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tyroxi

11.06.2012 17:01
RE: Causa Zogaj Diesen Beitrag zitieren

Wenn der alte Asylantrag abgelehnt ist, kann ein neuer gestellt werden und dann wird entschieden, ob der zugelassen wird, ein Dublin-Fall ist oder abgelehnt wird.

Sry, dass ich den Fred hier ausgrab, aber hatte Zivildienst in ner Erstaufnahmestelle und da lernt man hat bisschen was, bezüglich dem Thema

Sassa

17.07.2010 01:08
RE: Causa Zogaj Diesen Beitrag zitieren

Das hab ich sowieso noch nicht ganz mitbekommen..
Wieso konnten die 16 Mal (oder öfter?) einen Antrag stellen? Das allein ist doch schon komplett banane...

Hitti

12.07.2010 15:07
RE: Causa Zogaj Diesen Beitrag zitieren

Zitat
Wenn die österreichische Obrigkeit es versäumt, Asylanträge in einer angemessenen Zeit zu bearbeiten, dann ist den Antragsstellern Asyl zu gewähren, da in diesem Fall ja wohl schon eine Integration erfolgt ist.


Dem darf ich zustimmen. An diesem bürokratischen Unfug hat nur eine Seite Schuld, daher hat auch nur eine Seite die Konsequenzen zu tragen; nämlich die, dass bei groben juristischen Unfähigkeiten und jahrelangen Versäumnissen hinsichtlich einer klaren Entscheidung primär die Möglichkeit versäumt wurde, den Antrag unwiderruflich abzulehnen. Sie wurde versäumt, jahrelang. Damit hat sichs.

zopf

12.07.2010 10:31
RE: Causa Zogaj Diesen Beitrag zitieren

So, ich meld mich hier auch mal wieder zu Wort.
Ich denk das Problem an der ganzen "Causa Zogaj" ist, dass hier von Anfang an eine gewisse Sachlichkeit im Umgang mit der Thematik gefehlt hat. Natürlich waren daran auch die Medien schuld, weil sie die angebliche "Selbstmord-Drohung" von Arigona erst so richtig aufgebauscht haben, sodass jeder Stammtischdepp gleich den Staat Österreich als solches angegriffen sah, wenn Arigona mit ihrer Familie im Land hätte bleiben dürfen. Wenn man diesen Fall von Anfang an etwas intelligenter,sachlicher und vielleicht auch schneller behandelt hätte, hätten wir dieses Problem jetzt nicht.
Die mediale Präsenz der Zogajs ist natürlich auch den Parteien in Ö nicht verborgen geblieben und auch die haben sofort klar Stellung bezogen. Auch das war einer sachlichen Lösung des Problems natürlich nicht dienlich, da die eine Seite ständig was von "Rechtsstaat", "Erpressung" und "Zogajs raus" gefaselt hat und die anderen die altbekannten Schlagworte "Humanität", "Bleiberecht" etc. in die Runde geworfen hat.

Mein Ansatz in solchen Fällen ist folgender:
Wenn die österreichische Obrigkeit es versäumt, Asylanträge in einer angemessenen Zeit zu bearbeiten, dann ist den Antragsstellern Asyl zu gewähren, da in diesem Fall ja wohl schon eine Integration erfolgt ist. Des weiteren sollte man auch auf den wirtschaftlichen Aspekt dieser Gescchichte hinweisen.
Arigona Zogaj ist nämlich, hart und überspitzt gesagt, ein Verlustgeschäft für den Staat Österreich. Man hat Geld in die AUsbildung etc. der Zogajs investiert und jetzt, wo Arigona die Möglichkeit hätte, in Form von Steuern zurückzuzahlen, weist man sie aus.
In meinen Augen ist das nicht sehr schlau.

Sassa

11.07.2010 23:23
RE: Causa Zogaj Diesen Beitrag zitieren

Zitat
Insbesondere regt mich die Tatsache auf, dass Sager wie "Die habens da unten doch eh ned so schlecht." meist von Menschen kommen müssen, die nicht mal eine leise Vorstellung vom Leid und vom Dreck haben, geschweige denn eine Ahnung.



