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Dieses Thema hat 652 Antworten
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(P.R.C) Offline

Theophor


Beiträge: 1.610
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04.08.2010 22:00
#256 RE: Ich bin... antworten

Das funktioniert vl bei nem kleinen übergangsjob, aber wenn man sein geld sinnvoll verdienen will und vl auch aufsteigen will kannst die strategie vergessen. jeder, der nur ein bisschen gespür für menschen hat, wird sofort merken dass du nur als dekoration lächelst und wenn man dann noch merkt dass du den kunden eigentlich scheiße findest, wirst du ziemlich schnell, ziemlich unten, gefeuert oder beim tellerwaschen sein. auf jeden fall keine strategie die zufriedenheit und erfolg schafft.



Wir tanzen warm und brüderlich, doch warme Brüder sind wir nicht!

stahlwollvieh Offline

Emofaggot


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04.08.2010 22:05
#257 RE: Ich bin... antworten

Naja, im Bistro können die Kunden ja aus, aber dem Hitti ham die armem Alten im Heim halt ned wegrennen können...^^

Drum: Sei nett zu deinen Kindern, denn sie suchen dein Altersheim aus... :P


"Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen."
-Friedrich Nietzsche

Hitti Offline

Theophor


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04.08.2010 22:14
#258 RE: Ich bin... antworten

Zitat
Das funktioniert vl bei nem kleinen übergangsjob, aber wenn man sein geld sinnvoll verdienen will und vl auch aufsteigen will kannst die strategie vergessen.


Wieso? Ich hab mir dieses Verhalten mittlerweile völlig zu Eigen gemacht und wende es auch im Privatleben an. Apathie und stoisches Verhalten is meiner Ansicht nach die beste Ethik im Umgang mit absolut jeder Gegebenheit des Lebens. Es is nämlich so, dass du dadurch völlig undurchschaubar bleibst. Wer sich offen darüber ärgert, dass er Stress mit Kollegen oder mit dem Chef hat, hat schon verloren.
Stell dir folgende Situation vor: Jemand scheißt dich total zam, und du redest völlig ruhig mit ihm. Wenn du denkst, es sei angebracht, entschuldigst du dich für deinen Fehler. Zum Schluss fragst du, wie du das wieder gutmachen kannst. Es is so lustig, wie die Leute darauf reagieren. Da is grad jemand auf 180, und sein Gegenüber bleibt völlig ruhig. Du verbreitest damit eine Aura der Unantastbarkeit. Is so. Nach ner Weile wird man dich gänzlich in Ruhe lassen, man wird dich wahrscheinlich sogar meiden. Aber vor allem wird man dich achten.

Zitat
Naja, im Bistro können die Kunden ja aus, aber dem Hitti ham die armem Alten im Heim halt ned wegrennen können...^^


Ich hab im Altenheim nicht selten gehört, dass mich die alten Leute lieber als jeden anderen mochten. Mein Umgang mit meinen Kollegen hat nichts mit meinem Umgang mit den alten Menschen zu tun, denn die können wirklich mal gar nichts dafür.


„Wenn ich erst meinen Verstand zu einer Waffe geschärft habe, forme ich meinen Körper.“
„Wieso?“, fragte er trotzig, resignierend.
„Weil das Leben aus Kriegen besteht, mein Freund. Ruhig und laut sind sie, kurz und lang, edel und grausam, schön und schrecklich. Mit guten Waffen kämpft man gerne.“

(P.R.C) Offline

Theophor


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04.08.2010 22:18
#259 RE: Ich bin... antworten

Das geht vl in nem Job aber das geht genau gar nicht in ner Beziehung und überall wo dich Menschen besser kennen lernen. Es wird nie jemand näher an einen herantreten, wenn man immer nur hinterm Berg hält mit Gefühlen, Meinungen,etc....



Wir tanzen warm und brüderlich, doch warme Brüder sind wir nicht!

stahlwollvieh Offline

Emofaggot


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04.08.2010 22:21
#260 RE: Ich bin... antworten

Zitat
Aura der Unantastbarkeit

Bei dir wohl eher ne Aura der stoischen Zuheit...^^


"Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen."
-Friedrich Nietzsche

(P.R.C) Offline

Theophor


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04.08.2010 22:24
#261 RE: Ich bin... antworten

Und ganz ehrlich: Leute die etwas verrückt sind, aus sich rausgehen und die Angst ablegen können, angreifbar zu sein, das sind die absoluten Gewinner. Das vermittelt ein Gefühl von Stärke, von Selbstbewusstsein und macht Eindruck.



