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Dieses Thema hat 84 Antworten
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 Feder & Papier
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Sassa Offline

Theophor


Beiträge: 1.935
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28.01.2011 02:13
#61 RE: Sassa liest gerade... antworten

Und was hältst du von der Germanistik, du Gentleman?^^


Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten.- Karl Kraus

Gray Offline

Theophor


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28.01.2011 02:27
#62 RE: Sassa liest gerade... antworten

Super Fach!

Studieren nur die Fleißigsten! Große Karrierechancen! Guter Verdienst! Anspruchsvoll!


You're not the contents of ... hey, where's my wallet?!

Sassa Offline

Theophor


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28.01.2011 02:53
#63 RE: Sassa liest gerade... antworten

Du tust mir sehr leid, weißt du das? ^^


Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten.- Karl Kraus

stahlwollvieh Offline

Emofaggot


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28.01.2011 12:36
#64 RE: Sassa liest gerade... antworten

Da Gray offenbar zu feige ist, bleibt es wohl an mir hängen, allen zu sagen, was er wirklich denkt:

Realschule 1960:
Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50 DM. Die Erzeugerkosten betragen 40 DM. Berechne den Gewinn!

Sekundarstufe 1970:
Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50 DM. Die Erzeugerkosten betragen 4/5 des Erlöses. Wie hoch ist der Gewinn des Bauern? (Rechenschieber nicht erlaubt)

Sekundarstufe 1980:
Korrektur der Formulierung (Identische Neuauflage von 1970):
Ein/e Bauer/in verkauft einen/e Sack/in Kartoffeln/innen einem/er Kunden/in für DM 50,-. Die Erzeuger/innen Kosten betragen 4/5/innen des Erlöses. Wie hoch ist der/die Gewinn/in des/der Bauern/in? (Keine Taschenrechner/innen verwenden)

Gymnasium 1990:
Ein Agrarökonom verkauft eine Menge subterraner Solanum tuberasum für eine Menge Geld (=G). G hat die Mächtigkeit 50. Für die Elemente aus G=g gilt: Die Menge der Herstellungskosten (=H) ist um zehn Elemente weniger mächtig als die Menge G. Zeichnen Sie ein Bild der Menge H als Teilmenge G und geben Sie die Lösungsmenge X für folgende Frage an: Wie mächtig ist die Gewinnmenge?

Multikulturelle Gesamtschule 1991
Ein Landwirt verkauft einen Sack Kartoffeln für DM 20,- Seine Erzeugungskosten,einschließlich Steuern betragen DM 25,- Er vermietet daraufhin seinen Bauernhof an den Staat als Asylantenheim für DM 80 000 pro Jahr und da er jetzt arbeitslos ist,bezieht er im Monat noch DM 2 000 Arbeitslosengeld Frage : Wer mistet jetzt den Stall aus ?

Autonome Erlebnisschule 1995:
Ein Bauer bietet auf dem Ökomarkt Biokartoffeln an. Nehme eine Kartoffel in die Hand. Wie fühlt sie sich an? Wie riecht sie? Schabe etwas Erde ab, zerreibe sie zwischen Deinen Fingern. Atme den Geruch tief ein. Schließe Deine Augen und versetze Dich in die Kartoffel. Du bist Erde. Fühle die Feuchtigkeit, die Dunkelheit ... Komme jetzt zurück, öffne die Augen.

Freie Waldorf-Schule 1995:
Male einen Sack Kartoffeln und singe ein Lied dazu.

Integrierte Gesamtschule 1999:
Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50,-. Die Erzeugerkosten betragen 40,-. Der Gewinn beträgt 10,-. Unterstreiche das Wort "Kartoffeln" und diskutiere mit deinen 15 Mitschülern aus anderen Kulturkreisen darüber. Waffen sind dabei nicht erlaubt.

Projekt- und fächerübergreifender Unterricht 1999
Kauft Euch beim Landhandel 6 Kartoffelsäcke und bringt sie zum Sportunterricht zum Sackhüpfen mit. Entstandene Löcher werden im Textilunterricht gestopft. Greift das Thema im Gemeinschaftskundeunterricht auf. Präsentiert das Ergebnis eures Projektes bei einem kalten Buffet mit Kartoffelsalat.

