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Dieses Thema hat 88 Antworten
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 Körper & Geist
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Hitti Offline

Theophor


Beiträge: 1.042
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26.05.2009 21:33
#46 RE: KampfSPORT antworten

In Antwort auf:
Und diese Erfahrungen findest du in keinen anderen Sportarten so stark.

Genau das glaube ich nicht, und hier sind wir bei einem Punkt, bei dem auch du dir aufgrund persönlicher Erfahrung nicht sicher sein kannst. Ich denke, dass es sehr viele Sportarten gibt, bei denen du mit dieser (einen, speziellen) Extremsituation konfrontiert wirst. Die Bedrohung, verletzt oder getötet zu werden, hast du in beinahe allen Extremsportarten, beispielsweise im Klettern (also im richtigen, nicht dieses Zeug in der Halle) etc. Solche Sachen kann man auch als "Kampf" bezeichnen, nur ist es ein Kampf mit sich selbst gegen die Schwerkraft (oder was auch immer), und man benötigt keinen Gegner dafür. Die Angst, verletzt zu werden (oder, im Falle der Arbeit als Team, zu verletzen), ist genauso da. Nur Gewalt ist keine im Spiel, sondern reine körperliche und geistige Intelligenz.

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Nicht Sieg sollte der Sinn einer Diskussion sein, sondern Gewinn.

Bench Offline

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26.05.2009 21:41
#47 RE: KampfSPORT antworten

In Antwort auf:
Genau das glaube ich nicht, und hier sind wir bei einem Punkt, bei dem auch du dir aufgrund persönlicher Erfahrung nicht sicher sein kannst. Ich denke, dass es sehr viele Sportarten gibt, bei denen du mit dieser (einen, speziellen) Extremsituation konfrontiert wirst. Die Bedrohung, verletzt oder getötet zu werden, hast du in beinahe allen Extremsportarten, beispielsweise im Klettern (also im richtigen, nicht dieses Zeug in der Halle) etc. Solche Sachen kann man auch als "Kampf" bezeichnen, nur ist es ein Kampf mit sich selbst gegen die Schwerkraft (oder was auch immer), und man benötigt keinen Gegner dafür. Die Angst, verletzt zu werden (oder, im Falle der Arbeit als Team, zu verletzen), ist genauso da. Nur Gewalt ist keine im Spiel, sondern reine körperliche und geistige Intelligenz.


Auch bei Extremsportarten gibt es logischerweis Extremsituationen nur kann man sie absolut nicht mit einem Kampf vergleichen. In eigentlich allen Extremsportarten wird der ArdenalinRAUSCH gesucht, man lässt sich vollkommen darauf ein und das Ratio und vorallem das motorische GEdächtnis werden einzig allein auf Überleben eingestellt. Diese Situation versetzt dich in einen Schockzustand (der auch bei vielen Kampfsportlern wenn sie nicht oft genug kämpfen vorkommt). Man überlebt durch den Adrenalinrausch und Schockzustand und lässt sich darauf ein. Im Kampf hingegen kontrolliert man ihn man lernt sich selbst in dieser Shocksituation besser kennen und man lernt mit ihr besser zu hantieren. Beim Freeclimbing z.B. wäre dieser Umgang mit der Situation inakzeptabel und würde in den meisten Situationen zum Tod führen.

Hitti Offline

Theophor


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26.05.2009 21:54
#48 RE: KampfSPORT antworten

Das heißt, dass der einzige Grund, eine Kampfsportart auszuführen, tatsächlich nur der Kampf selbst ist. Denn dort kommt es zu diesen speziellen Situationen, welche vermutlich nicht vergleichbar sind mit den Situationen, die man in anderen Sportarten erlebt. Nur logisch, wie kann man dennoch, wenn man Gewalt grundsätzlich ablehnt, tagtäglich dafür trainieren, um jene ausführen zu können? Da verzichte ich doch lieber auf dieses eine Erlebnis und auf diese eine Erfahrung, denn wieviel Praxisrelevanz hat dieses Fähigkeit, mit einer Schocksituation hantieren zu können, denn schon?

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Bench Offline

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26.05.2009 22:08
#49 RE: KampfSPORT antworten

In Antwort auf:
Das heißt, dass der einzige Grund, eine Kampfsportart auszuführen, tatsächlich nur der Kampf selbst ist. Denn dort kommt es zu diesen speziellen Situationen, welche vermutlich nicht vergleichbar sind mit den Situationen, die man in anderen Sportarten erlebt. Nur logisch, wie kann man dennoch, wenn man Gewalt grundsätzlich ablehnt, tagtäglich dafür trainieren, um jene ausführen zu können? Da verzichte ich doch lieber auf dieses eine Erlebnis und auf diese eine Erfahrung, denn wieviel Praxisrelevanz hat dieses Fähigkeit, mit einer Schocksituation hantieren zu können, denn schon?