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Hitti Offline

Theophor


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04.08.2010 22:25
#262 RE: Ich bin... antworten

Ich hab ja grundsätzlich nur vom Job gesprochen, denn dort isses wirklich nicht nötig und vor allem gar nicht möglich, mit jedem "Gut-Freund" zu sein. Es is der Leistung, dem eigenen Befinden und (in den meisten Fällen) dem allgemeinen Arbeitsklima sehr förderlich, wenn man neutrale Beziehungen zueinander hat, und die von mir erklärte Verhaltensweise fördert das perfekt.

Ich hab auch erwähnt, dass ich mir selbst diese Verhaltensweise völlig (also auch in der Freizeit) zu Eigen gemacht habe. Dabei gehts um meine Person und das tut hier nicht wirklich etwas zur Sache. Natürlich isses in intensiveren sozialen Bindungen nicht mehr notwendig, diese emotionale Distanz zu bewahren. Aber in allen anderen Situationen ziehe ich es vor, Menschen nicht zu nahe an mich "herantreten" zu lassen, gewisse Umstände und Gefühle nicht zu nahe an mich herantreten zu lassen.

Btw: Kennt ihr Kellner/-innen, die den ganzen Tag aufrichtig freundlich sind? Mein "Tipp", Freundlichkeit zu heucheln, war eigentlich nur ein Hinweis auf eine Verhaltensweise, die in dieser Branche sowieso Gang und Gebe is.


„Wenn ich erst meinen Verstand zu einer Waffe geschärft habe, forme ich meinen Körper.“
„Wieso?“, fragte er trotzig, resignierend.
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(P.R.C) Offline

Theophor


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04.08.2010 22:29
#263 RE: Ich bin... antworten

Ich weis das war auch eher allgemein gemeint und sollte nicht deine Person kritisieren. Es nur meine persönliche Meinung, das offenes Verhalten gegenüber Fremden Personen immer von Vorteil ist. Die Luke kann man sowieso sofort schließen, wenn derjenige ein Arschloch ist.



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Hitti Offline

Theophor


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04.08.2010 22:32
#264 RE: Ich bin... antworten

Es is keine Angst davor, angreifbar zu sein, denn das is sowieso grundsätzlich jeder. Ich will gar nicht wissen, wieviel im Altenheim hinter meinem Rücken über mich geschimpft wurde. Es fand aber eben nach einigen Monaten nurnoch hinter meinem Rücken statt, denn jede Auseinandersetzung mit mir war für meinen Gesprächspartner absolut nicht befriedigend, und das gefiel mir.

Es is auch kein Mangel an Verrückheit. Ich ziehe es nur vor, mein Ich, das in höchstem Maße ver-rückt ist, nicht jedem Halbfremden zu offenbaren. Meine Vergangenheit sagt mir, dass ich auf Dauer damit nur verlieren kann.


„Wenn ich erst meinen Verstand zu einer Waffe geschärft habe, forme ich meinen Körper.“
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(P.R.C) Offline

Theophor


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04.08.2010 22:36
#265 RE: Ich bin... antworten

Mhm...Reden werden die Leute immer. Dagegen lässt sich nichts machen.... Besonders die Frauen^^ Es ist schlicht und einfach so.

Ja, jedem das seine ;) Wär ja fad wenn alle gleich wären..



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Hitti Offline

Theophor


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04.08.2010 22:42
#266 RE: Ich bin... antworten

Ich bin eigentlich sehr wenig davon abhängig, was andere Menschen von mir halten. Bis zu einem gewissen Maße ist es jeder, aber ich habe nicht das Bedürfnis, ständig gut dazustehen. Dieses Bedürfnis sehe ich btw eher bei Menschen, die ständig im Mittelpunkt der positiven Aufmerksamkeit stehen wollen.
An Selbstbewusstsein mangelt es mir auch nicht. Die Tatsache, dass meine Person nicht sonderlich gesellschafts- und Menschenkonform is, is eigentlich etwas, das ich nur positiv bewerten kann. Das klingt arrogant, und genau so isses auch zu verstehen.
Übrigens glaub ich, dass du diese introvertierte Ruhe mit eingeschüchtertem Verhalten verwechselst. Es gibt nichts, das mehr Stärke ausstrahlt, als ein Mensch, der grad kritisiert und beschimpft wird und in völliger Ruhe zu dem steht, was er für richtig hält.


