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Dieses Thema hat 20 Antworten
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stahlwollvieh Offline

Emofaggot


Beiträge: 2.155
Punkte: 2.203

08.05.2009 10:39
Wie weit darf die Wissenschaft gehen? antworten

Was denkt ihr über die häufig diskutierten kontroversen Themen bez. Wissenschaft?
Hier einige Beispiele, ihr könnt aber ruhig auch eigene einbringen:
- Klonen
- Gentechnik
- Stammzellenforschung
- Tierversuche
Sind solche Sachen ethisch oder auch rational vertretbar?


Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
Makes perfect sense.

archée Offline

Forumsmaskottchen

Beiträge: 120
Punkte: 120

08.05.2009 19:59
#2 RE: Wie weit darf die Wissenschaft gehen? antworten

Sehr gute Frage! Besonders die Gentechnik bereitet mir Kopfzerbrechen. Ja, ich bin z.b. dafür, dass die Stammzellenforschung zur Leukämiebekämpfung ausgeweitet wird. Mit der Gentechnik stehen uns so viele neue Heilungsmethoden offen! Insulin wird ja auch schon mit genmutierten Bakterien hergestellt.
Das Problem ist nur, wo ist die Grenze? Soll es überhaupt eine vorgegebene Grenze geben? Ist Klonen ethisch gerechtfertigt?

stahlwollvieh Offline

Emofaggot


Beiträge: 2.155
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09.05.2009 09:37
#3 RE: Wie weit darf die Wissenschaft gehen? antworten
Interessant ist ja auch, dass die ganzen Leute, die sich ständig über Gentechnik beschweren, sich immer nur über die so genannte "grüne Gentechnik" (also die in der Landwirtschaft eingesetzte) beklagen, die "rote" (in der Medizin eingesetzte) scheint niemand zu stören.
Ich persönlich versteh nicht ganz, warum Genmais so schädlich für uns sein sollte.
Das einzige echte Problem, das ich dabei sehe, ist, dass wir damit Gefahr laufen, einen weiteren unangenehmen, weil immunen, Schädling zu produzieren (BT-Mais ist so verändert, dass er einen bestimmten Stoff erzeugt, den irgendwelche Maisschädlinge nicht vertragen).
Warum beklagt sich dann niemand, dass das von gentechnisch veränderten Escherichia Coli Bakterien erzeugte Insulin schädlich sein soll?


Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
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stahlwollvieh Offline

Emofaggot


Beiträge: 2.155
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12.05.2009 18:33
#4 RE: Wie weit darf die Wissenschaft gehen? antworten

Was haltet ihr von Stammzellenforschung?
(Zur Info: Bis zum Acht-Zell-Stadium sind alle Zéllen eines Präembryonalen "Menschen" omnipotent, d.h. sie können sich zu jeder beliebigen Körperzelle weiterentwickeln. Wenn man diese acht Zellen teilt und jede einzeln "bebrütet" könnte man aus jeder davon wieder einen Menschen heranziehen.
Die Kontroverse entsteht hpts. dadurch, dass die einen sagen, bereits die Zygote (befruchtete Eizelle) sei als Mensch zu betrachten, während die anderen meinen, keine Gefühle, keine Denkfähigkeit etc. daher auch kein Mensch.
Hat man das Recht, Menschenleben zu zerstören, die noch nicht mal begonnen haben?
Detail am Rande, was die katholische Kirche dazu sagt:
"Vertreter der katholischen Amtskirche wie die Deutsche Bischofskonferenz vertreten die Meinung, eine befruchtete Eizelle sei ein Mensch und ihm stünden alle Rechte des Grundgesetzes zu. Andere Anhänger glauben, dieser Embryo habe eine Seele und stünde deshalb unter besonderem Schutz. Darauf Bezug nehmend weisen manche Befürworter der Stammzellforschung darauf hin, dass man im Anschluss an Thomas von Aquin in der katholischen Kirche bis in die Neuzeit glaubte, dass die Beseelung des Embryos schrittweise erfolge (Sukzessivbeseelung) und die höchste Form der Seele, die anima intellectiva, erst ca. drei Monate nach der Empfängnis übertragen werde. Endgültig hat die katholische Kirche erst in der Bulle Apostolicae Sedis (1869, unter Pius IX.) die Lehre von der vollen Menschwerdung am 80. Tag aufgegeben."
Anwendbar wären sie zum Beispiel bei der Behandlung von Parkinson, zur Krebstherapie, bei Rückenmarksverletzungen (bis hin zur Querschnittslähmung), Diabetes mellitus, Leukämie, Behandlung von Lymphomen, Behandlung nach Herzinfarkten zu Wiederherstellung des geschädigten Gewebes,...)
Ist mit diesem Wissen die Stammzellenforschung ethisch vertretbar? Medizinisch betrachtet gibt es in diesem Bereich noch immense Entwicklungsmöglichkeiten!
Darf man dafür aber Menschenleben zerstören? Oder sind das noch gar keine Menschen?


Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
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Heep Offline

Whistleblower

Beiträge: 80
Punkte: 80

12.05.2009 20:45
#5 RE: Wie weit darf die Wissenschaft gehen? antworten

kurz zusammengefasst: wenn es wirklich darum ginge, "gutes zu vollbringen" bestünde dabei absolut kein problem. im egoismus auf dieser welt, der sich immer mehr verstärkt muss man leider einige ethische fragen stellen. es sollte nach der methode "töte einen rette hundert" gehn - so läufts eher nach der methode "töte einen um hundert andere zu kontrollieren", und dass das falsch ist wird ja jeder erkennen.

stahlwollvieh Offline

Emofaggot


Beiträge: 2.155
Punkte: 2.203

13.05.2009 21:03
#6 RE: Wie weit darf die Wissenschaft gehen? antworten

In Antwort auf:
"töte einen um hundert andere zu kontrollieren"

Meinst du das jetzt in Bezug auf die Wissenschaft oder eher politisch?
Glaubst du, dass nur deshalb Stammzellenforschung betrieben wird, um die Menschen zu kontrollieren?


Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
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stahlwollvieh Offline

Emofaggot


Beiträge: 2.155
Punkte: 2.203

15.05.2009 18:46
#7 RE: Wie weit darf die Wissenschaft gehen? antworten

Weiteres nettes Beispiel: Eine südkoreanisch/amerikanische wissenschaftliche Kooperation hat es jetzt geschafft, ein Fluoreszenzgen aus einer Seeanemone auf Hunde zu übertragen. Ergebnis: Rot "leuchtende" Beagles.
(Hinweis: Fluoreszenz ist nicht gleich Biolumineszenz. Biolumineszenz ist die Erzeugung von Licht durch Lebewesen (zB Anglerfische, Glühwürmchen...), Fluoreszenz bedeutet die Absorption von Licht einer bestimmten Wellenlänge und die darauffolgende Emission auf einer anderen Wellenlänge; ist also kein Licht vorhanden endet auch die Fluoreszenz. Die Beagles zB "leuchten" auch bei Tageslicht sichtbar rot, besonders gut sieht man es jedoch unter UV-Licht.)
(Siehe: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/302909.html)
Die Wissenschaftler versprechen sich Wissen über menschliche genetische Erkrankungen durch die Erzeugung solcher transgenen Hunde.
Weiters gibt es transgene Mäuse, deren Nervenzellen grün zu leuchten beginnen, wenn sie aktiviert werden, dies ermöglicht Untersuchungen, welche Hirnareale unter welchen Bedingungen wie aktiv sind.
(Siehe: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/242899.html)
Sind solche Eingriffe in die Natur "zum Wohle der Menschheit" vertretbar? Oder ist das nur ein weiterer Versuch der Menschheit, sich als Gott aufzuspielen, ein neuer "Turmbau zu Babel"?
Was haltet ihr davon?


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Kirk Offline

Theophor


Beiträge: 1.486
Punkte: 1.502

22.06.2009 16:09
#8 RE: Wie weit darf die Wissenschaft gehen? antworten

Da du eine interssante Unterhaltug mit Gray in meinem Leiblingsteil des Forums eingeleitet hast, werde ich mich jetzt gleich mal hier in deinem Bereich, revanchieren.

