Thema hat 88 Antworten
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 Körper & Geist
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Bench Offline

Dissident

Beiträge: 85
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27.05.2009 11:21
#61 RE: KampfSPORT antworten
In Antwort auf:
Die Philosophie muss ausreichend sein, weil allein durch ihr (gedankliche Auseinandersetzung) und durch die soziale Praxis solche Attribute gestärkt werden, und der Kampfsport eben, wie du sagst, nur passiv dazu beiträgt. Er kann verbessern, aber es als notwendig anzusehen, Kampfsport zu trainieren, um überhaupt diese Eigenschaften im ausreichenden Maß zu besitzen (und nicht nur "oberflächlich"), ist eine der Aussagen, die für mich eine offensichtliche Subjektivität oder "Befangenheit" wiederspiegeln.


Kampfsport ist nicht essentiel notwendig es gibt auch andere Möglichkeiten - da hast du sicher Recht. Nur die Theorie die man in der Philosophie erlernt ist und kann nicht so viel wert sein wie die Praxis die man in Kampfsportarten u.ä. erhält! Natürlich bin ich befangen aber gleichzeitig bin ich erfahrener in dem Gebiet wie wir schion hatten. Für mich wichtig ist das die Philosophie theoretisch ist und der Kampfsport diese theoretischen Attriute praktisch Umsetzt und fördert!

In Antwort auf:
Es würde auch bedeuten, dass man nur durch Kampfsport diese für ein angemessenes Sozialverhalten teilweise extrem wichtigen Eigenschaften erhalten kann, was doch sehr abstrus anmutet.



NÚR sicher nicht aber meiner bisherigen Erfahrung nach ist Kampfsport eine der besten Möglichkeiten einige Attribute des Sozialverhaltens zu verbessern und sich andere allgemein anzueignen.

In Antwort auf:
Aufgrund welcher Umstände? Denn genau darum gehts, für mich ist auch Kampfsport ganz klar Gewalt. Darauf bist du nicht wirklich eingegangen.


Umstände: gegenseitiger Respekt, eigen Disiplin, Selbstverantwortung, Regelwerk, Kampfrichter

In Antwort auf:
So war meine Aussage nicht gemeint, das hab ich wohl ein bisschen unverständlich ausgedrückt. Ich wollte nur sagen, dass für mich bezüglich der Gewaltfrage kein Unterschied zwischen einem offenen Kampf oder einem Training dafür bzw. dem fairen Duell oder dem geregelten Kampf liegt. Es ist und bleibt alles Gewalt.


Nunja ich definiere Gewalt anders, Kampfsport artet sicher oft in Gewalt aus, muss aber nicht zwangsmßig Gewalttätig sein. Zudem ist Gewalt ein Attribut mit dem man meiner Meinung nach umgehen lernen muss um sie zu behrrschen und dazu gehört auch GEwaltanwendung! (aber hier scheiden sich denke ich unsere Geister)

In Antwort auf:
Wieder ein Argument, dass für andere Sportarten oder Tätigkeiten im selben Maß gilt. Abermals als Beispiel das Klettern.


Andere Sportarten fordern teilweise ähnliche/gleiche Atribute wie Kamfpsport, aber wie ich vorhin schon beschrieben habe nicht in dem gleichen Ausmaß und Vielfalt. Die Kunst des Kämpfens ist und bleibt der König des Sportes, den nirgendsd fordert man soviele versch. Geistige und Körperliche Fähigkeiten auf einmal.
Hitti Offline

Theophor


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27.05.2009 14:16
#62 RE: KampfSPORT antworten

In Antwort auf:
Kampfsport ist nicht essentiel notwendig es gibt auch andere Möglichkeiten - da hast du sicher Recht.

Danke.

In Antwort auf:
Nur die Theorie die man in der Philosophie erlernt ist und kann nicht so viel wert sein wie die Praxis die man in Kampfsportarten u.ä. erhält!

Genau. Zum Beispiel, diese als richtig empfundenen Attribute in der Praxis dadurch umzusetzen, dass man sie im Sozialleben auch tatsächlich in der Form vertritt, oder dass man Extremsituationen am eigenen Leib erlebt und dadurch die Erfahrung zwangsläufig sammeln muss. Mehr Praxisnähe wirst du nirgends finden, auch nicht im Kampfsport.

In Antwort auf:
NÚR sicher nicht aber meiner bisherigen Erfahrung nach ist Kampfsport eine der besten Möglichkeiten einige Attribute des Sozialverhaltens zu verbessern und sich andere allgemein anzueignen.

Meiner Meinung nach stellst du Kampfsport verständlicherweise auf ein Podest, weil es einfach einen wirklich wichtiger Bereich deines Lebens darstellt. Ich kann das nachvollziehen, denn auch ich würde es gutheißen, wenn sich jeder Mensch mit Philosophie beschäftigen würde, weil es für das Zusammenleben und für das Verstehen sozialer Wechselwirkungen, sowie für das Aneignen gewisser Ansichten und das Hinterfragen mancher Dinge enorm wichtig sein kann. Dennoch muss ich mir vor Augen halten, dass es auch tugendhafte und mit diesen Attributen in einem angemessenen Maß ausgestattete Menschen gibt, welche absolut nichts mit Philosophie zu tun haben. Dass der Großteil der Gesellschaft weder Zivilcourage noch Mitgefühl, Gnade oder andere Tugenden besitzt, kann aber kein Argument dafür sein, dass sich jene Menschen mit Kampfsport, Philosophie o.ä. beschäftigen müssen, die mehr oder weniger zu Erweiterung dieser positiven Verhaltensformen führen können. Denn nur jemand, der bereits mit diesen Attributen überhaupt ausgestattet ist (was meiner Ansicht nach bereits reicht), wird sich dafür interessieren, und das angeeignete Wissen (oder Können) dann auch richtig umzusetzen oder zu schätzen wissen.