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(P.R.C) Offline

Theophor


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04.08.2010 22:59
#267 RE: Ich bin... antworten

Zitat
Die Tatsache, dass meine Person nicht sonderlich gesellschafts- und Menschenkonform is, is eigentlich etwas, das ich nur positiv bewerten kann. Das klingt arrogant, und genau so isses auch zu verstehen.


Nö das klingt eigenltich nicht arrogant ;)

Nene, ich versteh das schon. Diese Ruhe kenn ich nur zu gut und so bin ich auch. Nur ist sie eben nicht in allen Situationen unbedingt angebracht bzw von Vorteil.



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Kirk Offline

Theophor


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05.08.2010 00:16
#268 RE: Ich bin... antworten

Hittis Strategie hört sich für einen mießen Job, den man vorübergehend machen muss, ideal an. Im zivilen Alltag würde ich die Strategie nicht anwenden, außer bei Personen, die ich mir eher vom Leib halten will. Ich fürchte, wenn ich mich dauerhaft gegenüber Personen, die ich weniger gut kenne, so verhalten würde, verhielt ich mich wohl oftmals irgendwie künstlich. Es hört sich nämlich für mich so an, als würde man einen Teil von sich verbergen.


"Jeden Abend starb ich! Und jeden Abend wurde ich wiedergeboren! Feierte Wiederauferstehung…"

Hitti Offline

Theophor


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05.08.2010 08:34
#269 RE: Ich bin... antworten

Man verbirgt eigentlich durchgehend seine wahre Persönlichkeit. Wann das sinnvoll is, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Es geht dabei aber nicht nur um eine Frage des Verhaltens, sondern auch um eine Art Lebenseinstellung. Wer einem Problem mit einer gewissen Gleichgültigkeit gegenübersteht, wird es oftmals viel besser lösen können. Das eigene Wohlbefinden is nicht zuletzt davon abhängig, dass wir Dingen, die es nicht wert sind (oder besser: denen wir subjektiv keinen großen Wert zugestehen), auch keine allzu große Bedeutung beimessen.

In diesem Sinne:

Zitat
Und doch erwachen immer wieder Einige, die sich, im Hinblick auf jenes Grosse, so beseligt fühlen, als ob das Menschenleben eine herrliche Sache sei und als ob es als schönste Frucht dieses bitteren Gewächses gelten müsse, zu wissen dass einmal einer stolz und stoisch durch dieses Dasein gegangen ist, ein anderer mit Tiefsinn, ein dritter mit Erbarmen, alle aber eine Lehre hinterlassend, dass der das Dasein am schönsten lebt, der es nicht achtet.


-Nietzsche


„Wenn ich erst meinen Verstand zu einer Waffe geschärft habe, forme ich meinen Körper.“
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Sassa Offline

Theophor


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05.08.2010 19:30
#270 RE: Ich bin... antworten

WWWWoooooow, hier gehts ja rund- bunt.

Also es ist so:

Danke Hitti, für deine Tipps!
Das mit dem stoischen Lächeln, dem netten Nachfragen und Entschudligen etc. ist mir aber nicht neu.

Meine Mutter predigt mir, seit ich 8 Jahre alt bin: Erschlage die Leute mit Freundlichkeit.

Das Problem ist nur: Dieser Job bedeutet mir weniger als nichts. Ich bekomme so gut wie kein Geld (brauche es auch nicht mehr), werde keine Referenzen bekommen (könnte sogar schaden, sich mit Saft-Schubse Referenzen in einem Verlag zu bewerben) und ich tu es absolut nicht gern.

Wenn ich könnte, würde ich schon morgen nicht mehr hingehen und mich nie wieder melden.
Wollte eigentlich am Montag einfach nicht mehr auftauchen.

Neues Problem: Arbeitsvertrag. Auch wenn man nichts unterschreibt, man steckt tiefer in der Scheisse, als einem lieb ist.
Momentan könnte ich wohl kündigen und die Kündigungsfrist würd mich dennoch zwingen, bis Ende des Monats zu arbeiten (was von vornherein so geplant war).

Ratlosigkeit...


Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten.- Karl Kraus

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