Uni Salzburg 2011, Studiengang Germanistik:
Zerlegen Sie den Begriff "Kartoffel" in seine Silben und erklären Sie, warum in diesem Begriff ein Doppel-F verwendet wird, allerdings kein "ck".
Diskutieren Sie danach, ob man Ihrer Meinung nach bei der nächsten Rechtschreibreform den fraglichen Begriff zu "Gartoffel" wandeln sollte.
Mindestlänge der Arbeit: 10 000 Wörter

Schule 2012 (nach der Bildungs- und Rechtschreibreform):
Ein agrargenetiker ferkauft ein sagg gatoffeln für 6,25 €. Die kosden bedragen 5 €. Der gewin bedregt 1,25 €. Aufgabe: margiere den term gardoffeln und maile die losung im pdf-format an classenleerer@schule.euroba

Jor 2015:
Sorrie, es gipt keine gartoffeln meer! Nur noch pom fritt bei mc donels. Es lebe der fordschridd!

Gray Offline

Theophor


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28.01.2011 14:30
#65 RE: Sassa liest gerade... antworten

Also so intensiv hättichs jez nich formuliert, aber....^^


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Sassa Offline

Theophor


Beiträge: 1.935
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29.01.2011 00:40
#66 RE: Sassa liest gerade... antworten

Und?
Was ist das Problem?

Gib mir einen Tag und ich schreib dir ne fuckin Masterarbeit über das Nomen Kartoffeln, seine Phonologie, seine Morphologie, pragmatische Zusammenhänge und Orthographie.


Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten.- Karl Kraus

stahlwollvieh Offline

Emofaggot


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29.01.2011 04:01
#67 RE: Sassa liest gerade... antworten

Ja. Und bitte gib Gray einen weiteren Tag sich einen Scheißdreck darum zu scheren... :D

Sassa Offline

Theophor


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29.01.2011 17:12
#68 RE: Sassa liest gerade... antworten

Ist ja nicht so, als würd ich nicht auf sein Studium einen dicken Haufen setzen.

So geht jeder seinen Weg ^^


Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten.- Karl Kraus

Gray Offline

Theophor


Beiträge: 2.786
Punkte: 2.818

29.01.2011 19:21
#69 RE: Sassa liest gerade... antworten

Zitat
Ist ja nicht so, als würd ich nicht auf sein Studium einen dicken Haufen setzen.


Welches der beiden meinst du jetzt?

...


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Hitti Offline

Theophor


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29.01.2011 19:28
#70 RE: Sassa liest gerade... antworten

War letztens auf der WU. Dort stinkts nach Geld und falschen Lebenszielen, kaum auszuhalten.


"Die echten Schriftsteller sind Gewissenbisse der Menschheit."
-Feuerbach

Gray Offline

Theophor


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29.01.2011 19:48
#71 RE: Sassa liest gerade... antworten

Ich war letztens am Institut für Mathematik. Da stinkts. Period.


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Sassa Offline

Theophor


Beiträge: 1.935
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27.03.2011 15:06
#72 RE: Sassa liest gerade... antworten

Lese gerade Foucaults Essay "Was ist ein Autor" von `69.
Angeblich hat dieser Text stark zum poststrukturalistischen "Tod des Autors" beigetragen, mir wurde jetzt aber klar, dass Foucaults Darstellung der Funktion des Autors falsch verstanden und für bestimmte Zwecke missbraucht wurde.
Er hat niemals postuliert, dass es den Autor nicht gebe, er hat ihm nur andere Eigenschaften zugewiesen, um ihn in seiner Diskurstheorie unterzubringen.

Der Autor ist demnach nur "scriptor", dessen Biographie und Denkweise jedoch nicht zur Interpretation des Werkes dienen soll. Ein Diskurs kann ihm nur zugeschrieben werden und muss danach nach den Existenzmodalitäten wie Zirkulation und Bewertung eingeordnet werden. Das wäre ein völlig neuer Zugang zur historischen Diskursanalyse, weiterhin abseits von textimmanenter Interpretation und darauffolgender historischer Einordnung.