Grad eben wieder passiert: Arigona war Tischthema und natürlich plauderte mein Opa munter die Krone nach. "da unten" fiel ebenso wie "de soid endlich geh". Ich bin kein Fan von unendlicher Menschlichkeit und linksgrünem "wir haben uns alle lieb", aber homo homini lupus....

Macht mich krank dieses Gerede... wäh.

Hitti

05.07.2010 11:31
RE: Causa Zogaj Diesen Beitrag zitieren

Zitat
Ich kann jedem "Österreicher" nur empfehlen, einige Stunden mit Asylwerbern zu verbringen (am besten mit unter 18jährigen). Ich habe Dinge gehört, die mir die Augen geöffnet haben. Diese Kinder haben teilweise alleine Schrecklicheres erlebt, als alle österreichischen Kinder zusammen.


Danke Sassa, dass du das mit deiner Erfahrung bestätigst. Mir glaubt nie jemand, weil mir einfach der tatsächliche Umgang mit Immigranten fehlt. Doch allein die pure Logik sagt mir, dass niemand, der das Leben in seiner Heimat zumindest ertragen kann, freiwillig seinen Krempel und seine Familie packt und in die Fremde zieht. Insbesondere regt mich die Tatsache auf, dass Sager wie "Die habens da unten doch eh ned so schlecht." meist von Menschen kommen müssen, die nicht mal eine leise Vorstellung vom Leid und vom Dreck haben, geschweige denn eine Ahnung.

Sassa

05.07.2010 01:10
RE: Causa Zogaj Diesen Beitrag zitieren

Da ich gerade mit Asylwerbern gearbeitet habe, kann ich soviel dazu sagen:

Der Asylantrag sollte nichts mit irgendwelchen Straftaten zu tun haben. Wenn, dann sollte es dabei getrennte Verfahren geben, wobei eines das andere nicht tangiert.
Das führt zur typischen Frage: Wie kommen wir dazu, diese Leute auf unsere Kosten einzusperren? (O-Ton)
Das führt zur typischen Lösung: Abschieben! (egal welche Zustände im Geburtsland herrschen)

Ich kann jedem "Österreicher" nur empfehlen, einige Stunden mit Asylwerbern zu verbringen (am besten mit unter 18jährigen). Ich habe Dinge gehört, die mir die Augen geöffnet haben. Diese Kinder haben teilweise alleine Schrecklicheres erlebt, als alle österreichischen Kinder zusammen.

Ich hab keine Lösung für die Causa Zogaj parat, die hat niemand. Aber wenn es nach mir ginge, dann muss sie, gemäß der Entscheidung der "Obrigkeit", wieder zurück in ihr Geburtsland. Eine Ausnahme kann man hier einfach nicht machen.
Ich hoffe nur, dass sich aufgrund dieses Falls an unserem Asyl-System echt was ändert.

Und wenns nur Übersetzer sind, die etwas taugen und vielleicht ein wenig weniger Nazi-Richter.

Kirk

03.07.2010 00:04
RE: Causa Zogaj Diesen Beitrag zitieren

Zitat
Also in meiner Schule sind von +-500 Schülern ca. 40% Ausländer.


Sehr interessant. Leider konnte ich nie erfahren, wie es ist mit so vielen Ausländern gemeinsam zur Schule zu gehen.

Zitat
wobei sie so ziemlich jeden anpöbeln, was mir tierisch auf den Sack geht.


Das ist so eine Sache, bei der ich grundsätzlich mal die Schuld auf beide Seiten gleichermaßen aufteilen würde. Diese Typen bleiben nur unter sich, kommen sich geiler vor als "die anderen" und zeigen das ganz offen. Die andere Seite ist. Diese Typen sind es nichts anderes gewohnt, als "anders" zu sein können aus dem Kreis der Ihren kaum ausbrechen. Das ganze hat sich festgefahren. Für den Einzelnen sind sie dennoch und das auch verständlicher Weise, Arschlöcher, aber gut, da kommts halt dann auch wieder darauf an, wer du bist. Das würde bei mir anders laufen.

Zitat
ja klar, nur bei Einbruch- und Diebstahl hört sich das ganze dann auf. Sie Schaden damit ja anderen. Wenn sie sich Drogen kaufen oder sonst etwas, was nur sie persönlich betrifft, können sie von mir aus machen was sie wollen, aber nicht auf Kosten anderer.