Beim Kampfsport geht es um den Kampf selbst da hast du Recht (Tuniere etc. etc.) Aber bei Kampfkunst wo Philosophie Ethik etc dahinter stehen geht es im wesentlichen um das bewusste Agieren, Situationsunabhängig! Die Systeme sind oft auch nicht darauf ausgelegt Gewalt mit GEwalt zu bekämpfen - sondern man lernt die Kraft des Gegners gegen ihn zu lenken - man agiert als Spiegel der Gewalt und lehrt ihn, dass sein agieren falsch ist. Ich habe dir doch mal bei einer Meditation die Geschichte eines Tai Chi Meisters erzählt. (Für alle andern: Ein junger, lkraftvoller Kampfsporter hält sichfür unbesiegbar und das gesamte Dorf fürchtet ihn - er denkt sie respektieren ihn - nach einiger Zeit begegnet er einem alten Mann den er attackiert, dieser weicht ihm im Kampf immer aus, einmal einen gewissen Punkt attackiert und sich dann zu Boden schlagen lässt. Einige Tage später geht es dem jungen Mann sehr schlecht und er sucht den alten auf, der ein Tai Chi meister ist. Letztendlich lernt er bei ihm.)
Desweiteren ist der größte Kampf im Kampfsport so wie auch in der Kampfkunst, der den man gegen sich selbst führt. Weiterzumachen weiterzugehen, sich zu kontrollieren, wieder aufzustehen etc etc.

Die Fähigkeite, mit einer Shocksituation zu hantieren, sind von maßgeblicher Praxisrelevanz, wenn man vom Rad fällt und sich richtig abrollt und jede mögliche Verletzung auf Schürfwunden reduziert. Wenn man bei irgendeiner Situation dabei ist in der Zivilcourage gefordert wird (Erste Hilfe - Rettungsversuch eines in Gefahrschwebenden Mannes) Wenn man in irgendeiner Weise körperlich angegriffen wird.


Man lernt mit einem gefährlichen Potential das aber ein maßgeblicher Teil des Menschens ist - der Gewalt - richtig umzugehen was mMn ein maßgebnlicher Teil der Selbstfindung ist und sein muss.

Hitti Offline

Theophor


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26.05.2009 22:22
#50 RE: KampfSPORT antworten

In Antwort auf:
Aber bei Kampfkunst wo Philosophie Ethik etc dahinter stehen geht es im wesentlichen um das bewusste Agieren, Situationsunabhängig! Die Systeme sind oft auch nicht darauf ausgelegt Gewalt mit GEwalt zu bekämpfen - sondern man lernt die Kraft des Gegners gegen ihn zu lenken - man agiert als Spiegel der Gewalt und lehrt ihn, dass sein agieren falsch ist.

Tja, das ist dann wieder etwas anderes, eigentlich auch der einzige Grund, wieso ich dein Training gewissermaßen nachvollziehen kann, weil ich weiß, dass du in der Hinsicht noch viel mehr machst, das direkt damit in Verbindung steht. Aber jemand, der nur den Kampfsport erlernt, muss eine gewisse Präferenz für Gewalt haben, weil er sich ansonsten dafür gar nicht interessieren würde. Trotzdem halte ich auch die Kampfkunst nicht für notwendig, wenn es um das situationsabhängige und gleichsam bewusste Agieren geht.

In Antwort auf:
Desweiteren ist der größte Kampf im Kampfsport so wie auch in der Kampfkunst, der den man gegen sich selbst führt. Weiterzumachen weiterzugehen, sich zu kontrollieren, wieder aufzustehen etc etc.

Wieder ein Argument, bei dem ich nur sagen kann, dass dafür nicht Kampfsport oder Kampfkunst notwendig sind. Das ist ein Kampf, den jeder das ganze Leben lang durchgehend führt.

In Antwort auf:
Die Fähigkeite, mit einer Shocksituation zu hantieren, sind von maßgeblicher Praxisrelevanz, wenn man vom Rad fällt und sich richtig abrollt und jede mögliche Verletzung auf Schürfwunden reduziert. Wenn man bei irgendeiner Situation dabei ist in der Zivilcourage gefordert wird (Erste Hilfe - Rettungsversuch eines in Gefahrschwebenden Mannes) Wenn man in irgendeiner Weise körperlich angegriffen wird.