In Antwort auf:
Umstände: gegenseitiger Respekt, eigen Disiplin, Selbstverantwortung, Regelwerk, Kampfrichter

Nichts davon schließt für mich den Gewaltbegriff aus. Wobei die Allgemeindefinition auf meiner Seite ist, denn wo keine Gewalt vorkommt, kann sich auch niemand verletzen (egal ob gewollt oder ungewollt). Die Beteiligten sind und bleiben zwei Menschen, die zum Ziel haben, sich Schaden zuzufügen. Ein Boxkampf wäre, wenn die von dir genannten Umstände Gewalt ausschließen würden, per definitionem in den meisten Fällen ebenfalls gewaltlos.

In Antwort auf:
Zudem ist Gewalt ein Attribut mit dem man meiner Meinung nach umgehen lernen muss um sie zu behrrschen und dazu gehört auch GEwaltanwendung!

Ich hab gelernt, mit Gewalt gar nicht umzugehen, denn erst dadurch kann ich sie richtig beherrschen (oder unterdrücken). Und Gewalt ist sicherlich kein Attribut.

In Antwort auf:
Die Kunst des Kämpfens ist und bleibt der König des Sportes, den nirgendsd fordert man soviele versch. Geistige und Körperliche Fähigkeiten auf einmal.

Siehe mein Gedanke im längeren Absatz. Kampfsport ist für dich der König des Sports, aber deine Erfahrung ist begrenzt.

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Bench Offline

Dissident

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27.05.2009 15:04
#63 RE: KampfSPORT antworten

In Antwort auf:
Genau. Zum Beispiel, diese als richtig empfundenen Attribute in der Praxis dadurch umzusetzen, dass man sie im Sozialleben auch tatsächlich in der Form vertritt, oder dass man Extremsituationen am eigenen Leib erlebt und dadurch die Erfahrung zwangsläufig sammeln muss. Mehr Praxisnähe wirst du nirgends finden, auch nicht im Kampfsport.


Die Sache ist die, dass dich Kampfsportarten sehr gut auf solche Situationen vorbereiten und zur eigenen Überwinudng führen!

In Antwort auf:
Meiner Meinung nach stellst du Kampfsport verständlicherweise auf ein Podest, weil es einfach einen wirklich wichtiger Bereich deines Lebens darstellt.



Ja ich stelle Kampfsport auf ein Podest ;) Ein Podest der mMn mehr als Gerechtfertigt ist und wenig mit dem, dass ich ihn betreibe sondern viel mehr mit den Erfahrungen die ich gemacht haben ( vorallem das Verhalten langjähriger Kämpfer in ihrem Alltag)


In Antwort auf:
Ich kann das nachvollziehen, denn auch ich würde es gutheißen, wenn sich jeder Mensch mit Philosophie beschäftigen würde, weil es für das Zusammenleben und für das Verstehen sozialer Wechselwirkungen, sowie für das Aneignen gewisser Ansichten und das Hinterfragen mancher Dinge enorm wichtig sein kann. Dennoch muss ich mir vor Augen halten, dass es auch tugendhafte und mit diesen Attributen in einem angemessenen Maß ausgestattete Menschen gibt, welche absolut nichts mit Philosophie zu tun haben. Dass der Großteil der Gesellschaft weder Zivilcourage noch Mitgefühl, Gnade oder andere Tugenden besitzt, kann aber kein Argument dafür sein, dass sich jene Menschen mit Kampfsport, Philosophie o.ä. beschäftigen müssen, die mehr oder weniger zu Erweiterung dieser positiven Verhaltensformen führen können..


Manche Tugenden müssennicht zwangsmäßig herausgearbeitet werden (auch wenn es sicher nicht schlecht ist). Aber erweitertes Mitgefühl, Zivilcourage und vorallem Selbstverantwortung fehlen in unserer Gesellschaft beinahe komplett. Warum benötigen wir einen so hohen Grad an Überwachung, warum benötigen wir so viele Polizisten, es gibt zahlreiche Fälle die diesen Mangel bestätigen!

In Antwort auf:
Denn nur jemand, der bereits mit diesen Attributen überhaupt ausgestattet ist (was meiner Ansicht nach bereits reicht), wird sich dafür interessieren, und das angeeignete Wissen (oder Können) dann auch richtig umzusetzen oder zu schätzen wissen


Beispiel Boxlager -Resozialisierungscamps - das anfängliche Unbehagen verwandelt sich schnell in eine positive Bestimmung ( Erfahrugsberichte)

In Antwort auf:
Nichts davon schließt für mich den Gewaltbegriff aus. Wobei die Allgemeindefinition auf meiner Seite ist, denn wo keine Gewalt vorkommt, kann sich auch niemand verletzen (egal ob gewollt oder ungewollt). Die Beteiligten sind und bleiben zwei Menschen, die zum Ziel haben, sich Schaden zuzufügen. Ein Boxkampf wäre, wenn die von dir genannten Umstände Gewalt ausschließen würden, per definitionem in den meisten Fällen ebenfalls gewaltlos.


Naja muss ich dir Recht geben, diese Kämpfe sind gewaltvoll - nur definiere ich hier GEwalt nicht rein negativ sondern eher in der Urform als neutral. Aus den oben genannten Gründen ^^


In Antwort auf:
Ich hab gelernt, mit Gewalt gar nicht umzugehen, denn erst dadurch kann ich sie richtig beherrschen (oder unterdrücken). Und Gewalt ist sicherlich kein Attribut.


Gewalt ist ein menschliches Attribut und das zu verleugnen ist finde ich ziemlich baluäugig. Zuoft kommt es vor das friedvolle "Pazifisten" durch die Möglichkeit oder einen äußeren Zwang plötzlich zu Gewalthandlungen neigen. Es liegt in der menschlichen Natur!
Du unterdrückst sie - was für viele Menschen ihr ganzes Leben lang reicht. Ich versuche sie zu beherrschen - auch wenn ich noch lange nicht soweit bin, als dass ich mir anmuten würde sie wirklich zu beherrschen.

In Antwort auf:
Siehe mein Gedanke im längeren Absatz. Kampfsport ist für dich der König des Sports, aber deine Erfahrung ist begrenzt.