Also was Experimente und Forschung im Bereich der Stammzellen betrifft, von denen du ja schon geschrieben hast:

In Antwort auf:
Die Kontroverse entsteht hpts. dadurch, dass die einen sagen, bereits die Zygote (befruchtete Eizelle) sei als Mensch zu betrachten, während die anderen meinen, keine Gefühle, keine Denkfähigkeit etc. daher auch kein Mensch.
Hat man das Recht, Menschenleben zu zerstören, die noch nicht mal begonnen haben?
Detail am Rande, was die katholische Kirche dazu sagt:
"Vertreter der katholischen Amtskirche wie die Deutsche Bischofskonferenz vertreten die Meinung, eine befruchtete Eizelle sei ein Mensch und ihm stünden alle Rechte des Grundgesetzes zu. Andere Anhänger glauben, dieser Embryo habe eine Seele und stünde deshalb unter besonderem Schutz. ...

will ich folgendes Statement abgeben:

Ich finde es wie wohl die meisten Menschen nicht schön, wenn abgetriben wird, bin aber wohl dafür, wenn es erforderlich ist, sei es aus Gründen des Alters der Mutter, sei es, dass die Empfängnis von einer Vergewaltigung her entrat, sei es dass der Embryo sich mit Sicherheit zu einem schwer behinderten Kind etwickelt.
Auf Stammzellenforschung befürworte ich.
In Antwort auf:
Weiters gibt es transgene Mäuse, deren Nervenzellen grün zu leuchten beginnen, wenn sie aktiviert werden, dies ermöglicht Untersuchungen, welche Hirnareale unter welchen Bedingungen wie aktiv sind.
(Siehe: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/242899.html)
Sind solche Eingriffe in die Natur "zum Wohle der Menschheit" vertretbar? Oder ist das nur ein weiterer Versuch der Menschheit, sich als Gott aufzuspielen, ein neuer "Turmbau zu Babel"?

Der Mensch tut, was er zu tun vermag, er spielt sich nicht als Gott auf. So sehe ich das zumindest. Der Prophet Mohammed, möge er in Frieden ruhen, sagte einst: Sich mit den Wissenschaften zu beschäftigen, zu forschen und zu entwicklen ist so wertvoll wie beten.
Und tatsächlich, es kann sehr wertvoll sein, weshalb ich auch für die Fortsetzung dieser Forschungen bin.
Wie siehts du das Wollvieh, der du wahrscheinlich besseren Zugriff zur Materie als ich hast?
In Antwort auf:
Darf man dafür aber Menschenleben zerstören? Oder sind das noch gar keine Menschen?

Wahre Menschen sind es nicht, denke ich zumindest. Denn was macht einen Menschen zum Menschen? Sein Versatand, die Fähigkeit nachzudenken, über sich selbts nachzudenken und sich selbst zu erkennen. Kann jemand das nicht unterscheidet er sich kaum noch vom Tier
Wie seht ihr das?


The things you own, they end up owning you!

Gray Offline

Theophor


Beiträge: 2.786
Punkte: 2.818

22.06.2009 20:17
#9 RE: Wie weit darf die Wissenschaft gehen? antworten

In Antwort auf:
Kann jemand das nicht unterscheidet er sich kaum noch vom Tier

Was ist dann mit Behinderten?


You're not the contents of ... hey, where's my wallet?!