Ja gut, meinetwegen. Mit Schocksituationen besser umgehen zu können kann sicher nicht schaden (wofür man aber auch nicht umbedingt Kampfsport braucht, um das zu erlernen), wobei ich das Beispiel bezüglich Zivilcourage nicht unbedingt für gut halte, weil man genau jene braucht, und den Schock zu überwinden sollte als selbst nicht Betroffener dabei das kleinere Problem sein.

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Bench Offline

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26.05.2009 22:37
#51 RE: KampfSPORT antworten

In Antwort auf:
Tja, das ist dann wieder etwas anderes, eigentlich auch der einzige Grund, wieso ich dein Training gewissermaßen nachvollziehen kann, weil ich weiß, dass du in der Hinsicht noch viel mehr machst, das direkt damit in Verbindung steht. Aber jemand, der nur den Kampfsport erlernt, muss eine gewisse Präferenz für Gewalt haben, weil er sich ansonsten dafür gar nicht interessieren würde. Trotzdem halte ich auch die Kampfkunst nicht für notwendig, wenn es um das situationsabhängige und gleichsam bewusste Agieren geht.


Natürlich muss ein Kampfsportler der Tuniere etc macht ein gewisses Gewaltpotential freisetzten (haben tun wir es denke ich alle). Zahlreiche Kampfkünste haben nichtmal tuniere ( Shaolin Quan und andere Kung-fu Richtungen) - nur eines wo alle interessierten kämpfen - Sanda. Kampfsportler kommen aber aus unterschiedlichen Gründen zu ihrem Hobby nicht nur wegen einer Präferenz für Gewalt sondern auch ander Gründe - wie Selbstbewusstsein push etc können dafür ausschlaggebend sein.

Absolut notwendig vielleicht nicht, aber mMn mit Abstand der beste und sicherste Weg.

In Antwort auf:
Wieder ein Argument, bei dem ich nur sagen kann, dass dafür nicht Kampfsport oder Kampfkunst notwendig sind. Das ist ein Kampf, den jeder das ganze Leben lang durchgehend führt.


Stimmt aber auch hier gibt es nur wenig was einen so stark antreibt wie der Kampf an sich.

In Antwort auf:
Ja gut, meinetwegen. Mit Schocksituationen besser umgehen zu können kann sicher nicht schaden (wofür man aber auch nicht umbedingt Kampfsport braucht, um das zu erlernen), wobei ich das Beispiel bezüglich Zivilcourage nicht unbedingt für gut halte, weil man genau jene braucht, und den Schock zu überwinden sollte als selbst nicht Betroffener dabei das kleinere Problem sein.


Naja wo lernt man den Umgang mit Shocksituationen sonst so explizit wie in einem guten SV System oder im Kampfsport/kunst.
SOLLTE selbst nicht Betroffene das kleinere Problem haben. Meist aber agieren die Menshcen aber aufgrund von Angst (Shock) nicht - und hierbei zählt jede Sekunde Sie können aber auch Situationen nicht einschätzen - für den Shockzustand ein eher mittelmäßiges Beispiel. Für Attribute die Kampfsportarten fordern ein sehr gutes Beispiel ;)

Hitti Offline

Theophor


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26.05.2009 22:54
#52 RE: KampfSPORT antworten
In Antwort auf:
Kampfsportler kommen aber aus unterschiedlichen Gründen zu ihrem Hobby nicht nur wegen einer Präferenz für Gewalt sondern auch ander Gründe - wie Selbstbewusstsein push etc können dafür ausschlaggebend sein.

Na das ist ja ein toller Grund.^^

In Antwort auf:
Absolut notwendig vielleicht nicht, aber mMn mit Abstand der beste und sicherste Weg.
Stimmt aber auch hier gibt es nur wenig was einen so stark antreibt wie der Kampf an sich.
Naja wo lernt man den Umgang mit Shocksituationen sonst so explizit wie in einem guten SV System oder im Kampfsport/kunst.