Natürlich ist meine Erfhaurng begrenzt aber vieleich kannst du mir ein einziges Beispiel nennen, in welchen ähnlich viele geistige und körperliche Attribute gefördert werden. Der Kampf an sich ist nunmal vom taktischen verständnis, Entschlossenheit über Balancevermögen und Standhaftigkeit zur Kraft und Ausdauer, die Sportart die rein nach Vernunft am meisten abverlangen muss.

Ich bin so frei und erläutere hier alle Attribute die man für den Kampf aktiv fördern muss:

Körperlich:
Kraft - Maximalkraft, Schnellkraft, Kraftausdauer (je nach Kampfsportart zu unterschiedlichen teilen)
Kraftkoordination - absolute Muskelkoordination und Köprerspannung im ganzen Körper, sowie auch Balance in jede Richtung mit einem und mit zwei Füßen (manche sogar mit den Händen - Capoeria)
Dehnung - Gelenke sowie auch alle Sehnen werden immer wieder gedehnt (trainiert) auch hier wieder im gesamten Körper
Ausdauer - Aerobe udn Anaerobeausdauer werden gefördert da die Belastungen im Kampf extrem unterschiedlich sind und auch keine direkten Intervalle darstellen

bei den körperlichen Attributen ist vorallem zu bedenken, dass bei den meisten Kampfsportarten jene am ganzen Körper trainiert werden was den großen Unterschied zu vielen anderen Sportarten darstellt. (Die Spezialisierung vorallem im Spitzensportbereich, der anderen Sportarten , ist hier eigentlich das große Übel)

Geistig:
Taktisches Verständins - Fehler in der Verteidigung, Angriffe etc.
Körpereinschätzung - wie agiert mein Körper natürlich wie kanne ich diese Aktionen benützen...
Entschlossenheit, Disziplin - weiter zu gehen/trainieren, stark zu sein aber auch Schwäche zeigen können, Geistige Barrieren überwinden
Selbstvertrauen, Tapferkeit, geistige Stabilität

und das wichtigste Aufmerksamkeit, Bewusstsein (vorallem in CMA) - sich der Welt in der man lebt stärker bewusst werden.

Hitti Offline

Theophor


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27.05.2009 15:37
#64 RE: KampfSPORT antworten

In Antwort auf:
Die Sache ist die, dass dich Kampfsportarten sehr gut auf solche Situationen vorbereiten und zur eigenen Überwinudng führen!

Ja, und das ist wirklich eine toll. Fraglich bleibt nach wie vor, ob man sich auf solche Situationen überhaupt irgendwie vorbereiten kann und ob der Kampfsport unbedingt notwendig dafür ist oder ob es noch andere Möglichkeiten gibt. Eine Sache, die ein wichtiger Bestandteil unserer Diskussion war, und bei der du ja bereits mit mir übereinstimmst.

In Antwort auf:
Ja ich stelle Kampfsport auf ein Podest ;) Ein Podest der mMn mehr als Gerechtfertigt ist und wenig mit dem, dass ich ihn betreibe sondern viel mehr mit den Erfahrungen die ich gemacht haben

Fakt bleibt, dass diese Meinung ("König des Sports" etc.) hochgradig subjektiv und daher ohne jegliche Relevanz für das Ziel unserer Diskussion sein wird.

In Antwort auf:
Manche Tugenden müssennicht zwangsmäßig herausgearbeitet werden (auch wenn es sicher nicht schlecht ist). Aber erweitertes Mitgefühl, Zivilcourage und vorallem Selbstverantwortung fehlen in unserer Gesellschaft beinahe komplett. Warum benötigen wir einen so hohen Grad an Überwachung, warum benötigen wir so viele Polizisten, es gibt zahlreiche Fälle die diesen Mangel bestätigen!

Und du hältst ernsthaft den Kampfsport für eine Möglichkeit, dies zu verbessern? Und weiter unten verwendest du den Begriff "blauäugig"?^^ Glaubst du, ich streite diesen Mangel ab? Diese Situation besteht, weil wir Menschen sind. Egoistische und gierige Lebewesen, und daran wird sich nie etwas ändern.


In Antwort auf:
Beispiel Boxlager -Resozialisierungscamps - das anfängliche Unbehagen verwandelt sich schnell in eine positive Bestimmung

Ja, wieder eine ganz tolle Sache. Dennoch handelt es sich hierbei um Menschen, die ein Ventil für ihre fehlgeleitete Gewalt brauchten. Mit unserer eigentlichen Diskussion, die sich damit beschäftigt, warum ein Mensch, der Gewalt ablehnt, sich für einen Kampfsport und dessen positive Effekte interessiert, hat das äußerst wenig zu tun.

In Antwort auf:
nur definiere ich hier GEwalt nicht rein negativ sondern eher in der Urform als neutral.

Sorry, aber meiner Meinung nach ist das nichts anderes als eine Ausrede, um die Gewalt des Kampfsportes auszublenden. Weiters ist mir nicht völlig klar, was du mit "in der Urform" sagen willst.

In Antwort auf:
Gewalt ist ein menschliches Attribut und das zu verleugnen ist finde ich ziemlich baluäugig. Zuoft kommt es vor das friedvolle "Pazifisten" durch die Möglichkeit oder einen äußeren Zwang plötzlich zu Gewalthandlungen neigen. Es liegt in der menschlichen Natur!
Du unterdrückst sie - was für viele Menschen ihr ganzes Leben lang reicht. Ich versuche sie zu beherrschen - auch wenn ich noch lange nicht soweit bin, als dass ich mir anmuten würde sie wirklich zu beherrschen.

Gewalt ist nichts anderes als ein Trieb, und meine rationale Ader schafft es, jenen zu verweigern. Natürlich bleibt er Teil von mir und gehört zu meiner Natur (etwas anderes hab ich nie behauptet, der Begriff "Attribut" ist im Kontext mit einem Substantiv einfach falsch), dennoch brauch ich mich damit nicht zu beschäftigen. Wieso sollte ich Gewalt beherrschen, wenn sie doch sowas von unwichtig für mich ist? Für jemanden, der mit diesem Trieb nicht klarkommt, wäre es natürlich eine gute Möglichkeit, sich damit auseinanderzusetzen (Stichwort: Boxcamps).