Natürlich ist Einbruch ein unbedingt zu bestrafendes Vergehen, sowas kann natürlich nicht toleriert werden. Unsere Gesellschaft bracht Gesetze, sonst zerbricht sie. Das selbe passiert wenn wir Gesetze haben, die aber nicht eingehalten werden, weil es keine Strafen gibt, oder man überall Ausnahmen macht. Sowas wäre fatal und ist daher unrealistisch. Aber mir geht es hier um das Denken, nicht ums Handeln.
In Österreich sitzt der Femdenhass ganz tief und er wird die Lage der Ausländer und somit auch ihr Verhalten nicht bessern. Nur ist Österreich halt mal ein Zuwandererland und, wenn bewusst Teile der Gesellschaft ausgeschlossen werden, dann kann und wird das ganze nicht gut gehen. Also muss man offener, toleranter, und vor allem umsichtiger sein. Man muss die Menschen verstehen lernen.

Sigi_2

02.07.2010 18:37
RE: Causa Zogaj Diesen Beitrag zitieren

Also in meiner Schule sind von +-500 Schülern ca. 40% Ausländer. Türken, Serben, Kroaten, Bosnier, Türken, Albaner sind fast ausschließlich in Gruppen anzutreffen, wobei sie so ziemlich jeden anpöbeln, was mir tierisch auf den Sack geht. Auf die bin ich generell nicht sehr gut zu sprechen.

In meiner Klasse gibt es 4 Bosnier/innen und eine Schweizerin. Mit denen verstehe ich mich blendend, solange sie in der Klasse oder alleine anzutreffen sind.

In meinem Ort gibt es nur eine bosnische Familie, des weiteren noch ein paar Deutsche.

Im näheren Freundeskreis gibt es eigentlich nur einen Türken und einen Deutschen, die anderen sind alle Österreicher. Im erweiterten sind einige Bosnier und Türken.
Mit denen verstehe ich mich auch ziemlich gut.

Ansonsten hab ich mit Ausländern nicht viel am Hut, weil ich generell nicht viel unter andere Leute komme.


Zitat von Kirk
einfach mal generell in Erwägung zu ziehen, dass nicht jeder der nach Gesetzlichkeit ein Verbrechen verübt hat, auch ein wahrer Verbrecher ist.


ja klar, nur bei Einbruch- und Diebstahl hört sich das ganze dann auf. Sie Schaden damit ja anderen. Wenn sie sich Drogen kaufen oder sonst etwas, was nur sie persönlich betrifft, können sie von mir aus machen was sie wollen, aber nicht auf Kosten anderer.

Findest du es richtig, dass sich Ausländer nach einem verübten Diebstahl oder Einbruch damit rechtfertigen, dass sie aus schwierigen Verhältnissen kommen

Kirk

02.07.2010 11:17
RE: Causa Zogaj Diesen Beitrag zitieren

Das erklärt deine Abneigung schon besser. Wenn du quasi persönlichen Bezug zu ihren Missetaten hast, dann wiegt das natürlich gleich schwerer für einen.

Mich würde interessieren, ob du sonst viel Kontakt mit Ausländern hast? Mir scheint nämlich, dass du sehr darauf fixiert bist das nach deiner Definition verübte "Untrecht" zu verurteilen, anstatt dir einmal die ganz persönliche Geschichte eines solchen Übeltäters anzusehen, oder einfach mal generell in Erwägung zu ziehen, dass nicht jeder der nach Gesetzlichkeit ein Verbrechen verübt hat, auch ein wahrer Verbrecher ist.

Ich kenne viele Ausländer, vor allem viele junge Ausländer, also Kinder und Jugendliche, die auch nicht gerade Vorzeigebürger sind oder sich nicht immer korrekt verhalten, aber dennoch im Inneren wirklich liebe und liebenswerte Menschen sind. Nur haben sie meist alle nie eine wahre Chance in unserer Gesellschaft erhalten und wenn man ihre Geschichten, ihre familiäre Situation etc. kennt, dann erklärt das oft einiges und zeigt manchmal sogar deutlich auf, dass es kaum anderes hätte kommen können.
Wir sprechen immer von Integration, und dass kein Wille seitens der Auländer dafür vorhanden ist. Doch, wenn man sich nur ein wenig umhört und aufmerksam dafür ist, dann bemerkt man erschreckender Weise, wie viele Österreicher eine tiefe Ablehnung gegenüber "Fremden" in sich tragen, manchmal auch ganz unbewusst, und alleine das, reicht aus, um schon Kinder zu Ausenseitern der Gesellschaft zu machen und ihnen das Gefühl von Zugehörigkeit zu verweigern. Und dann verlangt man, dass sie sich integrieren.