Hier liegt der gröbste Unterschied zwischen uns. Ich denke, dass man all diese Sachen auch ohne Kampfsport erreichen kann (nicht zuletzt deswegen, weil ich Vieles bereits erreicht habe), und du denkst, dass es nur mit der Kampfsportart oder mit ihr zumindest am Besten möglich sein wird. Wie argumentierst und fundierst du diesen Standpunkt? Ich opponiere deinen, indem ich sage, dass du gar nicht wissen kannst, ob es unter so derartig vielen Tätigkeiten noch irgendeine bessere Möglichkeit gibt und argumentiere für meinen, dass es sich dabei um ganz gewöhnliche und alltägliche Fähigkeiten handelt (bewusstes Handeln, Durchhaltevermögen und eben auch der Umgang mit und das Agieren bei schockierenden Situationen,...), welche man sich auch ohne jegliche besondere Tätigkeiten aneignen kann. Das dafür rein und ausschließlich der Kampfsport und der Umgang mit Gewalt hilfreich sein wird, kann ich nur bezweifeln, wobei ich wahrscheinlich eher eine objektive Position bezüglich dieser Thematik einnehmen kann.

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Bench Offline

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26.05.2009 23:10
#53 RE: KampfSPORT antworten

In Antwort auf:

Na das ist ja ein toller Grund.^^


ja wollte damit auch nur zeigen, dass Gewalt nicht zwangsmäßig der grund dafür sein muss.

In Antwort auf:
Hier liegt der gröbste Unterschied zwischen uns. Ich denke, dass man all diese Sachen auch ohne Kampfsport erreichen kann (nicht zuletzt deswegen, weil ich Vieles bereits erreicht habe), und du denkst, dass es nur mit der Kampfsportart oder mit ihr zumindest am Besten möglich sein wird. Wie argumentierst und fundierst du diesen Standpunkt?


Im Kamfpsport trainiert man ein breites Spektrum an Fähigkeiten - für einen Kampf muss man geistig sowie auch körperlich sehr fit sein. Das Spektrum schließt körperlich Balance, Kraft, Ausdauer, Dehnung, reaktion, Schnelligkeit, Situationstraining, Countertraining, Techniktraining uvm. und geistig Disziplin, Respekt, Willenskraft, Gnade, Mitgefühl, Aufmerksamkeit, bewusstes Handeln uvm. ein. Diese Mischung an verschiedensten EIgenschaften wird in keiner mir bekannten Sportart und auch in keiner normalen Situation trainiert. Die Kombination jener EIgenschaften führt jedoch zu essentiellen Fähigkeiten, auch da die bewusste KOmbination von körperlichen und geistigen Fähigkeiten gefördert wird.

In Antwort auf:
Ich opponiere deinen, indem ich sage, dass du gar nicht wissen kannst, ob es unter so derartig vielen Tätigkeiten noch irgendeine bessere Möglichkeit gibt und argumentiere für meinen, dass es sich dabei um ganz gewöhnliche und alltägliche Fähigkeiten handelt (bewusstes Handeln, Durchhaltevermögen und eben auch der Umgang mit und das Agieren bei schockierenden Situationen,...), welche man sich auch ohne jegliche besondere Tätigkeiten aneignen kann.


Es tut mir leid aber diese Sätze zeigen nach meiner Erstinterpretation ziemliche Faulheit ^^ - die EIgenschaften eignet man sich sowiso mit der Zeit im Alltag an - es handelt sich beim Kamfpsport um das weiterbilden dieser alltäglichen und sehr wichtige Eigenschaften - man sieht ja an der mangelnden Zivilcourage, der undisziplinierten Gewaltbereitschaft und zahlreichen weiteren Problemen, dass sich diese Fähigkeiten eben nicht im Alltag aneignen.

In Antwort auf:
Das dafür rein und ausschließlich der Kampfsport und der Umgang mit Gewalt hilfreich sein wird, kann ich nur bezweifeln, wobei ich wahrscheinlich eher eine objektive Position bezüglich dieser Thematik einnehmen kann.


Der Umgang mit Gewalt ist essentiell da zahlreiche Soziale Probleme auf Gewalt basieren! Als Beispiel resozialisierungslager durch Boxcamps - man lernt Respekt Disziplin Akzeptanz und Powered sich gleichzeitig aus - man lernt seine Fähigkeiten zu kontrollieren und wird geistig in einen sozial besseren Zustand versetzt. Warum solltest du eher eine objektive Position dazu einnehmen können? ^^


Hitti Offline

Theophor


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26.05.2009 23:27
#54 RE: KampfSPORT antworten
In Antwort auf:
Es tut mir leid aber diese Sätze zeigen nach meiner Erstinterpretation ziemliche Faulheit ^^ - die EIgenschaften eignet man sich sowiso mit der Zeit im Alltag an - es handelt sich beim Kamfpsport um das weiterbilden dieser alltäglichen und sehr wichtige Eigenschaften - man sieht ja an der mangelnden Zivilcourage, der undisziplinierten Gewaltbereitschaft und zahlreichen weiteren Problemen, dass sich diese Fähigkeiten eben nicht im Alltag aneignen.