In Antwort auf:
Natürlich ist meine Erfhaurng begrenzt aber vieleich kannst du mir ein einziges Beispiel nennen, in welchen ähnlich viele geistige und körperliche Attribute gefördert werden.

Kampfkunst, wie sie P.C.R beschrieben hat (bzw., wie ich sie verstanden habe). Der Versuch, die Bewegungen möglichst exakt durchzuführen. Jede mögliche Form akrobatischer Sportarten, einfach alles, wodurch die körperliche wie die geistige Intelligenz gefördert werden. Die beste Möglichkeit wäre sicher eine Kombination aus mehreren Sportarten. Da ich mich mit Sport nicht besonders gut auskenne, kann ich dir nicht wirklich eine gute Antwort darauf geben. Ob die Kampfkunst "die beste Sportart der Welt" ist oder nicht, spielt ja auch keine Rolle. Es geht nach wie vor hauptsächlich um den Aspekt der Gewalt und darum, wie sehr man sich das Handeln in allgemeinen und extremen Lebenssituationen erleichtern kann.

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Bench Offline

Dissident

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27.05.2009 16:09
#65 RE: KampfSPORT antworten

In Antwort auf:
Ja, und das ist wirklich eine toll. Fraglich bleibt nach wie vor, ob man sich auf solche Situationen überhaupt irgendwie vorbereiten kann und ob der Kampfsport unbedingt notwendig dafür ist oder ob es noch andere Möglichkeiten gibt. Eine Sache, die ein wichtiger Bestandteil unserer Diskussion war, und bei der du ja bereits mit mir übereinstimmst.


Wie gesagt man kann sich darauf vorbereiten und meiner bissherigen Erfahrung nach ist das durch Kampfsport sehr gut möglich.

In Antwort auf:
Fakt bleibt, dass diese Meinung ("König des Sports" etc.) hochgradig subjektiv und daher ohne jegliche Relevanz für das Ziel unserer Diskussion sein wird.


König des Sports ist natürlich sehr subjektiv und provokan formuliert ;) Und dennoch von Wichtigkeit - immer wieder habe ich mMn notwendige EIgenschaften angeführt, welche man durch Kampfsport erreichen kann (nicht erreichen muss) und in dieser Hinsicht fertigte ich diese Auflistung an.

In Antwort auf:
Und du hältst ernsthaft den Kampfsport für eine Möglichkeit, dies zu verbessern? Und weiter unten verwendest du den Begriff "blauäugig"?^^ Glaubst du, ich streite diesen Mangel ab? Diese Situation besteht, weil wir Menschen sind. Egoistische und gierige Lebewesen, und daran wird sich nie etwas ändern.


jo so san ma numoi - argh hitti um genau das geht es mir, man kann sich verändern und braucht diese egoistische und gierige Natur nicht einfach hinnehmen. Aber man muss hart an sich arbeiten wo wir wieder beim Kampfsport sind.Änderungen im großen werden wohl kaum stattfinden aber es geht weniger darum die Welt zu ändern als sich selbst zu ändern - den nur so kann man die Welt wirklich verbessern.


In Antwort auf:
Ja, wieder eine ganz tolle Sache. Dennoch handelt es sich hierbei um Menschen, die ein Ventil für ihre fehlgeleitete Gewalt brauchten. Mit unserer eigentlichen Diskussion, die sich damit beschäftigt, warum ein Mensch, der Gewalt ablehnt, sich für einen Kampfsport und dessen positive Effekte interessiert, hat das äußerst wenig zu tun.


Ventil für Gewalt ist ein Teilbereich der Effekte solcher Lager (siehe mein Beitrag dazu) - es hat sehr viel mit unserer eigentlichen Diskussion zu tun. Menschen schaffen es sich tiefgreifend zu ändern ( die meisten älteren Fälle von diesen Lagern sind auch nicht mehr rückfällig geworden als sie wieder, aus welchem Grund auch immer, mit Kampfsport aufhörten. Eben wegen den Lehren die sie in dieser Zeit bekamen: Selbstachtung, Respekt vor dem Leben und der Gesundheit anderer, Disziplin etc.

In Antwort auf:
Sorry, aber meiner Meinung nach ist das nichts anderes als eine Ausrede, um die Gewalt des Kampfsportes auszublenden. Weiters ist mir nicht völlig klar, was du mit "in der Urform" sagen willst.


Urform: Der Begriff Gewalt stammt von „walten“ und hat somit die ursprünglich neutrale Bedeutung „etwas bewirken zu können“. (http://www.gewalt-online.de/gewalt.php). Wiso sollte ich die Gewalt ausblenden? Natürlich existiert sie, aber vorallem gute Kampfsportler lernen mit ihr, wie schon oft erwöhnt, umzugehen. Für viele Menschen spielt der Umgang mit Gewalt zwar ihr Leben lang keine Rolle, Aber das unterdrücken von Gewalt anstatt sie zu kontrollieren ist in meinen Augen fahrlässig.

In Antwort auf:
Wieso sollte ich Gewalt beherrschen, wenn sie doch sowas von unwichtig für mich ist?


Weil sie sonst falls du in einer Situation bist wo sie ausbrechen zu droht (ohne es zu lernen kannst du geistig noch so gut drauf zu sein du bekommst dich selbst nicht mehr unter KOntrolle) - nicht wirklich damit hantieren gelernt hast, was in meinen Augen fahrlässig ist.

In Antwort auf:
Kampfkunst, wie sie P.C.R beschrieben hat (bzw., wie ich sie verstanden habe). Der Versuch, die Bewegungen möglichst exakt durchzuführen. Jede mögliche Form akrobatischer Sportarten, einfach alles, wodurch die körperliche wie die geistige Intelligenz gefördert werden.


Falsch verstanden - so interpretieren leider zahlreiche Trainer heuzutage Kampfkunst. Im wesentlichen kann man keine klare Linie zwischen Kampfkunst und Kampfsport ziehen. Bei Kampfkünsten steht aber vor allem der geistige, philosophische Hintergrund im Vordergrund.