stahlwollvieh Offline

Emofaggot


Beiträge: 2.155
Punkte: 2.203

23.06.2009 15:17
#10 RE: Wie weit darf die Wissenschaft gehen? antworten

So, jetzt muss ich mir hier mal Zeit nehmen...
Abtreibung an sich ist ab einem bestimmten Alter des Kindes ziemlich gestört... und das ist früher als man glaubt, auf jeden Fall vor den gesetzlichen 3 Monaten. Es ist erwiesen, dass die Embryonen (jetz mal als Allgemeinbegriff ohne Altersdifferenzierung) bereits sehr früh zB die Fruchtwasserentnahme (Amniozentese oder so) mitkriegen und darauf mit starken Stressreaktionen reagieren.
So kann es zB sein, dass sie sich ans andere Ende der Gebärmutter zurückziehen, in eine Schreckstarre verfallen oder sogar auf die Nadel einschlagen, was ich schon ziemlich arg find eigentlich, dann natürlich darauffolgend über längere Zeit Unruhe... die erhöhte Herzfrequenz hätt ich fast vergessen, aber ich glaub das ist eh ziemlich klar. Und das bei einem so "harmlosen" Eingriff.
Bei einer gewöhnlichen Abtreibung jedoch wird das Kind mit einem Schlauch, an dessen vorderen Ende rotierende Messer sitzen, komplett zerschnipselt und in kleinen Stücken herausgesaugt; und es ist nicht so, wie oft behauptet wird, dass die das nicht mitkriegen: Es gibt Fälle, in denen während Abtreibungen Schreie der Embryonen aufgezeichnet werden konnten; normalerweise hört man das aber nicht, dazu muss zufälligerweise etwas Luft in den Bauchraum der Mutter gelangen.
Weiters werden die kognitiven Fähigkeiten von Embryonen und auch Babies von den meisten Leuten unterschätzt; dies ist hpts darauf zurückzuführen, dass ihnen einfach das Wissen über gewissen Zusammenhänge fehlt.
Bereits im Mutterleib zeigen etwa Zwillinge schon soziales Verhalten!
Insofern bin ich kein wirklicher Abtreibungsfreund, bin aber der Meinung, das gewisse Umstände eine Abtreibung rechtfertigen können. So etwa:
- Wenn das Kind bei einer Vergewaltigung entstanden ist, und die Mutter damit nicht klarkommt
- wenn eine ernste Bedrohung für das Leben der Mutter besteht
- wenn das Kind schwerst behindert wäre, die Familie damit nicht klarkäme oder es ohnehin sterben würde
- bzw in frühen Phasen auch "einfach so", aber da müsste man sich wirklich genau ansehen, wo da die Grenzen zu ziehen wären;
Man darf auch nicht vergessen, dass eine Abtreibung auch für die Mutter eine nicht unerhebliche körperliche und psychische Belastung ist!
(Ach ja, wenn ihr mal Lust auf ein Baby habt, dann geht nach Wien auf den Fleischmarkt, dort ist ein großes Abtreibungszentrum! ^^
Ich hab das so episch gefunden: Als wir von PuP aus das ZOE-Institut in Linz besucht haben, das für Schwangerschaftsberatung zuständig ist, sagt die Frau, die und das alles gezeigt hat so: "Ja, also wenn ihr mal Lust auf ein Baby kriegts, wisst ihr ja, wo ihr hingehn müsst!", sich eigentlich auf das ZOE beziehend. Nur dass wir halt grad zwei Sekunden vorher vom Fleischmarkt in Wien geredet haben! ^^
Meine ganzen Klassenkameradinnen ham mich glaub ich ziemlich dafür gehasst, dass ich da einfach vor Lachen abgebrochen bin! So viehl zu dem, wo die Grenzen von Humor zu ziehen sind...)
Was die Stammzellenforschung betrifft: Ich glaube, aus meinem letzten angeführten Punkt ist leicht zu erkennen, dass ich damit überhaupt kein Problem habe: In meinen Augen ist eine Zelle kein Mensch, ich füge niemandem Leid zu, aber die Vorteile sind enorm.

In Antwort auf:
Mohammed, möge er in Frieden ruhen, sagte einst: Sich mit den Wissenschaften zu beschäftigen, zu forschen und zu entwicklen ist so wertvoll wie beten.

Das find ich interessant... kein Wunder, dass die Moslems im Mittelalter uns naturwissenschaftlich haushoch überlegen waren...
Grundsätzlich kann ich diese Sicht der Dinge befürworten, problematisch ist halt nur, das was eh jeder weiß, dass sich immer die Frage stellt: "Ist der Mensch schon reif dafür?"
Ich glaube jedoch, dass die Menschheit nicht schnell genug, wenn überhaupt, reif genug werden kann dafür, die Evolution ist nun mal langsamer als unsere Technik. Das wird sicher auch noch zu viehlen Problemen führen, aber jeder Fortschritt hat seinen Preis. Nur durch die Erfindung des Flugzeugs kann es abstürzen oder als Waffe verwendet werden; wer aber will sich gegen den Bau von Flugzeugen aussprechen? Sie sind unbestreitbar sehr nützlich!
Und genau so sehe ich es allgemein bei der Wissenschaft; man weiß nie, wozu manches noch gut sein kann.
Die Erkenntnisse aus der Relativitätstheorie wurden für den Bau von Atombomben benutzt - aber auch für eine Unmenge nützlicher Alltagstechnologie, meistens hat man keine Ahnung, dass das damit was zu tun haben könnte.