Den ersten Satz verstehe ich nicht ganz; Faulheit der Person, die das so sieht und lebt (mir), oder Faulheit bezüglich meiner Argumentationsweise?
Klar kann der Kampfsport helfen, diese Eigenschaften zu verbessern und weiterzubilden, aber es sollte durchaus logisch sein, dass man sie sich auch anders aneignen kann. Schön langsam geht mir diese Selbstbeweihräucherung auch auf den Nerv, aber ich denke durchaus, diese Eigenschaften (Zivilcourage, gar keine Gewaltbereitschaft, Willenskraft, Gnade, Mitgefühl (vor allem), bewusstes Handeln,..) zu besitzen, und zwar in einem Maß, dass ich es nicht unbedingt als notwendig empfinde, sie durch irgendetwas weiter auszubauen. Ich bin sicherlich nicht der einzige Mensch mit diesen Eigenschaften, der mit (Kampf-)Sport^^ absolut nichts am Hut hat.

In Antwort auf:
Der Umgang mit Gewalt ist essentiell da zahlreiche Soziale Probleme auf Gewalt basieren! Als Beispiel resozialisierungslager durch Boxcamps - man lernt Respekt Disziplin Akzeptanz und Powered sich gleichzeitig aus - man lernt seine Fähigkeiten zu kontrollieren und wird geistig in einen sozial besseren Zustand versetzt.

Der Umgang mit Gewalt ist gar nicht notwendig, wenn man soziale Probleme, die auf Gewalt basieren, anders lösen kann. Deswegen werden auch nur zu resozialisierende Personen in diesen Boxcamps trainiert, und nicht alle. Denn der große Rest weiß wahrscheinlich, dass man sich Respekt, Disziplin und Akzeptanz auch anders verdienen kann.

In Antwort auf:
Warum solltest du eher eine objektive Position dazu einnehmen können? ^^

Weil ich keine Kampfkunst betreibe. Da du sie ausführst, bist du zwar mit mehr Informationen versorgt als ich, allerdings hast du auch einen subjektiveren Standpunkt (der bei vielen Aussagen deutlich wird), weil mir der Kampfsport oder die Kampfkunst mal einfach gesagt am Arsch vorbei geht.

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Bench Offline

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26.05.2009 23:44
#55 RE: KampfSPORT antworten
In Antwort auf:
Den ersten Satz verstehe ich nicht ganz; Faulheit der Person, die das so sieht und lebt (mir), oder Faulheit bezüglich meiner Argumentationsweise?
Klar kann der Kampfsport helfen, diese Eigenschaften zu verbessern und weiterzubilden, aber es sollte durchaus logisch sein, dass man sie sich auch anders aneignen kann. Schön langsam geht mir diese Selbstbeweihräucherung auch auf den Nerv, aber ich denke durchaus, diese Eigenschaften (Zivilcourage, gar keine Gewaltbereitschaft, Willenskraft, Gnade, Mitgefühl (vor allem), bewusstes Handeln,..) zu besitzen, und zwar in einem Maß, dass ich es nicht unbedingt als notwendig empfinde, sie durch irgendetwas weiter auszubauen. Ich bin sicherlich nicht der einzige Mensch mit diesen Eigenschaften, der mit (Kampf-)Sport^^ absolut nichts am Hut hat.


Faulheit der Person. Du glaubst diese Eigenschaften einfach zu besitzen - nun gut - meiner bisherigen Erfahrung nach gibt es nur sehr wenige Menschen die sie tatsächlich in einem mMn akzeptablen Ausmaß besitzen, bzw sie allgemein einseztte können - dazu gehören langjährige Kampfsportler, Zivile Einsatzkräfte (in vieelen Bereichen) und andere daraufhin AUSGEBILDETE Personen - natürlich kann man von Natur aus eher für extreme Situationen, Gewaltumgang (vorallem eine IQ Frage) (es geht im wesentliche um das allgemeine Vorhandensein dieser zwei Eigenschaften) geschaffen sein. Und ich denke jeder von uns hat ein unterschiedlichen Grad an Willenskraft, Gnade, Mitgefühl etc. Nur es geht darum, dass dieser durchschnittliche natürliche Grad im Durchschnitt nicht auszureichen scheint. (Bei diesen sekundären Eigenschaften geht es im wesentlich um die Umsetzbarkeit und um den vorhandenen Grad) Desweiteren neigt (ist jetzt nicht auf dich persönlich bezogen) beinahe jeder Mensch in einigen dieser Attribtute zur grenzlosen Selbstüberschätzung...