In Antwort auf:
Die beste Möglichkeit wäre sicher eine Kombination aus mehreren Sportarten. Da ich mich mit Sport nicht besonders gut auskenne, kann ich dir nicht wirklich eine gute Antwort darauf geben. Ob die Kampfkunst "die beste Sportart der Welt" ist oder nicht, spielt ja auch keine Rolle. Es geht nach wie vor hauptsächlich um den Aspekt der Gewalt und darum, wie sehr man sich das Handeln in allgemeinen und extremen Lebenssituationen erleichtern kann.


Es spielt keine Rolle wie Kampfsport im vergleich zu anderen SPortarten ist? ABer um genau das dreht sich ein großer Teil unserer Diskussion ;) Weil man meiner Meinung eine passende Kombination die eben für zahlreiche Situationen essentiel sind vorallem durch Kampfsport erlernt.

Hitti Offline

Theophor


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27.05.2009 16:35
#66 RE: KampfSPORT antworten

In Antwort auf:
jo so san ma numoi - argh hitti um genau das geht es mir, man kann sich verändern und braucht diese egoistische und gierige Natur nicht einfach hinnehmen. Aber man muss hart an sich arbeiten wo wir wieder beim Kampfsport sind.Änderungen im großen werden wohl kaum stattfinden aber es geht weniger darum die Welt zu ändern als sich selbst zu ändern - den nur so kann man die Welt wirklich verbessern.

Dann kann man sich in dieser Hinsicht einigen, dass es für mich und für wenige andere Menschen nicht notwendig ist, Kampfsport zu betreiben, um sich in dieser Hinsicht weiterzuentwickeln. Ich nehme diese egoistische und gierige Natur ebenfalls nicht hin, genau wie ich meinen natürlichen Drang zur Gewalt nich hinnehme. Dafür halte ich es unter anderem für wichtig, mich von der Gewalt wegzuentwickeln und nicht zu ihr hin.


In Antwort auf:
Menschen schaffen es sich tiefgreifend zu ändern ( die meisten älteren Fälle von diesen Lagern sind auch nicht mehr rückfällig geworden als sie wieder, aus welchem Grund auch immer, mit Kampfsport aufhörten. Eben wegen den Lehren die sie in dieser Zeit bekamen: Selbstachtung, Respekt vor dem Leben und der Gesundheit anderer, Disziplin etc.

Wie schon gesagt, eine so ausgeführte Form der Gewalt kann für wenige Einzelfälle nicht schaden, wenn man die von dir erwähnten notwendigen "Lehren" berücksichtigt.

In Antwort auf:
Wiso sollte ich die Gewalt ausblenden? Natürlich existiert sie, aber vorallem gute Kampfsportler lernen mit ihr, wie schon oft erwöhnt, umzugehen. Für viele Menschen spielt der Umgang mit Gewalt zwar ihr Leben lang keine Rolle, Aber das unterdrücken von Gewalt anstatt sie zu kontrollieren ist in meinen Augen fahrlässig.

Gewalt, die sich gezielt gegen eine Person richtet, kann wohl schlecht neutral sein.
Aber sind wir uns nun darüber einig, dass auch der reglementierte und mit den Techniken des Kampfsportes ausgeführte Kampf Gewalt darstellt?
Da hast du etwas wichtiges nicht verstanden. Dadurch, dass ich die Gewalt unterdrücke, kontrolliere ich sie. Es liegt ein großer Unterschied zwischen "unter der Oberfläche brodeln lassen" und mit etwas abgeschlossen zu haben. Gewalt spielt für mich keine Rolle, und aufgrund meines Stoizismus wird sie wie alle anderen Triebe kontrolliert.

In Antwort auf:
Weil sie sonst falls du in einer Situation bist wo sie ausbrechen zu droht (ohne es zu lernen kannst du geistig noch so gut drauf zu sein du bekommst dich selbst nicht mehr unter KOntrolle) - nicht wirklich damit hantieren gelernt hast, was in meinen Augen fahrlässig ist.

Halte ich nicht für notwendig. Ich kann mich wie gesagt sehr gut kontrollieren, und ich kann mir keine einzige Situation vorstellen, in der ich diese Kontrolle verlieren würde. Wie hoch kann schon die Wahrscheinlichkeit sein, in eine solche Situation (bitte um Beispiel) zu geraten?

In Antwort auf:
Im wesentlichen kann man keine klare Linie zwischen Kampfkunst und Kampfsport ziehen. Bei Kampfkünsten steht aber vor allem der geistige, philosophische Hintergrund im Vordergrund.

Ich hätte die Linie darin gezogen, dass Kampfkunst sich mehr auf das Geistige, auf die Ästhetik und die Genauigkeit der körperlichen Ausführung verlegt, während beim Kampfsport der Wettkampf, der Ehrgeiz, das Selbstbewusstsein und die Gewalt im Vordergrund steht. Vielleicht kannst du dadurch nachvollziehen, wieso mir die Kampfkunst eher zusagt.

In Antwort auf:
Es spielt keine Rolle wie Kampfsport im vergleich zu anderen SPortarten ist? ABer um genau das dreht sich ein großer Teil unserer Diskussion ;)

Dann haben wir in dieser Hinsicht aneinander vorbeigeredet. Mein Standpunkt ist hauptsächlich der, dass keine Gewalt (und damit kein Kampfsport) nötig sein muss, um all die von dir erwähnten positiven Effekte des Kampfsportes genießen zu können. Es funktioniert auch mit anderen Methoden, Sportarten, Philosophien.









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Bench Offline

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27.05.2009 17:02
#67 RE: KampfSPORT antworten

In Antwort auf:
Dann kann man sich in dieser Hinsicht einigen, dass es für mich und für wenige andere Menschen nicht notwendig ist, Kampfsport zu betreiben, um sich in dieser Hinsicht weiterzuentwickeln. Ich nehme diese egoistische und gierige Natur ebenfalls nicht hin, genau wie ich meinen natürlichen Drang zur Gewalt nich hinnehme. Dafür halte ich es unter anderem für wichtig, mich von der Gewalt wegzuentwickeln und nicht zu ihr hin.


Kann ich gut verstehen, nur durch den inneren Konflikt mit Gewalt entwickelten sich beinahe alle großen KampfKÜNSTLER weg von Gewalt! Kampfsport wird ebenfalls der Konflik mit der Gewalt gesucht - ein weckenwtickeln schaffen hierbei aber denke ich nicht alle.