Sigi_2

01.07.2010 17:29
RE: Causa Zogaj Diesen Beitrag zitieren

Tut mir leid, ich hätte vor 3 Tagen einen Beitrag dazu geschrieben, der wurde aber wie ich jetzt sehe nicht gespeichert.

Es handelt sich vorwiegend um Einbruchs- und Diebstahlsdelikte. Sie sind dafür auch schon im Gefängnis gesessen. Ich weiß von meinem Onkel, dass sie bei ihm eingestiegen sind und diverse Wertgegenstände entwendet haben, denn sie wurden in diesem und noch einigen Fällen überführt.
Auch wurde ihnen der Handel mit Drogen unterstellt, aber ob das stimmt, ist eine andere Frage.

Außerdem ist es der Familie zum Verhängnis geworden, dass sie damals illegal nach Österreich gekommen sind. Wären sie auf legalem Weg in unser Land gereist, wären sie entweder schon früher Abgeschoben worden oder dürften für immer bleiben.

Kirk

01.07.2010 17:12
RE: Causa Zogaj Diesen Beitrag zitieren

Zitat von mir
Du meinst Arigonas Brüder? Doch, das ist mir bekannt, aber ich weiß nicht um welche Straftaten es sich hier handelt. Könntest du mich diesbezüglich bitte aufklären?

Du findest es also gut, dass einfach alle kollektiv bestraft wurden, anstatt diejenigen, die sich nichts zu Schulden kommen ließen, wie eben Arigona, selbst entscheiden zu lassen, ob sie weg wollen oder nicht?


Das waren durchaus keine rhetorischen Fragen. Wenn du sie dennoch nicht beantworten willst, dann sag zumindest das.

Kirk

29.06.2010 08:02
RE: Causa Zogaj Diesen Beitrag zitieren

Zitat
während man selbst bei seinem Bradl und seinem Bier sitzt und der eigene Arsch immer fetter wird.


Natürlich, unsere deutsch-christlichen Traditionen, unsere Werte und unsere Kultur müssen halt gepflegt und bewahrt werden. Gerade in Zeiten wie diesen, wo sie von fremdartigen, gefährlichen Kulturen so in die Enge gedrengt werden. Deshalb müssen wir Fremde nach Möglichkeit abschieben.

Oder, wie Gerhard Kurzmann, der Spitzenkandidat der FPÖ bei den kommenden steierer Landtagswahlen, vor kurzem so schlau von sich gab: "Natürlich werden Moscheen im Wahlkampf eine Rolle spielen. Ich bin froh,
Grazer zu sein, und ich möchte nicht irgendwann in einem islamischen Land leben."

Der Mann ist 57 Jahre alt und hat nicht vor umzuziehen, dass bedeutet uns steht eine "Umvolkung" wohl unmittelbar bevor. Der Typ ist übrigens Mitglied bei der SS-Kameradschaft IV.
Bezüglich Arigona hat er, wie er gesagt hat, kein Mitleid, weil "da sein Rechtsempfinden vorgeht".

Disgusting..

Hitti

29.06.2010 01:26
RE: Causa Zogaj Diesen Beitrag zitieren

Zitat
Wäre es dir lieber, dass Asylanten, die eine Straftat begehen, in unserem Land bleiben dürfen?


Wie Kirk bereits angemerkt hat, lässt sich da kein pauschales Urteil fällen. Ich würde trotzdem in den meisten Fällen wohl mit einem Ja antworten.