In Antwort auf:
Der Umgang mit Gewalt ist gar nicht notwendig, wenn man soziale Probleme, die auf Gewalt basieren, anders lösen kann. Deswegen werden auch nur zu resozialisierende Personen in diesen Boxcamps trainiert, und nicht alle. Denn der große Rest weiß wahrscheinlich, dass man sich Respekt, Disziplin und Akzeptanz auch anders verdienen kann.



Du hast etwas falsch verstanden, es geht weniger darum sich diese Attribute zu verdienen (eben nicht wie man sich in einem Job Akzeptanz für gute Arbeit verdient) Sondern es geht darum gegenseitigen Respekt zu entwickeln - das Leben zu respektieren. Eigene Disziplin zu entwickeln etc.

In Antwort auf:
Weil ich keine Kampfkunst betreibe. Da du sie ausführst, bist du zwar mit mehr Informationen versorgt als ich, allerdings hast du auch einen subjektiveren Standpunkt (der bei vielen Aussagen deutlich wird), weil mir der Kampfsport oder die Kampfkunst mal einfach gesagt am Arsch vorbei geht.


Das hat nichts mit Objektivität zu tun, natürlich bin ich als Kampfsportler befangen - du bist als nicht Kampfsportler in dieser Diskussion aber ebenso wenn auch nicht so stark befangen - doch das gleiche ich mit meinem Faktenwissen bzgl Kampfsport denke ich aus ;) Außerdem wissen wir ja das sowiso alles subjektiv ist *gg*
Hitti Offline

Theophor


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26.05.2009 23:58
#56 RE: KampfSPORT antworten
In Antwort auf:
Nur es geht darum, dass dieser durchschnittliche natürliche Grad im Durchschnitt nicht auszureichen scheint. (Bei diesen sekundären Eigenschaften geht es im wesentlich um die Umsetzbarkeit und um den vorhandenen Grad) Desweiteren neigt (ist jetzt nicht auf dich persönlich bezogen) beinahe jeder Mensch in einigen dieser Attribtute zur grenzlosen Selbstüberschätzung...

An welchem Maßstab misst du diese durchschnittliche Ausprägung der Eigenschaften? Viele Menschen haben mit Gnade und Mitgefühl nichts am Hut, was manche von ihnen vielleicht sogar zugeben würden. Die meisten von ihnen haben keinerlei Zivilcourage, eventuell auch du und ich nicht, weil sich dies erst zeigt, wenn man in einer derartigen Situation handeln und das eigene Leben zugunsten einer anderen Person riskieren muss. Viele Menschen sind gewaltbereit und haben keinerlei Disziplin, in diesem Punkt weiß ich, dass das bei mir (und bei dir) nicht der Fall ist. An welchem Maßstab also? Durchschnittlich würde wohl bedeuten, dass diese Eigenschaften nur sehr gering ausgeprägt sind.

In Antwort auf:
Sondern es geht darum gegenseitigen Respekt zu entwickeln - das Leben zu respektieren. Eigene Disziplin zu entwickeln etc.

Ja, das meinte ich. Nicht jeder braucht Gewalt, um dies zu entwickeln, weil nicht jeder zu Gewalt neigt. Damit will ich klarmachen, dass soziale und durch Gewalt entstandene Probleme erst so entstehen, wenn jemand durch seine Gewaltbereitschaft fehlgeleitet war. Insofern war das ein schlechtes Beispiel dafür, dass Gewalt für jede Person unbedingt notwendig ist, um Derartiges zu kompensieren.

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Bench Offline

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27.05.2009 00:08
#57 RE: KampfSPORT antworten

In Antwort auf:
An welchem Maßstab misst du diese durchschnittliche Ausprägung der Eigenschaften? Viele Menschen haben mit Gnade und Mitgefühl nichts am Hut, was manche von ihnen vielleicht sogar zugeben würden. Die meisten von ihnen haben keinerlei Zivilcourage, eventuell auch du und ich nicht, weil sich dies erst zeigt, wenn man in einer derartigen Situation handeln und das eigene Leben zugunsten einer anderen Person riskieren muss. Viele Menschen sind gewaltbereit und haben keinerlei Disziplin, in diesem Punkt weiß ich, dass das bei mir (und bei dir) nicht der Fall ist. An welchem Maßstab also? Durchschnittlich würde wohl bedeuten, dass diese Eigenschaften nur sehr gering ausgeprägt sind.