In Antwort auf:
Wie schon gesagt, eine so ausgeführte Form der Gewalt kann für wenige Einzelfälle nicht schaden, wenn man die von dir erwähnten notwendigen "Lehren" berücksichtigt.


Und genau das ist für mich der maßgebende Punkt ;)


In Antwort auf:
Gewalt, die sich gezielt gegen eine Person richtet, kann wohl schlecht neutral sein.
Aber sind wir uns nun darüber einig, dass auch der reglementierte und mit den Techniken des Kampfsportes ausgeführte Kampf Gewalt darstellt?
Da hast du etwas wichtiges nicht verstanden. Dadurch, dass ich die Gewalt unterdrücke, kontrolliere ich sie. Es liegt ein großer Unterschied zwischen "unter der Oberfläche brodeln lassen" und mit etwas abgeschlossen zu haben. Gewalt spielt für mich keine Rolle, und aufgrund meines Stoizismus wird sie wie alle anderen Triebe kontrolliert.


Doch wenn man diese Gewalt in Freundschaft oder zumindest und der Vorraussetzung das beide die Gewalt anerkennen - dann kann sie neutral sein.

Mir ist der Unterschied bewusst aber ich denke, dass es ohne Konfrontation mit Gewalt in Kampfsportarten deine Kontrolle beschränkt ist. Ich weiß das du über eien gute Selbsteinschätzung verfügst und ich weiß dass du dich ausgesprochen gut kontrollieren kannst, aber in einer Situation wo du "einfach angegriffen" wirst. Überfall, Schlägerei ohen Vorwahnung gibt es bei dem Treffer des Schlages kaum eine Möglichkeit neutral zu bleiben, wenn man nicht mit der Materie genau vertraut ist. (Randbeispiel und für das alltägliche Leben generell für viele Menschen zu vernachlässigen - nur ein verstecktes GEfahrenpotential - vor allem bei jenen die sich absolut nicht damit auseinandersetzen)

In Antwort auf:
Ich hätte die Linie darin gezogen, dass Kampfkunst sich mehr auf das Geistige, auf die Ästhetik und die Genauigkeit der körperlichen Ausführung verlegt, während beim Kampfsport der Wettkampf, der Ehrgeiz, das Selbstbewusstsein und die Gewalt im Vordergrund steht. Vielleicht kannst du dadurch nachvollziehen, wieso mir die Kampfkunst eher zusagt.



Ästhetik ist eine Krankheit der Moderne die die Kampfkunst immer wieder befällt nicht mehr. SIe bezieht sich mehr auf das geistige aber auch Gewalt spielt eine gewisse Rolle. Vlt mach ich die Tage mal nen Thread zu kampfkunst/Sport auf - sollte interesse dafür bestehen

In Antwort auf:
Dann haben wir in dieser Hinsicht aneinander vorbeigeredet. Mein Standpunkt ist hauptsächlich der, dass keine Gewalt (und damit kein Kampfsport) nötig sein muss, um all die von dir erwähnten positiven Effekte des Kampfsportes genießen zu können. Es funktioniert auch mit anderen Methoden, Sportarten, Philosophien.


Ja wahrscheinlich hast du Recht nur meine bisherigen Erfhaurngen haben eben gezeigt das Kampfkünster extrem gut mit den geistigen und auch körperlichen Attributen bestückt sind - in einer besseren Kombination als ich es sonst iwo gesehen habe.

Hitti Offline

Theophor


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27.05.2009 17:12
#68 RE: KampfSPORT antworten
In Antwort auf:
Und genau das ist für mich der maßgebende Punkt ;)

"Wenige Einzelfälle", beschreibend für die von mir schon oft erwähnten Menschen, die ein allgemeines Problem mit Gewalt haben. Ich denke nicht, dass das für dich der maßgebende Punkt ist.

In Antwort auf:
Überfall, Schlägerei ohen Vorwahnung gibt es bei dem Treffer des Schlages kaum eine Möglichkeit neutral zu bleiben, wenn man nicht mit der Materie genau vertraut ist.(Randbeispiel und für das alltägliche Leben generell für viele Menschen zu vernachlässigen - nur ein verstecktes GEfahrenpotential - vor allem bei jenen die sich absolut nicht damit auseinandersetzen)

Wo wir wieder bei meinem anfänglichen Gedankengang wären. Man kann solchen Auseinandersetzungen aus dem Weg gehen, und für die speziellen und seltenene Fälle, in denen man das nicht mehr kann (im Prinzip dein Beispiel), trainiere ich nicht jahrelang täglich Kampfsport.

In Antwort auf:
Ästhetik ist eine Krankheit der Moderne die die Kampfkunst immer wieder befällt nicht mehr. SIe bezieht sich mehr auf das geistige aber auch Gewalt spielt eine gewisse Rolle.

Ästhetik ist ein Wort, nicht mehr und nicht weniger. Wenn jemand seinen Körper gut koordinieren kann und, sagen wir mal, eine Kür aufführt, wird so etwas sicher gewissermaßen schön anzusehen sein. Wieso "befällt" dies die Kampfkunst?

---
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Bench Offline

Dissident

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Punkte: 85

28.05.2009 09:46
#69 RE: KampfSPORT antworten

In Antwort auf:
"Wenige Einzelfälle", beschreibend für die von mir schon oft erwähnten Menschen, die ein allgemeines Problem mit Gewalt haben. Ich denke nicht, dass das für dich der maßgebende Punkt ist.


Ich habe wenige Einzelfälle - als Situationen definiert ^^ und auf diese Situationen, die zwar sehr selten sind, aber sehr gefährlich wenn sie auftreten sind für mich mit unter die wichtigeren Faktoren.


In Antwort auf:
Wo wir wieder bei meinem anfänglichen Gedankengang wären. Man kann solchen Auseinandersetzungen aus dem Weg gehen, und für die speziellen und seltenene Fälle, in denen man das nicht mehr kann (im Prinzip dein Beispiel), trainiere ich nicht jahrelang täglich Kampfsport.