In Antwort auf:
Denn was macht einen Menschen zum Menschen? Sein Versatand, die Fähigkeit nachzudenken, über sich selbts nachzudenken und sich selbst zu erkennen.
Hmm, Singer hat da einen ganzen Katalog davon aufgestellt... da sind auch noch dabei:
Sinn für Vergangenheit und Zukunft, Neugier, die Fähigkeit, soziale Kontakte zu knüpfen, (Selbst-)Bewusstsein usw...
Ja, ich denke durchaus, dass es solche Dinge sind, die einen Menschen ausmachen, aber ich bin auch grundsätzlich nicht der Meinung, dass der Unterschied zwischen Mensch und Tier sehr groß ist und halte keineswegs die Menschheit für die "Krone der Schöpfung".


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(P.R.C) Offline

Theophor


Beiträge: 1.610
Punkte: 1.614

23.06.2009 15:41
#11 RE: Wie weit darf die Wissenschaft gehen? antworten

tldr



zäumt mich auf bis mir die ohren schlackern!

Kirk Offline

Theophor


Beiträge: 1.486
Punkte: 1.502

23.06.2009 15:47
#12 RE: Wie weit darf die Wissenschaft gehen? antworten

In Antwort auf:
Bei einer gewöhnlichen Abtreibung jedoch wird das Kind mit einem Schlauch, an dessen vorderen Ende rotierende Messer sitzen, komplett zerschnipselt und in kleinen Stücken herausgesaugt; und es ist nicht so, wie oft behauptet wird, dass die das nicht mitkriegen: Es gibt Fälle, in denen während Abtreibungen Schreie der Embryonen aufgezeichnet werden konnten; normalerweise hört man das aber nicht, dazu muss zufälligerweise etwas Luft in den Bauchraum der Mutter gelangen.

Das hört sich echt schlimm an! Obwohl ich mir eigentlich immer gedacht habe, dass ein ungeborenes Kind sehrwohl mitbekommt, hab ich das noch nie in dieser Weise gehört.
In Antwort auf:
das gewisse Umstände eine Abtreibung rechtfertigen können. So etwa:
- Wenn das Kind bei einer Vergewaltigung entstanden ist, und die Mutter damit nicht klarkommt
- wenn eine ernste Bedrohung für das Leben der Mutter besteht
- wenn das Kind schwerst behindert wäre, die Familie damit nicht klarkäme oder es ohnehin sterben würde
- bzw in frühen Phasen auch "einfach so", aber da müsste man sich wirklich genau ansehen, wo da die Grenzen zu ziehen wären;

Damit kann ich mich gut anfreunden und wie du ja weißt waren meine Umstände, bei denen Abtreibung erlaubt sein sollte deinen sehr ähnlich.
In Antwort auf:
"Ja, also wenn ihr mal Lust auf ein Baby kriegts, wisst ihr ja, wo ihr hingehn müsst!", sich eigentlich auf das ZOE beziehend. Nur dass wir halt grad zwei Sekunden vorher vom Fleischmarkt in Wien geredet haben! ^^

Gipfel! LOL! Es ist gestört und eigentlich zum Heulen, aber irgenwie trotzdem sehr lustig!
In Antwort auf:
Das find ich interessant... kein Wunder, dass die Moslems im Mittelalter uns naturwissenschaftlich haushoch überlegen waren...

Kann gut sein. Die Europäer sind den Arabern erst mit dem Einsetzen der Neuzeit davongezogen und das lag nicht unwesentlich daran, dass damals die Türken das Kalifat übernahmnen, die viel konservativer waren und nicht verstanden haben, dass es wichtig ist zu forschen. Sie haben vieles verboten, leider!
In Antwort auf:
"Ist der Mensch schon reif dafür?"