Als Maßstab nehme ich ganz einfach unsere Gesellschaft man sieht an so zahlreichen Neigungen wie es um die allgemeinen und wichtigen EIgenschaften bestellt ist. Gnade und Mitgefühl für andere Menschen (außerhalb des eigenen EInflussbereichs ist beinahe nicht mehr vorhanden) Disziplin wird in beinahe allen BEreich zugunsten von Schein-Freiheit aufgehoben, Respekt - tha nicht mehr vorhanden - viele haben nichtmal noch Respekt vor dem Leben anderer. Zivilcourage kann bis zu einem gewissen Punkt wie ich vorhin bereits erwähnt habe trainiert werden (Extremsituationen - überwinden des Shocks, SItuationseinschätzung etc) Auch wenn meine Position dbzgl sehr radikal ist müsste jeder Mensch im Luafe siene Lebens in diesen Attributen gefördert werden, um zahlreiche soziale Probleme aus dem Weg zu schaffen. Mit ausreichender ZIvilcourage würde die Kriminalrate sich sicher innerhlab kürzester Zeit minimieren.

In Antwort auf:
Ja, das meinte ich. Nicht jeder braucht Gewalt, um dies zu entwickeln, weil nicht jeder zu Gewalt neigt. Damit will ich klarmachen, dass soziale und durch Gewalt entstandene Probleme erst so entstehen, wenn jemand durch seine Gewaltbereitschaft fehlgeleitet war. Insofern war das ein schlechtes Beispiel dafür, dass Gewalt für jede Person unbedingt notwendig ist, um Dderartiges zu kompensieren.


Kampfsport =/= Gewalt da bei Gewalt nicht der gleiche Gegenseitige Respekt und keine so strikten Regeln herrschen. Natürlich artet Kampfsport manchmal in Gewalt aus aber grundsätzlich darfst du es nicht gleichsetzen.

Sonst gebe ich dir Recht nicht jeder Mensch muss lernen mit GEwalt umzugehen da es viele von Natur aus bzw durch ihre Erziehung bereits gelernt haben.

Hitti Offline

Theophor


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27.05.2009 00:24
#58 RE: KampfSPORT antworten
In Antwort auf:
Auch wenn meine Position dbzgl sehr radikal ist müsste jeder Mensch im Luafe siene Lebens in diesen Attributen gefördert werden, um zahlreiche soziale Probleme aus dem Weg zu schaffen.

Und du denkst wirklich, das Kampfkunst da die beste Möglichkeit ist? Ich sage, dass hauptsächlich die Philosophie hinter der Gewalt dafür verantwortlich ist, und dass der Sport dafür nicht notwendig sein wird. Eine gute Erziehung, die Ausprägung eigener Meinungen und der gegenseitige Respekt durch angemessenes Sozialverhalten. Und schon hätten wir eine Gesellschaft, die Zivilcourage, Toleranz, Mitgefühl und Gnade hochhält und sich nicht den eigenen Trieben bedienen und der Gewalt hingeben muss.

In Antwort auf:
Kampfsport =/= Gewalt da bei Gewalt nicht der gleiche Gegenseitige Respekt und keine so strikten Regeln herrschen. Natürlich artet Kampfsport manchmal in Gewalt aus aber grundsätzlich darfst du es nicht gleichsetzen.

Das Einsetzen der Körperkraft mit dem "Ziel, zu verletzen" (dein Zitat), stellt für mich durchaus Gewalt dar. Es macht meiner Meinung nach keinen Unterschied, ob man nur dafür trainiert und/oder ob man sich einem geregelten Kampf hingibt. Gewalt bleibt Gewalt.

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27.05.2009 08:38
#59 RE: KampfSPORT antworten

In Antwort auf:
Und du denkst wirklich, das Kampfkunst da die beste Möglichkeit ist? Ich sage, dass hauptsächlich die Philosophie hinter der Gewalt dafür verantwortlich ist, und dass der Sport dafür nicht notwendig sein wird. Eine gute Erziehung, die Ausprägung eigener Meinungen und der gegenseitige Respekt durch angemessenes Sozialverhalten. Und schon hätten wir eine Gesellschaft, die Zivilcourage, Toleranz, Mitgefühl und Gnade hochhält und sich nicht den eigenen Trieben bedienen und der Gewalt hingeben muss.


Di Philosophie ist deswegen nicht aureichen, weilman die Attribute nicht nur aktiv durch die Philosophie sondern vor allem passiv durch das Training erhält. Natürlich können viele dieser Attribute auch einfacher aktiv gefördert werden, aber damit sie verinnerlicht werden und nicht nur an der Oberfläche vorhanden sein, ist mMn Kampfsport mit Abstand das Zielführendste.