Nunja für mich heißt Zivilcourage auch eingreifen - ich würde, unabhängig ob iwer den ich kenne beteiligt ist, in eine unausgeglichene Kampfhandlung in der Leben, Leib oder Besitz einer anderen Person in Gefahr sind eingreifen. Den Situationen immer nur ausweichen birgt ein ziemliches Problempotential ( natürlich vermeide ich sonst auch jeden STraßenkampf wenn er mit mir zu tun hat, aber sobald andere Leute die sich vielleicht nicht wehren können betroffen sind, sehe ich es als meine Pflicht die SItuation zu schlichten.

In Antwort auf:
Ästhetik ist ein Wort, nicht mehr und nicht weniger. Wenn jemand seinen Körper gut koordinieren kann und, sagen wir mal, eine Kür aufführt, wird so etwas sicher gewissermaßen schön anzusehen sein. Wieso "befällt" dies die Kampfkunst?


Die Ästhetik zerstört in vielen Fällen die natürlichen Bewegungsabläufe und die Effektivtät des Systems. Schwere Haltungen die der Muskelförderung dienen werden abgestützt um schöner auszusehen, schläge in Formen geführt die keinerlei Kampfrelevanz haben, etc. Und das zerstört die Kampfkunst. Natürlich gibt es Akrobatische Kampfsportarten wie Capoeria u.ä. in denen Takt und Ästhetik siet anbeginn eine Rolle spielen. Jene Kampfkünste sind aber meist ohne wirkliche Kampftauglichkeit.

Hitti Offline

Theophor


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28.05.2009 10:04
#70 RE: KampfSPORT antworten

In Antwort auf:
Ich habe wenige Einzelfälle - als Situationen definiert ^^ und auf diese Situationen, die zwar sehr selten sind, aber sehr gefährlich wenn sie auftreten sind für mich mit unter die wichtigeren Faktoren.

Wie gesagt, dafür trainier ich nicht Kampfsport, weil ich denke, dass ich auch so mit der Situation klarkommen und mich unter Kontrolle haben würde. Nochmals meine Bitte bezüglich eines Beispiels für einen derartigen Fall.

In Antwort auf:
Nunja für mich heißt Zivilcourage auch eingreifen - ich würde, unabhängig ob iwer den ich kenne beteiligt ist, in eine unausgeglichene Kampfhandlung in der Leben, Leib oder Besitz einer anderen Person in Gefahr sind eingreifen. Den Situationen immer nur ausweichen birgt ein ziemliches Problempotential ( natürlich vermeide ich sonst auch jeden STraßenkampf wenn er mit mir zu tun hat, aber sobald andere Leute die sich vielleicht nicht wehren können betroffen sind, sehe ich es als meine Pflicht die SItuation zu schlichten.

Ja natürlich, das wäre ein bedeutsamer Grund, um eine Kampfsportart zu erlernen. Damit kommen wir aber auch wieder auf mein Argument bezüglich (Selbst-)Verteidigung zurück, dass ich zu Beginn gebracht habe. Dass ich diesen seltenen Situationen ausweiche, bedeutet, dass ich versuche, es gar nicht erst soweit kommen zu lassen, und nicht, dass ich an einem Mädchen, das gerade vergewaltigt wird, vorbeigehen würde. Wie effektiv meine Hilfe dabei wäre, sei dahingestellt, aber wenn Aussicht auf Erfolg besteht, würde ich es zumindest versuchen.

In Antwort auf:
Schwere Haltungen die der Muskelförderung dienen werden abgestützt um schöner auszusehen, schläge in Formen geführt die keinerlei Kampfrelevanz haben, etc. Und das zerstört die Kampfkunst. Natürlich gibt es Akrobatische Kampfsportarten wie Capoeria u.ä. in denen Takt und Ästhetik siet anbeginn eine Rolle spielen. Jene Kampfkünste sind aber meist ohne wirkliche Kampftauglichkeit.

Na und? Wie gesagt, darin würde ich die Linie zwischen Kampfsport und Kampfkunst ziehen.

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Bench Offline

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28.05.2009 13:48
#71 RE: KampfSPORT antworten

In Antwort auf:
Wie gesagt, dafür trainier ich nicht Kampfsport, weil ich denke, dass ich auch so mit der Situation klarkommen und mich unter Kontrolle haben würde. Nochmals meine Bitte bezüglich eines Beispiels für einen derartigen Fall.


Beispiele habe ich doch schon gebracht, aber hier noch ein paar (Goody bye Ratio):

mehrer Schläge einstecken
sehen wie geliebte Menschen attackiert werden
unter starken Schmerzen befindlich die eine andere Person auslöst
etc.

In Antwort auf:
Ja natürlich, das wäre ein bedeutsamer Grund, um eine Kampfsportart zu erlernen. Damit kommen wir aber auch wieder auf mein Argument bezüglich (Selbst-)Verteidigung zurück, dass ich zu Beginn gebracht habe. Dass ich diesen seltenen Situationen ausweiche, bedeutet, dass ich versuche, es gar nicht erst soweit kommen zu lassen, und nicht, dass ich an einem Mädchen, das gerade vergewaltigt wird, vorbeigehen würde. Wie effektiv meine Hilfe dabei wäre, sei dahingestellt, aber wenn Aussicht auf Erfolg besteht, würde ich es zumindest versuchen.



Nunja dennoch wissen die meisten Menschen nicht wie sie agieren sollen und halten sich deswegen raus oder noch schlimmerer Fall sie agieren völlig falsch und der Täter tötet einen selbst... Wobei wenn man entschlossen hin geht und agiert ist es immer besser, egal ob Kampfsport hin oder her.

In Antwort auf:
Na und? Wie gesagt, darin würde ich die Linie zwischen Kampfsport und Kampfkunst ziehen.