Für Kriminalität gibt es viele grundlegende Faktoren. Armut und Arbeitslosigkeit, Kommunikationsschwierigkeiten, infolge dessen eine fortschreitende Asozialisierung, dementsprechend eine feindliche Gesinnung der Gesellschaft gegenüber (die ja letztendlich durch die ständige Konfrontation mit Hass und Ablehnung bestärkt wird), und so fort. Es ist kein Geheimnis, dass viele Immigranten unter fast allen dieser Faktoren zu leiden haben. Mich wundert die verhältnismäßig hohe Kriminalität dieser Menschen kein Stück.
Was sollte ich mit diesem Land vorhaben, dass ich jeden Kleinkriminellen (dessen Taten ich, obgleich ich sie nicht entschuldige, sicherlich verstehen kann) sofort in sein Drecksloch zurückschicke? Was sollte ich dagegen haben, dass viele Asylanten hierher kommen, um von unseren Steuergeldern zu leben? Is denn keiner mehr bereit, einen für ihn nicht schmerzlichen, ja quasi kaum spürbaren Anteil seines Vermögens für Bedürftige zu geben, diesen mit ihnen zu teilen? Is denn keiner mehr so weit, Menschen mit Schwierigkeiten zu helfen und nicht nach Gründen zu suchen, um sie wieder los zu werden?
Wollen wir wirklich Menschen aus dem Palast Österreich in die Ruinen ihrer Heimat, ja vielleicht sogar auf den Friedhof schicken, weil sie falsch erzogen und deswegen kriminell wurden, weil sie es nicht besser wussten, weil sie in manchen Fällen vielleicht gar nicht anders konnten?

Das is also aus der Moral geworden, die man kleinen Kindern vorheuchelt. Und im Anschluss wird dann über "die Reichen" und ihre verwerfliche Selbstsucht gelästert, während man selbst bei seinem Bradl und seinem Bier sitzt und der eigene Arsch immer fetter wird.

Kirk

28.06.2010 13:56
RE: Causa Zogaj Diesen Beitrag zitieren

Zitat
Dir wird wahrscheinlich nicht bekannt sein, dass die einige Mitglieder der Familie während ihres Asylverfahrens Straftaten begangen haben, dafür auch im Gefängis gesessen sind.


Du meinst Arigonas Brüder? Doch, das ist mir bekannt, aber ich weiß nicht um welche Straftaten es sich hier handelt. Könntest du mich diesbezüglich bitte aufklären?

Zitat
Das war sicherlich mit ein Grund, das der Staat die Familie ausgewiesen hat, da mussten die anderen eben draufzahlen.


Du findest es also gut, dass einfach alle kollektiv bestraft wurden, anstatt diejenigen, die sich nichts zu Schulden kommen ließen, wie eben Arigona, selbst entscheiden zu lassen, ob sie weg wollen oder nicht?
Im Übrigen, weil wir hier schon von Ausweisungsgründen sprechen: Ich denke, der schwerwiegendste Grund, warum die Regierung, allen voran Fekter, bis zum Ende hart blieb, ist, weil sie keine Schwäche zeigen, nicht nachgeben und einen Prestigezuwachs bei den großen fremdenfeindlichen Schichten der österreichischen Bevölkerung erzielen wollte.

Zitat
Wäre es dir lieber, dass Asylanten, die eine Straftat begehen, in unserem Land bleiben dürfen?


Kommt auf die Straftat drauf an. Nicht alles was von Gesetz verboten ist, ist in meinen Augen gefährlich und zu bestrafen. Bei vielen von Asylwerbern verübten Strafen handelt es sich jedenfalls um Kleingkeiten, die auch von Österreichern andauernd verübt werden. Viele Asylwerber machen auch aus der Not heraus Illegales. Was ich damit sagen will, ist, dass man nicht gleich immer "Verbrecher" schreien sollte, wenn man die Umstände noch gar nicht kennt. Wie es bei den Zogajs ausgesehen hat, dass können wir ja dann noch im Einzelnen diskutieren.
Ich will auch dazu gesagt haben, dass ich als Kind einer Mischehe, zwischen zwei Nationalitäten und Religionen aufgewachsen, natürlich höchst sensibel bin, wenn es um das Thema "straffällige Ausländer raus" geht, weil wir doch alle nur zu gut wissen wie gerne sowas von vielen Österreichern nur als Vorwand verwendet wird, um Menschen fremder Herkunft los zu werden. An vorderster Front stehen da noch dazu meist Leute aus dem rechten Lager, deren Symathien selbst schon in die Illegalität reichen und die berufen sich dann noch auf den Rechtsstaat.

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