Ein weiterer Vorteil den man durch Kamfpsport erhält, von mir bisher aber nicht erwähnt wurde, ist die Angstüberwindung. Man lernt sich selbst und seine Fähigkeitenim Kampfsport kennen. Und man lernt ANgstüberwindung kennen. Dies in KOmbination führt zu einem wesentlich ANgstfreieren Zustand.

In Antwort auf:
Das Einsetzen der Körperkraft mit dem "Ziel, zu verletzen" (dein Zitat), stellt für mich durchaus Gewalt dar. Es macht meiner Meinung nach keinen Unterschied, ob man nur dafür trainiert und/oder ob man sich einem geregelten Kampf hingibt. Gewalt bleibt Gewalt.


In einem geregeltem Kampf hat man das Ziel, zu verletzten ja - aber aufgrund der Umstände würde ich es nicht als direkte Gewalanwendung und wenn dann höchstens als geregelte Gewaltzumutung definieren. Und ob man nur dafür trainiert oder ob man tatsächlich regelmäßig an Tunieren etc teilnimmt ergibt einen wesentlichen Unterschied. Im Training ist der Kampf immer ein freundschaftlicher - somit ohne Ehrgeiz und Gier.


Dementsprechend wäre mMn eine Kampfsport (oder eher Kampfkunst) nahe Ausbildung für ziemlich jeden Menschen eine enorme Bereicherung, in Alltags sowie auch Extremsituationen.

Hitti Offline

Theophor


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27.05.2009 10:50
#60 RE: KampfSPORT antworten

In Antwort auf:
Di Philosophie ist deswegen nicht aureichen, weilman die Attribute nicht nur aktiv durch die Philosophie sondern vor allem passiv durch das Training erhält. Natürlich können viele dieser Attribute auch einfacher aktiv gefördert werden, aber damit sie verinnerlicht werden und nicht nur an der Oberfläche vorhanden sein, ist mMn Kampfsport mit Abstand das Zielführendste.

Die Philosophie muss ausreichend sein, weil allein durch ihr (gedankliche Auseinandersetzung) und durch die soziale Praxis solche Attribute gestärkt werden, und der Kampfsport eben, wie du sagst, nur passiv dazu beiträgt. Er kann verbessern, aber es als notwendig anzusehen, Kampfsport zu trainieren, um überhaupt diese Eigenschaften im ausreichenden Maß zu besitzen (und nicht nur "oberflächlich"), ist eine der Aussagen, die für mich eine offensichtliche Subjektivität oder "Befangenheit" wiederspiegeln. Es würde auch bedeuten, dass man nur durch Kampfsport diese für ein angemessenes Sozialverhalten teilweise extrem wichtigen Eigenschaften erhalten kann, was doch sehr abstrus anmutet.

In Antwort auf:

Ein weiterer Vorteil den man durch Kamfpsport erhält, von mir bisher aber nicht erwähnt wurde, ist die Angstüberwindung. Man lernt sich selbst und seine Fähigkeitenim Kampfsport kennen. Und man lernt ANgstüberwindung kennen. Dies in KOmbination führt zu einem wesentlich ANgstfreieren Zustand.

Wieder ein Argument, dass für andere Sportarten oder Tätigkeiten im selben Maß gilt. Abermals als Beispiel das Klettern.


In Antwort auf:
In einem geregeltem Kampf hat man das Ziel, zu verletzten ja - aber aufgrund der Umstände würde ich es nicht als direkte Gewalanwendung und wenn dann höchstens als geregelte Gewaltzumutung definieren.

Aufgrund welcher Umstände? Denn genau darum gehts, für mich ist auch Kampfsport ganz klar Gewalt. Darauf bist du nicht wirklich eingegangen.

In Antwort auf:
Und ob man nur dafür trainiert oder ob man tatsächlich regelmäßig an Tunieren etc teilnimmt ergibt einen wesentlichen Unterschied. Im Training ist der Kampf immer ein freundschaftlicher - somit ohne Ehrgeiz und Gier.

So war meine Aussage nicht gemeint, das hab ich wohl ein bisschen unverständlich ausgedrückt. Ich wollte nur sagen, dass für mich bezüglich der Gewaltfrage kein Unterschied zwischen einem offenen Kampf oder einem Training dafür bzw. dem fairen Duell oder dem geregelten Kampf liegt. Es ist und bleibt alles Gewalt.



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