Ich mach die Tage mal dazu nen Thread auf ;)Es sind einfach viele Faktoren zu berücksichtigen

Hitti Offline

Theophor


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28.05.2009 14:04
#72 RE: KampfSPORT antworten
In Antwort auf:
mehrer Schläge einstecken
sehen wie geliebte Menschen attackiert werden
unter starken Schmerzen befindlich die eine andere Person auslöst

Das einzige Szenario, das mir dabei durchaus realistisch wenn auch selten erscheint, ist jenes, spontan mehrere Schläge einzustecken. Und bei diesem ist es meiner Meinung nach definitiv möglich, die Kontrolle über sich zu behalten.
Wenn geliebte Menschen attackiert werden, sieht das natürlich anders aus. Unbedingt problematisch finde ich es in diesem Fall aber nicht, wenn man seinen Trieben insofern kontrollierten, aber freien Lauf lässt, dass man den Angriff unterbinden kann. Man muss kein Kampfsportler sein, um den Kopf der attackierenden Person nicht 20 Mal gegen ne Laterne zu knallen und 10 Sekunden darauf zu fragen: "Was hab ich getan?"
Abgesehen davon sind all diese Szenarien nicht unbedingt so häufig, dass sie an jeder Straßenecke vorkommen. Und - ich wiederhole mich - dafür lerne ich keine Kampfsportart. Ich kann mich nicht auf jede zu einer winzigen Wahrscheinlichkeit vorkommende Situation im Leben vorbereiten, viel wichtiger sind die Dinge, von denen ich weiß, dass ich damit früher oder später konfrontiert werde.


In Antwort auf:
Ich mach die Tage mal dazu nen Thread auf ;)Es sind einfach viele Faktoren zu berücksichtigen

Wäre wahrscheinlich insofern recht interessant, da für mich allein beim Begriff Kampfkunst eindeutig die Kunst im Vordergrund steht, und für dich der Kampf (was ich nicht ganz nachvollziehen kann). Darauf schließe ich aufgrund unserer Markierungen (s.o.) und aufgrund deiner Aussage, dass die Ästhetik offenkundig schädlich für die Kampfkunst sei, weil dadurch Kampfrelevanz und Kampftauglichkeit zu leiden hätten.

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Bench Offline

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28.05.2009 15:45
#73 RE: KampfSPORT antworten

In Antwort auf:
Das einzige Szenario, das mir dabei durchaus realistisch wenn auch selten erscheint, ist jenes, spontan mehrere Schläge einzustecken. Und bei diesem ist es meiner Meinung nach definitiv möglich, die Kontrolle über sich zu behalten.
Wenn geliebte Menschen attackiert werden, sieht das natürlich anders aus. Unbedingt problematisch finde ich es in diesem Fall aber nicht, wenn man seinen Trieben insofern kontrollierten, aber freien Lauf lässt, dass man den Angriff unterbinden kann. Man muss kein Kampfsportler sein, um den Kopf der attackierenden Person nicht 20 Mal gegen ne Laterne zu knallen und 10 Sekunden darauf zu fragen: "Was hab ich getan?"
Abgesehen davon sind all diese Szenarien nicht unbedingt so häufig, dass sie an jeder Straßenecke vorkommen. Und - ich wiederhole mich - dafür lerne ich keine Kampfsportart. Ich kann mich nicht auf jede zu einer winzigen Wahrscheinlichkeit vorkommende Situation im Leben vorbereiten, viel wichtiger sind die Dinge, von denen ich weiß, dass ich damit früher oder später konfrontiert werde.


Ich geb dir ja Recht, aber ich denke, dass sich nur die wenigsten Menschen wirklich so kontrollieren können ;)
Naja das Szenario ist nicht so häufig - nur durch Kampfsport werden ja wie gesagt noch zahlreiche andere Attribute gefördert. Ich habe dafür noch ein paar Beispiele:
Besuchte gestern ne Erste Hilfe Stunde und habe bei jedem gestellten Szenario auch instinktiv richtig reagiert ( dich richtige Antwort gegeben) aufgrund meiner Kampfsportlichen Erfahrung wusste ich einfach genug über den menschlichen Körper. Die Erstehilfe Lehrerin war relativ erstaunt als ich nicht nur die anatomisch richtigen Antworten gab sondern ihr auch andere Griffmöglichkeiten gezeigt habe, die wie sie meint auhc funktionieren würden.

stahlwollvieh Offline

Emofaggot


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03.11.2010 01:41
#74 RE: KampfSPORT antworten

Hab mir heute mit 'nem Heimkollegen (ebenfalls Karateka) mal ne ordentliche Sparringssession gegeben...
Mit Aufwärmen/Dehnen ca. 2h (!) trainiert, allerdings nicht dauernd volle Härte, sondern mal mit ein paar lockeren Übungen zum reinkommen angefangen, dann nur mit den Fäusten und erst nach vll der ersten Stunde oder so hamma dann die Beine inkludiert und dann immer so locker vor uns hin gekämpft, immer wieder a bissl quatscht dazwischen und so, so hält man das eig recht gut durch.
Mehrere Dinge habe ich gelernt heute:
- Schienbeine müssen einiges einstecken. Hochkommende Kicks mit dem eigenen Bein zu blocken kann für beide recht schmerzhaft werden, unser beider rechtes Schienbein wird morgen ws über und über blau sein...^^
- Dass man bei Roundhousekicks das Knie mindestens so hoch haben soll wie der Aufschlagspunkt des Fußes liegt und man entweder waagrecht oder eher sogar von oben treten soll dabei macht plötzlich tatsächlich Sinn, meine Schienbeine können ein Lied davon singen...
- Etrat Sportgel wird in der Zukunft mein bester Freund werden
- Der Tischtennisraum bei uns im Heim eignet sich ausgezeichnet für wurflose kampfsportliche Betätigung
- irgendetwas Wichtiges, das ich mittlerweile vergessen habe... *grummel*

stahlwollvieh Offline

Emofaggot


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03.11.2010 14:01
#75 RE: KampfSPORT antworten

Weiß wieder, was der letzte Punkt war:
Ich kann jetzt aus eigener Erfahrung bestätigen, wie grauslich Kicks gegen den Oberschenkel sind. Ich glaube mal gehört zu haben, dass die auf irgendeinen fetten Nerv zielen, und genauso fühlt es sich an, tut sauweh, so a gschissener, stechender Schmerz (wir ham das extra mal ausprobiert^^)...

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