Da hast du voll recht und das wird ewig unser Problem bleiben.

In Antwort auf:
Was ist dann mit Behinderten?

Na was wohl? Natürlich sind es immer noch Menschen, als Individuen der Spezies, aber das spezifische, das sie von Tieren unterscheidet und einst Menschen dazu veranlasste sich Menschen und den Tieren überlgen zu nennen, fehlt ihnen. Tragischer Weise stehen sie von den Fähigkeit, wenn sie geistig behindert sind normalerweise noch hinter Tieren, aber natürlich kann man sie trotzdem lieben, aber ja... was soll ich noch dazu sagen?


The things you own, they end up owning you!

stahlwollvieh Offline

Emofaggot


Beiträge: 2.155
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23.06.2009 18:17
#13 RE: Wie weit darf die Wissenschaft gehen? antworten

ad PRC: Django, dafür brauch ich diesen völlig unnötigen Beitrag nicht, Spammer! :P

In Antwort auf:
In Antwort auf:
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Was ist dann mit Behinderten?
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Na was wohl? Natürlich sind es immer noch Menschen, als Individuen der Spezies, aber das spezifische, das sie von Tieren unterscheidet und einst Menschen dazu veranlasste sich Menschen und den Tieren überlgen zu nennen, fehlt ihnen. Tragischer Weise stehen sie von den Fähigkeit, wenn sie geistig behindert sind normalerweise noch hinter Tieren, aber natürlich kann man sie trotzdem lieben, aber ja... was soll ich noch dazu sagen?

Das ist schon schwierig. Auf der einen Seite behindern sie nicht nur sich selbst, sondern alle Menschen in ihrer Umgebung. Auf der anderen Seite kannst du sie schlecht einfach alle abschlachten.
Außerdem müsst man dann wieder Grenzen ziehen, ab wann man "nicht mehr lebenswert" ist; weiters ist es, wie Kirk schon gesagt hat, natürlich auch so, dass es immer noch Menschen gibt, die diese "Menschen" lieben...


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Kirk Offline

Theophor


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23.06.2009 20:34
#14 RE: Wie weit darf die Wissenschaft gehen? antworten

Es ist schlichtweg eine extrem traurige Angelegeheit. Ob ich das Leben eines geistig schwer behinderten Menschen noch als lebenswert bezeichnen kann, ist sehr fraglich. Ichslebst, würde lieber sterben, sollte mich ein derartig schlimmes Schicksal ereilen, weil es für mich egal ist, ich aber meiner Familie nicht zur Last, die eine sehr schwere wäre, fallen will.
Wenn jemand nur leicht geistig oder nur körperlich behindert ist, kann er ja denken, sprechen und je nach dem andere Sachen machen. Solche Menschen sind zawr auch arm aber nicht völlig hilflos und ihr Leben kann durchaus ein für die betroffenen Personen zufriedenes sein, denke ich zumindest.


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stahlwollvieh Offline

Emofaggot


Beiträge: 2.155
Punkte: 2.203

24.06.2009 09:37
#15 RE: Wie weit darf die Wissenschaft gehen? antworten

In Antwort auf:
, würde lieber sterben, sollte mich ein derartig schlimmes Schicksal ereilen[quote]Ich auch, die Frage ist nur: Hat man die Wahl dann noch? Aber mir ginge es eher darum, dass ich es glaub ich nicht ertrage würde, zu sehen, was aus mir geworden ist, im Vergleich dazu, was ich einmal war.[quote]Wenn jemand nur leicht geistig oder nur körperlich behindert ist, kann er ja denken, sprechen und je nach dem andere Sachen machen. Solche Menschen sind zawr auch arm aber nicht völlig hilflos und ihr Leben kann durchaus ein für die betroffenen Personen zufriedenes sein, denke ich zumindest.
Was ist dann mit Leuten wie Stephen Hawking? Klar ist der ein Sonderfall, aber er ist einer der wichtigsten und genialsten Wissenschafter der Gegenwart, sitzt allerdings im Rollstuhl und kann alleine praktisch überhaupt nichts machen, der ist vollkommen von seinen Mitmenschen abhängig...


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