Foucault betont aber, dass der Tod des Autors Probleme machen würde: Der Name des Autors kann nicht einfach getilgt werden. Er ist anders zu behandeln wie ein Eigenname, da er immer auch Beschreibung von Werk beinhaltet (Goethe sagt.... anstelle von Goethe schreibt in seinen "Wahlverwandschaften"...). Es stellt sich auch die Frage des Subjekts, des schreibenden Ichs, das in bis zu 4 verschiedene Ichs eingeteilt werden kann (Auch wenn Foucault meint "Was liegt daran, wer spricht?").
Dazu kommt das Problem der Zuschreibung: Es gibt Texte, bei denen es egal ist, wer sie verfasst hat, weil sie sich durch Normativität in ihrer Wahrheit bestätigen (zB wissenschaftliche Texte). Andere Literatur braucht aber einen Autor, um geglaubt zu werden (verzweifelte Suche nach dem Autor aufgrund anonymer Texte).
Texte werden noch immer nach Eigenschaften des Autors eingeordnet und interpretiert. Fällt der Autor weg, fallen viele Details der Interpretation weg.

Der Tod des Autors bleibt für ihn also Utopie.


Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten.- Karl Kraus

Hitti Offline

Theophor


Beiträge: 1.042
Punkte: 1.130

28.03.2011 01:08
#73 RE: Sassa liest gerade... antworten

Zitat
Er ist anders zu behandeln wie ein Eigenname, da er immer auch Beschreibung von Werk beinhaltet (Goethe sagt.... anstelle von Goethe schreibt in seinen "Wahlverwandschaften"...).


Isn schwieriges Thema. Oftmals zitiert man Autoren, und weist ihnen somit auf direkte Weise ihre geschriebenen Aussagen zu, die sie nicht unbedingt vertreten haben müssen. Ein Autor erschafft in seinen Werken unterschiedliche Persönlichkeiten mit Ansichten, die nicht die seinen sind. Überhaupt wärs mir lieber, man würde Autoren bei der Interpretation außen vor lassen. Wenn ich aber ganz ehrlich bin, denk ich, dass man mit Hilfe der Biographie und des Wissens über das Denken des Autors den Inhalt seines Textes auf jeden Fall leichter aufschlüsseln wird können.

Zitat
Super Fach! Studieren nur die Fleißigsten! Große Karrierechancen! Guter Verdienst! Anspruchsvoll!


Bist du eigentlich glücklich in deinem Studium, Felix?


"Was ich weiß, kann jeder wissen. Mein Herz hab' ich allein."
-J.W.Goethe

Atheist Offline

Whistleblower


Beiträge: 74
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04.10.2011 20:53
#74 RE: Sassa liest gerade... antworten

Zitat
War letztens auf der WU. Dort stinkts nach Geld und falschen Lebenszielen, kaum auszuhalten.



Ich liebe diese Aussage.



„Ich sag 5 Dollar, dass du ihn noch kriegen könntest.“
- „Wirklich? Ist ja witzig. Ich sag 10 Dollar, wenn du mir dafür 20 gibst. Und für das doppelte sing ich dir Moonlight in Vermont."
-"Was?!"
-"Ich spreche von Kröten.“
-„Sprechende Kröten?“
-„Ja, sprechende Kröten. Auf Besuch aus der Zukunft. Hässliche kleine Viecher, sagen ständig Fikus.“

stahlwollvieh Offline

Emofaggot


Beiträge: 2.155
Punkte: 2.203

04.10.2011 22:03
#75 RE: Sassa liest gerade... antworten

Dem kann ich zustimmen. Allerdings fand ich die Erwiderung auch nicht ganz ohne Berechtigund und durchaus eloquent formuliert, OBWOHL sie von einem stinkenden WU'ler kam.
Bin hin und her gerissen...^^

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